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Dosen öffnen ohne scharfe Kanten
(der beste Dosenöffner der Welt)

Erfahrungsbericht und Informationen über Sicherheitsdosenöffner

Hier möchte ich Ihnen ein Hilfsmittel vorstellen, das für Frauen und Männer gleichermaßen praktisch ist. Nämlich ein Gerät zum Öffnen von Konservendosen. - Und zwar ohne Verletzungsgefahr durch scharfe Kanten. Die gemeine Konservendose (ganz im Gegensatz zur Bierdose) hat ja keine Sollbruchstelle. Sie ist fest zugelötet und man muss sie daher gewaltsam aufbrechen. Es scheint daher unumgänglich, dass dabei ein mehr oder weniger scharfkantiger Dosenrand entsteht. So kommt es, dass so mancher Koch sich öfter an Dosen verletzt hat als an seinen Messern. Außerdem immer wieder unangenehm: Metallsplitter und Verunreinigungen fallen beim Öffnen in die Dose hinein und vermischen sich mit dem Inhalt....
 

Zunächst der Standard-Dosenöffner

Da die Dose (im Jahre 1810) ursprünglich eine militärische Erfindung war, machte man sich um den Dosenöffner zunächst nicht viele Gedanken. Der Soldat verwendete sein Messer bzw. das Bajonett um an den Inhalt seiner Futterration zu gelangen. Erst im Laufe der nächsten 50 Jahre kam man auf die Idee, die Dosen weniger dickwandig zu machen und auch für zivile Zwecke einzusetzen. So gab es in den 1850er jahren auch erste Patente für Dosenöffner. Diese waren natürlich dem Messer- Hauruckverfahren entlehnt und stellten zunächst lediglich einen Hebel dar, mit dem man die Klinge entlang dem Dosenrand durch das Blech treiben konnte, nachdem man sie zuvor mit Gewalt in den Dosendeckel gestoßen hatte. Hierbei wurde die Dose mehr aufgerissen als aufgeschnitten. Spätere Erfindungen arbeiteten so ähnlich wie eine Zange, so dass man die Klinge nicht mehr gewaltsam in die Dose treiben musste. Für den Vortrieb sorgte ein Zahnrad, welches über eine Art Flügelschraube angetrieben werden konnte. Schließlich kam jemand auf die Idee, die Klinge durch ein Klingenrad zu ersetzen.

Damit wurde der Schnitt schon recht sauber. Die Erfindungen wurden immer komplexer, bis hin zum elektrischen Dosenöffner. Aber allen gemein war immer der klassische Schneidmechanismus, bei dem die Klinge von oben in den Deckel geschnitten hat, wodurch der Dosenrand und vor allem der Deckel stets sehr scharfkantig wurden. OK, moderne Versionen des Standard-Dosenöffners nach dem Zangen- und Schneidradprinzip setzen etwas weiter innen an. Das Schneidrad ist in einem geschickten Winkel zum Dosenrand angeordnet, so dass der scharfe Rand der Dose umgeknickt und somit entschärft wird. Der Deckel bleibt scharfkantig. Eine weitere unangenehme Eigenschaft des von oben in den Deckel schneidenden Dosenöffners bemerken wir immer erst wenn es zu spät ist; der Deckel plumpst in die Dose. Ihn zu entfernen artet je nach Doseninhalt immer in eine mehr oder weniger große Schweinerei aus.

Nun könnte man auf die Idee kommen, den Zangen-Schneidradöffner einfach mal von der Seite anzusetzen. Tun Sie es nicht! Er ist dafür nicht ausgelegt. Der Schnitt wird zu tief angesetzt, so dass einem sofort der Doseninhalt entgegen kommt. Das Zahnrad für den Vortrieb, welche für diese Betriebsart nicht ausgelegt ist, rutscht ab und es geht nicht mehr voran. Am Ende hat man eine halb offene Dose, und eine Vorschau des flüssigen Inhaltes auf dem Küchentisch. Reumütig kehrt man zur korrekten Handhabung des Dosenöffners zurück und am Ende hat man vielleicht so viele Metallspäne in der Dose, dass man die Schweinerei nur noch komplett entsorgen kann...
 

Der innovative Sicherheitsdosenöffner

Im Jahre 1992 meldete der in Großbritannien ansässige Joseph Augustine Terence Pereira seinen Sicherheitsdosenöffner zunächst beim britischen Patentamt an (GB2246756). Später folgten dann noch internationale Patentschriften, wie z.B. das europäische Patent (EP0541620)

Erst gegen Ende der 90er sah ich erstmals einen Werbespot, bei dem dieser Wunderdosenöffner vollmundig vorgeführt wurde. Der Hit: Keine Scharfen Kanten mehr. Und man kann die Dose mit dem Originaldeckel wiederverschließen. Natürlich dachte ich damals an ein weiteres leeres Werbeversprechen und kaufte ihn nicht, zumal wir ja schon mehrere Dosenöffner in der Küchenschublade liegen hatten, die zudem nur äußerst selten gebraucht wurden. Meine Frau war es, die per Zufall sehr günstig an den "Profi Can" Dosenöffner herankam. Wir probierten ihn mit Dosen aller Größen aus und waren begeistert. Dosen können jetzt so sauber und schonend geöffnet werden, dass man ohne Schweinerei in der Küche sogar Milchbüchsen damit auf bekommt. Bei Dosen mit zähflüssigem Inhalt öffnet man einfach beide Seiten der Dose. So kommt man z.B. komfortabel an Tomatenmark heran. Dies ist wirklich der beste Dosenöffner. Alle anderen Dosenzerstörer habe ich sofort in den Müll geschmissen. Und den Dorn für die Milchbüchsen gleich hinterher.

