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Tipps und Überlegungen für den Reifen-Kauf

Grundsätzliches über den Online-Reifenkauf

Von den Experten hören wir immer wieder den Rat, Reifen nur beim Fachhändler zu kaufen und nicht etwa online im Versandhandel zu bestellen. In der Argumentation gegen die Online-Händler heißt es:

  • Dass man einen Fehlkauf machen kann.
  • Man weiß nicht, ob man die Reifen zurückgeben kann.
  • Es gibt keinen direkten Ansprechpartner für Reklamationen.
  • Schwarze Schafe verkaufen für den europäischen Markt nicht zugelassene Reifen.
  • Beim Fachhandel hingegen hat man gute Beratung
  • und zusätzliche Hinweise
  • und einen direkten Ansprechpartner für Reklamationen.

Als Internet-Fan und zufriedener Kunde des von mir empfohlenen Online-Versandhändlers kann ich das aber nicht unkommentiert stehen lassen. Ja es stimmt natürlich: Wer Reifen im Versandhandel kauft, der sollte sich zuvor bereits gründlich erkundigt haben und auch genau wissen, welche Reifen und welche Reifengröße er benötigt. Selbstverständlich hat man bei einem Fehlkauf (und bei unbenutzter Ware in Originalverpackung) ein Rückgaberecht. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings kommt der Versandhändler nur bei berechtigten Reklamationen auch für den Rücktransport auf.

Nicht alle Online-Händler sind schwarze Schafe und umgekehrt gibt es Schwarze Schafe auch unter den Werkstätten bzw. Fachhändlern. Sie können beide gleichermaßen belangen, wenn die Ware unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verkauft wurde. Zumindest klappt das, wenn der (online-)Händler in Deutschland ansässig ist (oder zumindest in Europa). Meiner persönlichen Erfahrung nach kommt es beim "0815-Reifenhändler" gern zu folgender Situation: Nach eingehender Recherche im Internet und im Gespräch mit Freunden und Kollegen möchte ich einen bestimmten Reifen haben. Der Händler hat diesen Reifen aber nicht vorrätig. Er müsste ihn bestellen und "droht" mit hohen Frachtkosten. Statt dessen will er mir seinen Ladenhüter andrehen, der viel günstiger und seiner Erfahrung nach angeblich ebenfalls ein sehr guter (oder gar der beste) Reifen sei. Und der ADAC-Reifentest sei eh nur Augenwischerei und blablabla...

Aber wie gesagt - es gibt solche und solche. Wenn Sie eine gute Stammwerkstatt haben, wo man Sie freundlich bedient und wirklich gut berät, dann empfehle auch ich Ihnen den Reifenkauf dort, selbst wenn der Reifen dort nicht ganz so günstig ist, wie beim billigsten Internet-Angebot. So bekommen Sie optimalen Service und unterstützen mit Ihrer Kundentreue den Betrieb und damit die Arbeitsplätze in Ihrer Region. Als Stammkunde können Sie sicher auch noch ein wenig über den Preis verhandeln.

reifendirekt.de

Bei dem von mir empfohlenen Online-Reifenhändler (ReifenDirekt.de) wird Kundenbetreuung nicht als Nebensache behandelt. Wenn Sie nach dem Studium der Online-Hilfe und der Rubrik 'Reifenberatung' noch Fragen haben, dann können Sie den Service per Email oder über die Telefon-Hotline erreichen. Natürlich ist das nicht das selbe, wie das persönliche Gespräch mit dem Mitarbeiter Ihrer Fachwerkstatt. Sie werden aber keinesfalls im Stich gelassen. Wenn Sie im Prinzip schon genau wissen, was Sie wollen, dann kommen Sie auf diesem Wege an genau die gewünschten Reifen und das zu einem beinahe unschlagbar günstigen Preis.
 

Zeit für Winterreifen

Im Herbst werfen die Bäume ihr Laub ab. Warum tun sie das? Weil sie sich vor einem frostbedingten Schaden schützen wollen. Die Natur zeigt uns damit deutlich an, dass es nun kälter wird. Zunächst nur nachts und früh am Morgen, aber dann auch tagsüber ist mit frostigen Temperaturen zu rechnen. Spätestens jetzt sollte man sich Gedanken über die Winterreifen machen.

Nach bisheriger Rechtsprechung waren je nach Wetter, also vor allem bei Eis und Schnee Winterreifen bereits zwingend vorgeschrieben. Jetzt wird die Winterreifenpflicht aber noch klarer definiert. Wenn der Verkehrminister dann sagt "HOPP!", dann springen Sie gefälligst zum Reifenhändler und lassen Winterreifen montieren... - nee, kleiner Scherz - Sie dürfen die Winterräder natürlich auch selbst montieren.

