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Das Bier-Lexikon

Bierglas, Bierkrug

Bier trinkt man üblicherweise aus einem geeigneten Bierglas. Direkt aus der Flasche oder gar aus einer Dose kann es unmöglich so gut schmecken. Auch muss man beachten, dass je nach Biersorte ein passendes Bierglas verwendet wird. Sehr zur Freude der Sammler gibt es eine große Anzahl von Formen und Größen. In der Kneipe gibt es sogar das passende Glas mit zur jeweiligen Biermarke, mit dem Logo der Brauerei. Im folgenden sehen Sie einen kleinen Ausschnitt aus dem Sortiment (Original-Bild und Lizenz siehe Wikipedia)

Bierglassammlung - Foto: Krzysztof Blachnicki


Die wohl kleinsten in Deutschland üblichen Biergläser sind die 'Kölschstangen' in der recht langweiligen und gleichzeitig doch so eleganten Form eines dicken Reagenzglases und mit einem Fassungsvermögen von gerade mal 0,2 l.

Die Kölner Stange ist nur eine spezielle Art des Altbierglases, welches etwas dicker und dafür nicht so hoch sein kann (Becherform) und in diversen Größen je nach Biermarke oder persönlichem Belieben gewählt wird. Üblich sind 0,2 - 0,3 und 0,4 Liter. Auch leicht geschwungene Gläserformen können für Altbier verwendet werden.

Aus einer Tulpe trinkt man Pilsener Biere. Dabei handelt es sich um ein hohes Glas, welches sich nach unten hin konisch verjüngt. Manche haben einen Standfuß oder sogar einen Stil. Im obigen Bild ganz rechts sehen Sie eine typische Pils-Tulpe Übliche Füllmenge ist 0,33 l.

Die Bierkugel stellt eine besonders bauchige Biertulpe dar.

Ein Weißbier- bzw. Weizenbierglas hat üblicherweise eine Füllmenge von einem halben Liter. Es hat eine schlanke Form ähnlich der Pilstulpe, oft mit bauchiger Verdickung am oberen Ende. Aber es wirkt insgesamt viel rustikaler und steht auf einem dicken, schweren Fuß. Die Tulpenform hält die Kohlensäure lange beieinander, damit das Weißbier oder auch Hefe (Hefeweizen, Kristallweizen) sein prickelndes Temperament für eine Weile behält.

Bierseidel

Aus einem zünftigen Bierkrug mit Henkel schließlich trinkt man Exportbier. Man nennt diese Glasform auch Bierseidel, Humpen oder bei entsprechender Füllmenge (1 Liter) dann auch Maßkrug. In Norddeutschland begnügt man sich allerdings mit einem halben Liter und bestellt daher nicht eine "Maß", sondern eine "Halbe".

Für echte Genießer fertigt man spezielle, reich verzierte Krüge an, die mit einem Deckel versehen sind. Die schönsten Biergkrüge der letzten 5 Jahrhunderte kann man seit 1994 auch in Deutschlands erstem und weltweit wohl noch einzigem Bierkrugmuseum begutachten. Im oberschwäbischen Kurort Bad Schussenried (Ortsteil Steinhausen) werden über 1200 historische Bierkrüge liebevoll präsentiert. Mit dabei auch der größte handgeschnitzte Holzbierkrug der Welt.


 



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