![]() |
|||
![]() |
|||
Das Bier-LexikonDas stärkste BierDas stärkste Bier ist das mit dem größten Alkoholgehalt. Um diesen in Weltrekordhöhe zu schrauben, verwenden die Brauereien immer mehr Tricks. Inzwischen fühlt man sich mancherorts auch nicht mehr ganz so eng an das Reinheitsgebot gebunden. Dennoch werden gewaltige Anstrengungen unternommen, um immer noch sagen zu können, dass man ein Bier gebraut hätte. Man kann also nicht einfach ein paar Flaschen Schnaps ins fertige Bier schütten, obwohl das Ergebnis zweifelsohne besser wäre, als die mühsam zusammengebraute Weltrekord-Pampe... Ich halte es für notwendig, dass man einen Unterschied macht, zwischen den Experimental-Bieren, die nur auf maximalem Alkoholgehalt getrimmt sind und solchen Bieren, die noch eindeutig wie ein Bier aussehen und schmecken. Starkbiere, bei denen der Alkoholgehalt lediglich durch hohe Stammwürze und abschließendes Frostverfahren in vernünftigen Grenzen erhöht wurde, sind als Eis-Bock bekannt. Mit dieser absolut reinheitsgebotkonformen Methode lässt sich der Alkoholgehalt schon (weit) über 10% steigern. Beim Trinken nimmt man den Alkoholgehalt bereits (irgendwann auch recht störend) mit der Nase wahr. Ansonsten schmeckt das Bier aber wie Bier und sieht auch wie Bier aus. Bei den Superstarkbieren geht die Brautechnik aber über das Normalmaß hinaus, was geschmacklich selten von Vorteil ist und im Extremfall dazu führt, dass das Endprodukt keinem Bier mehr ähnelt. Das stärkste Bier der Welt , welches man noch wirklich genießen kann
Das wohl definitiv stärkste Bier der Welt ist derzeit das Schorsch-Bock 43% aus FrankenEs geht um die Ehre, das stärkste Bier Deutschlands bzw. das stärkste Bier der Welt zu brauen. Mit Hilfe intensiver "Hardcore"-Brauverfahren werden die Biere auf weit über 20% Alkoholgehalt frisiert. Ich kam mit der Aktualisierung des Bier-Lexikons schon gar nicht mehr hinterher, weil es immer neue Rekordmeldungen gab... Noch im Januar 2009 vermeldete das Berliner Brauhaus Südstern: "Stärkstes Bier der Welt kommt aus Berlin" Nach einer mehrwöchigen Reifungsphase und extremem Wasserentzug mittels Frostverfahren bescheinigte die TU Berlin sagenhafte 27,6 % Alkohol. Mit seiner dickflüssigen Konsistenz und ziemlich süßem Geschmack war es ein typisches Überbier, das man eher als "bierigen“ Likör" ansehen konnte. Nun bricht aber offenbar ein ganz neues Zeitalter der Bierrekorde an, denn kurz hintereinander wurde erst die 30%-Marke, dann sogar die 40%-Marke überschritten! Der Trick, wie man das Bier auf sage und schreibe 40% bringt, ohne dass es zu krümeln beginnt und dabei sogar noch halbwegs lecker schmeckt, wird wohl ein Betriebsgeheimnis des Rekordbierbrauers Schorsch bleiben. So viel kann dazu aber gesagt werden: Man muss es schon bei der Gärung auf deutlich über 10% bringen. Das Eisverfahren kommt zur Anwendung, aber nicht so extrem, dass aus dem Bier ein Sirup wird. Abschließend muss das Bier sehr lange reifen. Letzter Stand vom Mai 2010 ist: 43,38 Vol% !!
Wie die anderen Superstarkbiere von Schorsch, so ist auch das Weltmeisterbier käuflich zu erwerben. Allerdings nur so lange der Vorrat reicht (limitierte Auflage = 250 Stück). Und natürlich ist es nicht ganz billig. Dafür ist aber auch jede einzelne Flasche vom Braumeister handsigniert und nummeriert. Inzwischen dürfte das 43%-Bier wohl ausverkauft sein. Aber ein regelmäßiger Blick auf die Produktpalette lohnt sich auf jeden Fall, denn Schorsch ruht sich garantiert nicht auf seinen Lorbeeren aus. Eventuell ergattern Sie noch eines aus der Reihe Schorschbock 31% oder Sie probieren mal eines der 13- oder 16-prozentigen Bockbiere.... Sie können die Biere leider nicht direkt bei Schorschbräu bestellen. Aber bei folgendem Online-Händler:
Weltrekordbier im Guinnes Buch derRekordeDurch einen Eintrag im Buch der Rekorde wird ein Weltrekord höchst offiziell. Aber nicht jeder Rekordversuch wird rechtzeitig dort angemeldet, weshalb die oben genannten Biere nicht im Guinness-Buch zu finden sind. Stärkstes Bier der Welt im August 2005: Sam Adams Utopias (25%)Die Boston Beer Company, welche erst 1984 von Jim Koch gegründet wurde, braut in Boston, Massachussetts, USA die "Samuel Adams"-Biere. Demnach experimentiert Jim Koch Er begann 1991 mit dem Samuel Adams Triple Bock, welches 18% Alkoholgehalt hatte. Dieses Spezialbier veränderte sich im Laufe der Jahre und Jim Koch experimentierte weiter. Er begann Zucker in Form von Ahorn-Sirup hinzu zu fügen und als ganz besondere Geschmacksnote lagert er das "Bier" in gebrauchten Whiskey-Fässern. Jährlich entnahm er Proben von verschiedenen Jahrgängen. Inzwischen gab es Varianten mit noch höherem Alkoholgehalt, so z.B. das Samuel Adams Millenium mit 20%. Außerdem begann er das Bier in allen möglichen gebrauchten Fässern zu lagern. Sherry, Cognac, Brandy ... selbst vor Weinfässern machte er nicht halt. So enthalten seine Proben die unterschiedlichsten Aromen. Und auch der Alkoholgehalt stieg immer weiter. Es folgte das Utopias MMII, welches im Guinness Buch der Rekorde.aufgeführt wurde und schon bald eine zweite Auflage davon, mit 25,6% Alkohol. Beide Biere sind aber nur einmal - also
in einer limitierten Auflage - hergestellt worden. Nicht bei Guinness angemeldet hat er weitere Generationen. So z.B. die 4. Generation des Utopias im Jahre 2007 mit 27 Vol.%
Alkoholgehalt. Konsistenz und Geschmack dieser Extrembiere erinnern natürlich längst nicht mehr an ein normales Bier. Es heißt, es riecht ziemlich aufdringlich nach Alkohol und irgendetwas undefinierbarem. Der Geschmack nach süßlich bitterer Schokolade ist eigentlich typisch für solch ein Überbiere. Es handelt sich um eine sehr außergewöhnliche Spezialität. Man muss einfach wissen, was einen erwartet, nämlich etwas ähnliches, wie ein ziemlich in die Jahre gekommener, kräftig nachgesüßter Portwein oder ein (etwas zu) alter Bitter-Schoko-Sherry, ggf. auch noch mit einem Hauch von Vanille und Karamell.... Es gibt noch weitere Guinnes-Rekorde rund ums Bier:
|
|||
![]() |
Copyright by Jörg Wischnewski - Logos, Warenzeichen, Schutzmarken etc. stehen im jeweiligen Recht und Eigentum der eingetragenen Inhaber, auch wenn dies nicht ausdrücklich einzeln angegeben ist.
|