Schon bei herbstlichen Temperaturen machen Winterreifen durchaus Sinn. Tests haben zwar ergeben, dass man auch bei Temperaturen um 7 Grad mit einem guten Sommerreifen noch besser oder genau so gut fährt und bremst, wie mit einem Winterreifen. Aber unterhalb der 7-Grad-Marke und besonders um die Null Grad herum wird das Gummi der Sommerreifen Knochenhart und der Grip lässt spürbar nach. Das Wetter ist schwer berechenbar. Daher ist es besser, wenn man die Winterreifen eher etwas zu früh aufzieht, als beim ersten großen Wintereinbruch. Es könnte sonst leicht passieren, dass Sie, obwohl per Gesetzt Winterreifen zwingend vorgeschrieben sind, noch mit Sommer-Slicks da stehen (und nicht losfahren dürfen).

 

Winterreifen sind PFLICHT !

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und die Verkehrsminister der Länder haben auf einer Konferenz in Weimar beschlossen, dass Winterreifen zur Pflicht werden sollten. Eine entsprechende Neuregelung der Straßenverkehrsordnung (STVO) trat am 04.12.2010 in Kraft.

Demnach gilt nun die Winterreifenpflicht nach §2 , Absatz 3a:

Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, welche die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen). Kraftfahrzeuge der Klassen M2, M3, N2 und N3 gemäß Anlage XXIX der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. September 1988 (BGBl. I S. 1793), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 21. April 2009 (BGBl. I S. 872) geändert worden ist, dürfen bei solchen Wetterverhältnissen auch gefahren werden, wenn an den Rädern der Antriebsachsen M+S-Reifen angebracht sind. Satz 1 gilt nicht für Nutzfahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft sowie für Einsatzfahrzeuge der in § 35 Absatz 1 genannten Organisationen, soweit für diese Fahrzeuge bauartbedingt keine M+S-Reifen verfügbar sind. Wer ein kennzeichnungspflichtiges Fahrzeug mit gefährlichen Gütern führt, muss bei einer Sichtweite unter 50 m, bei Schneeglätte oder Glatteis jede Gefährdung anderer ausschließen und wenn nötig den nächsten geeigneten Platz zum Parken aufsuchen.

Darin wird nun definiert, was "winterliche Verhältnisse" sind, nämlich allgemeine Winterglätte durch Eis, Glatteis Schnee, Schneematsch und Reif. Und es wird vorgegeben, welche Reifen zu montieren sind, nämlich solche mit M+S-Siegel. Die ungenaue Vorschrifft, "Die Bereifung ist den Witterungsverhältnissen anzupassen" wurde somit durch eine klares und unmissverständliches Machtwort der Verkehrsminister ersetzt.

Unterstützt wird dieses Machtwort noch durch eine freundliche Verdopplung des Bußgeldes. Wer sich bei Winterglätte mit Sommerslicks erwischen lässt, zahlt 40 Euro. Wenn er zum Verkehrshindernis wird, dann werden sogar 80 Euro fällig. Außerdem kostet der Verstoß gegen die Winterreifenpflicht einen Punkt in Flensburg.

Ganz plötzlich und "unerwartet" kann es heißen: "ab nächste Woche ist mit überfrierender Nässe zu rechnen". Es herrscht somit landesweite Winterreifenpflicht! Können Sie sich vorstellen, was dann bei den Reifenhändlern los ist? Ich rate Ihnen daher dringend, dass Sie nicht mehr lange zögern. Lassen Sie baldmöglichst die Winterreifen montieren. Und wenn Sie neue Reifen benötigen, dann ist JETZT der richtige Moment für den Kauf.
 

Sicherheit geht vor - besondere Vorsicht ist im Winter geboten!

Bedenken Sie, dass nicht nur Schnee und Eis, sondern auch glitschig-feuchtes Laub und herumliegende Äste sowie sonstige vom Winde verwehte Materialien die Straße besonders gefährlich machen. Jetzt muss man auch mal ausweichen und scharf bremsen können. Also sollte man gerade bei den Winterreifen auf gute Qualität achten. Sicherheit hat allerhöchste Priorität! Und wenn die alten Schluffen nicht mehr viel taugen, dann sollte man sich vielleicht doch mal wieder einen Satz neue Winterreifen leisten.

