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Das Bier-Lexikon

Braukurs ; Literatur und Kurse zum Brauenlernen

  • Wer ein wahrer Braumeister werden will, der macht ein 'Braustudium'.
  • Ansonsten ist das Brauen ein Handwerk, welches man als junger Mensch in einem Lehrbetrieb von der Pike auf erlernen kann. Nach dem erfolgreichen Besuch einer Meisterschule wird aus dem Brauergesellen ein Brauereimeister.
  • Schließlich gibt es noch Braukurse für Hobbybrauer. Diese kann man bei entsprechend hohem Interesse an mancher VHS belegen. Je nach Kurs gibt es vielleicht auch eine kleine Abschlussprüfung und ein Zertifikat. Vor allem erfährt man alles wichtige und kann Fragen an den Kursleiter stellen.
  • Letztlich gibt es jede Menge Literatur und auch im Internet kann man sich einiges zusammenlesen, wie Sie das in diesem Moment auch grade tun. Durch selber machen und die eigenen Fehler lernt man ebenfalls alles, was man als Hobbybrauer benötigt. Fragen stellen kann man in Internetforen.
  • Mancher will auch gar nicht selber brauen, sondern interessiert sich nur für die Geschichte und die Hintergründe des Brauens. Dann sind Sie hier schon ganz richtig und vielleicht lesen Sie mal das eine oder andere Buch zum Thema..
Braustudium für echte Industriebraumeister

In den Labors der Industrie arbeiten Doktoren und Ingenieure an der perfekten Bierformel. Um dort mitzumischen, müssen Sie ein entsprechendes Studium abgeschlossen haben. Beispielsweise gibt es an der Technischen Universität Berlin einen Studiengang "Diplom-Brauingenieur und auch einen "Diplom-Braumeister". Viele Mitarbeiter sind Chemiker mit Doktortitel. Oft genug ist das Studium auch gar nicht der Weg in die Industrie, sondern zur Eröffnung einer eigenen Brauerei. So werkeln auch in den Kleinbrauereien sehr viele Akademiker.

Brauer-Lehre und Meisterbrief der Handwerksinnung

Als reiner Handwerksmeister sind Sie in der Industrie allenfalls der Assistent des Diplom-Braumeisters oder Sie arbeiten als Schichtleiter in der Produktion. Das ist nicht schlecht, aber es zeigt doch, dass die Tendenz zum Akademiker geht, wie in anderen Industriebetrieben auch. In den 90er Jahren konnte man sich noch heraufarbeiten. Heute werden die klügsten Köpfe direkt von der Uni ins High-Tech-Bier-Labor geholt. Wer also eine ganz normale Lehre als Brauer macht, der bleibt in der Brauerhierarchie ganz unten, selbst wenn er irgendwann den Meisterbrief macht.

Die gelernten Brauer in der Industrie werden heute hauptsächlich als Brauereimaschinenbediener eingesetzt. D.h. sie überwachen und befüllen nur noch die automatischen Produktionsanlagen. Wer sich zum Meister weiterbildet, der kann ggf. Teamleiter werden oder als Schichtleiter für den Rundlauf der Produktion gerade stehen.

Ausbildungsstellen zum Brauer/Mälzer werden von den Brauereien aller Größen angeboten. Voraussetzung ist der Hauptschulabschluss, aber Mittlere Reife ist von großem Vorteil. In den Industriebetrieben (Großbrauereien) wird in Schichten gearbeitet.

Kurse für Hobbybrauer

Braukurse werden hin und wieder von Brauereien oder privat von anderen Hobbybrauern angeboten. Auch die Volkshochschulen (VHS) haben Braukurse im Programm, insbesondere wenn sie sich in der Nähe einer Brauerei befinden. Ein besonderes Erlebnis versprechen Braukurse von Anbietern sog. Erlebnisgeschenke., beispielsweise:

Rohmaterial und Gerätschaften für Hobbybrauer

Der Hobbybrauer besorgt sich braufertiges, geschrotetes Malz bzw. den für den Hobbybedarf bereits fix und fertig gemaischten Malzextrakt. Dazu die Hefe und Hopfen. Für Einsteiger gibt es sogenannte Brausets, die alles enthalten, was man für die Bierherstellung daheim benötigt - einschließlich Anleitung.

Fortgeschrittene Hobbybrauer wenden sich dann an den Fachhandel, um ihre Malz- und Hefevorräte zu ergänzen und zu variieren. Sie benötigen dann natürlich auch bessere Braugefäße und Werkzeuge, sowie auch allerlei Reinigungs- und Pflegemittel für die Braugeräte.

Literatur

Literatur zum Thema 'brauen' und 'Bier' findet man reichlich in den Bibliotheken und im Buchhandel. Das links abgebildete Buch "Heimbrauen: Schritt für Schritt zum eigenen Bier" von Hagen Rudolph beschreibt lebendig und einfach, dabei aber doch ausreichend detailliert alle wichtigen Schritte vom Rohmaterial bis zum fertigen Bier.

Wenn man dank dieses Buches dann einen guten Start hatte, dann greift man vielleicht noch zu Hagen Rudolphs zweitem Buch über Bier: Heimbrauen für Fortgeschrittene

Wenn das noch nicht reicht, dann sollte man wirklich über den Besuch eines Bier-Seminars nachdenken. Vor allem gilt aber: Nicht quatschen - MACHEN!

Viel Spaß!

 



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