Der Trick bei diesem Gerät ist der folgende:
Anstatt von oben in die Dose zu beißen, zu stechen oder zu säbeln, kommt das Klingenrad des Sicherheitsdosenöffners von der Seite und schneidet knapp unterhalb vom oberen Dosenrand einfach in die Falz. So wird das Oberteil der Dose abgetrennt und man erhält einen Deckel mit einem abgerundeten Rand. Auch der Dosenrand ist ungefährlich, er ist ja etwas dicker wegen der Falz und somit nicht scharf. Vorausgesetzt man verwendet das Original oder zumindest eine hochwertige Fassung dieses Dosenöffners und nicht irgend ein Billigimitat (vorsicht!), dann ist der Schnitt so sauber, dass der Deckel wieder auf die Dose gesetzt werden kann und perfekt schließt. So kann man unverbrauchte Reste noch bis zum nächsten Tage in der Dose aufbewahren. Ideal ist das z.B. für Tierfutter.

Sicherheitsdosenöffner 'ProfiCan' ; Fotomontage: Jörg Wischnewski

Abb 1: Sicherheitsdosenöffner "Profi Can"

Sicherheitsdosenöffner 'ProfiCan' ; Foto: Jörg Wischnewski Sicherheitsdosenöffner 'ProfiCan' ; Foto: Jörg Wischnewski

Abb 2, Abb3: Sicherheitsdosenöffner Detailansicht
(Fotos: Jörg Wischnewski)


Probleme mit dem Sicherheitsdosenöffner

Manche kommen mit dem Ansetzen des Dosenöffners nicht klar. Man muss ihn recht gefühlvoll und ohne Kraftaufwand auf die Dosenkante setzen. Eventuell ein wenig wackeln und dabei das Rad zunächst eine Vierteldrehung rückwärts drehen. Dann dreht man vorwärts und das Zahnrad zieht den Öffner ganz von selbst in die richtige Position. Jetzt einfach weiterdrehen, bis sie komplett herum sind. Keine Angst, der Deckel kann nicht in die Dose fallen. Zum Schluss lösen Sie den Dosenöffner vom Dosenrand, indem Sie das Rad wieder ein wenig rückwärst drehen. Wenn der Dosenöffner seinen Job richtig gemacht hat, dann hat die Dose nun einen Deckel, den Sie einfach abheben können. Eventuell saugt der sich noch etwas an der Dose fest. Benutzen Sie ggf. einen kleinen Schraubenzieher oder ein ähnliches Werkzeug, mit dem Sie vorsichtig in die Schnittrille fahren und den Deckel etwas aufhebeln. Lassen Sie dabei die Dose immer fest auf dem Tisch stehen, damit Ihnen der Inhalt nicht unkontrolliert entgegenschwappen kann.

Wenn die Dose sich unter gar keinen Umständen öffnen lässt, dann liegt es wahrscheinlich daran, dass der Schnitt nicht tief genug ist. Eventuell ist die Dose zu dickwandig. Durch Abnutzung oder Dejustierung des Schneidrades hört der Sicherheitsdosenöffner aber auch irgendwann auf zu funktionieren. Es beginnt erst bei einigen (dickwandigeren) Dosen: Nachdem der Dosenöffner seine Arbeit getan hat, sitzt der Deckel noch an einigen Stellen fest. Im Laufe der Zeit werden die Symptome schlimmer. Schließlich bekommt man die Dosen nicht mehr auf und schneidet sich womöglich an den Spänen, die der Öffner nun erzeugt. Spätestens jetzt wird klar, dass der Dosenöffner ausgedient hat. Entsorgung erfolgt über den Restmüll oder ggf. bei der Wertstoffsammelstelle (Metall/Schrott, je nach Metallanteil).

Unser erster Original Profi Can gab rund 10 Jahre nachdem meine Frau in mitbrachte und wir ihn unter normalen Haushaltsbedingungen eingesetzt hatten, den Geist auf. Im Anschluss daran kauften wir eine billigere Fassung. Die hat nach 2 Jahren die ersten Problem bekommen. Jetzt haben wir wieder das Original.

Dieser Dosenöffnerverschleiß ist etwas ungewohnt, denn die üblichen Standarddosenöffner funktionierten beinahe ein Leben lang. In den Foren und in einigen Produkt-Rezensionen und Erfahrungsberichten liest man aber, dass diese Probleme schon nach wenigen Wochen eintreten. Hier scheint sich offenbar die Spreu vom Weizen zu trennen. Billige Nachbauten sind trotz haushaltsüblicher Verwendung eventuell schon nach wenigen Monaten unbrauchbar. Die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung schützt Sie aber davor. Bringen Sie die Versagerprodukte innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungszeit (2 Jahre) gnadenlos zurück zum Verkäufer. Aber auch der Original Profi Can ist eben doch KEIN PROFI-Werkzeug. Bei extrem häufiger oder extremer Benutzung wird auch er entsprechend schneller verschleißen.

Wo kann man Sicherheitsdosenöffner kaufen?

Kaufen kann man die Sicherheitsdosenöffner inzwischen wohl in jedem Haushaltswarengeschäft. Am bequemsten geht es natürlich im Online-Shop wie hier folgt:


Original Profi Can:

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