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Das Bier-Lexikon

Farbebier

Dieses Produkt wird von spezialisierten Braubetrieben hergestellt und dient dazu, Bier einzufärben (abzudunkeln). Großbrauereien verwenden es gern, um die Bierfarbe exakt einzustellen und Farbfehler zu korrigieren.

Farbebiere werden ihrerseits unter Verwendung stark gerösteter Malzsorten nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut und durch ein spezielles Kochverfahren zu einem Bierkonzentrat eingedampft. Genau wie beim normalen Bier werden neben dem sehr dunklen Gerstenmalz auch Wasser, Hopfen und Hefe verwendet und mittels Gärung Alkohol erzeugt. Der Vielzahl von Bieren und Einsatzbereichen wird man gerecht durch eine ebenso große Vielzahl unterschiedlicher Farbebierqualitäten. Einige dienen nur zur Farbgebung (und sind meist Geschmacksneutral), andere aber werden durchaus auch zur Geschmacksverfeinerung eingesetzt.

Es gibt keine Passage im Reinheitsgebot, die das Mischen unterschiedlicher Biere verbietet. Daher kann Farbebier ohne besondere Deklaration an jedem beliebigen Produktionsschritt zugefügt werden. Wenn man will, ändert man damit komplett den Biertyp. D.h. man kann aus einem einzelnen Sud hellen Bieres mehrere Biere verschiedenster Art und Farbe herstellen.

Übrigens gilt Farbebier vor dem Gesetz nicht als Genußmittel für den Endverbraucher und daher muss man dafür auch keine Biersteuer abführen. Ein Liter Farbebier reicht aus, um rund 100 Liter helles Bier in tiefdunkles Bier zu verwandelt. Das nur, um mal eine Größenordnung zu nennen. Es werden unterschiedlich ergiebige Farbebiere hergestellt.
 



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