Sie meinen, die kosten viel Geld? Hundert Euro pro Stück? Ist doch Quatsch! Wenn Sie bei winterlicher Glätte mit Sommerreifen ausrutschen und dabei (hoffentlich) nur einen kleinen Blechschaden erleiden, dann sind sie ein paar hundert oder sogar tausend Euro los! Dazu kommt der Wertverlust des Autos durch den Schaden. Aber 4 preiswerte, neue Winterreifen bekommen Sie schon ab 200 Euro - ggf. sogar inklusive Montage. Und jetzt meckern Sie nicht über "Billigreifen..." Im Winter sind die allemal besser und sicherer als Ihre Sommerreifen. Aber bitteschön: Legen Sie nochmal 150 Euro drauf, dann haben Sie die feinsten Markenreifen. Wo? Na im Online-Reifenhandel - aber darauf kommen wir noch zu sprechen. Zunächst machen wir uns noch Gedanken darüber, welche Reifen es denn nun sein sollen...

Der Reifen-Check

Sie lagern Ihre Reifen in der Garage? Dann werfen Sie doch mal einen prüfenden Blick darauf. Zunächst achten Sie auf das Profil. Messen Sie es ggf. mal nach. Der Gesetztgeber schreibt mindestens 1,6 mm vor. Alles darunter ist strafbar! Aber bedenken Sie, dass die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe bei nasser Fahrbahn bereits recht unsicher ist. Für genügend Grip auch bei Regen sollten Sommerreifen wenigstens 2,5 mm Profiltiefe haben. Breitreifen neigen besonders stark zu Aquaplaning und sollten daher wenigstens 3 mm Profiltiefe haben. Winterreifen benötigen gar 4 mm Profiltiefe, damit sie auf der winterlichen Fahrbahn nicht frühzeitig ins Rutschen kommen.

Wie alt sind Ihre Reifen eigentlich? Und wussten Sie eigentlich schon, dass Reifen schneller altern, wenn sie nicht benutzt werden? Auch (und insbesondere) wenn Sie die Reifen überwiegend nur in der Garage lagern, reagiert das Gummi im Laufe der Zeit mit der umgebenden Luft und härtet aus. Reifen, die über 10 Jahre alt sind, stellen grundsätzlich ein Sicherheitsrisiko dar und sollten nicht mehr verwendet werden, außer Sie bauen damit eine Kinderschaukel. Im Laufe von 10 Jahren sollte man seine Reifen also ruhig verbraucht haben. Ein Grund mehr, die Winterreifen nicht zu sehr zu schonen, sondern sie rechtzeitig aufzuziehen.

Wenn Sie noch alte Reifen in der Garage haben oder welche gebraucht kaufen, dann achten Sie auf das Alter der Schlappen. Sie Altersbestimmung eines Reifens mittels DOT-Nummererkennen das Reifenalter an einer Vierstelligen Ziffernfolge in einem ovalen Feld. Auch bekannt als sog. "DOT-Nummer", weil diese in der Regel gleich nach der DOT-Kennzeichnung folgt. Üblich ist heute ein vierstelliger Zahlen-Code. Es kann evtl vorkommen, dass noch der alte 3-stellige Zahlencode verwendet wird; mit nur einer Stelle für das Jahr. "103" kann dann durchaus für die 10. Woche in 2003 stehen. Demnach wäre der Reifen immerhin schon 10 Jahre alt - ganz knapp am Limit also. Aber sehr wahrscheinlich weist die dreistellige Schreibweise auf einen Baujahr vor 2000 hin! Demnach wäre der Reifen von 1993 und damit hoffnungslos überaltert. Wenn Sie unsicher sind, dann sollten Sie im Internet nachschauen, ob die Altersangabe für diesen Reifentyp realistisch ist oder am besten lieber gleich abwinken.

Bei der modernen vierstelligen DOT-Nummer bezeichnen die ersten beiden Ziffern die Kalenderwoche der Herstellung, die beiden anderen Ziffern stehen für das Jahr. Tipp: Oftmals finden Sie zwar auf beiden Flanken/Seiten des Reifens eine DOT-Markierung, aber die Ziffernfolge für die Altersbestimmung steht nur auf einer Seite. Wenn Sie also keine Ziffern finden oder womöglich nur Buchstaben, dann schauen Sie nach Möglichkeit auf der anderen Seite nach. Bei Reifen, die bereits montiert sind, dürfte das natürlich schwer fallen. Verwenden Sie ggf. eine Taschenlampe und einen Spiegel. Achten Sie auf die ovale Umrandung der Ziffernfolge.

Bei Winterreifen achten Sie zusätzlich auf das sog. "Schneeflocken-Symbol". Allgemein erkennt man ja auch laut STVO Winterreifen an dem Schriftzug "M+S". Für diese Bezeichnung gibt es aber keine Norm und keine Prüfung. Inzwischen hat man einen Industriestandard und eine Reifenprüfung (Traktionstest) eingeführt. Nur Reifen, die diese Prüfung bestehen und damit eindeutig wintertauglich sind, dürfen das neue Schneeflocken-Symbol tragen. In aller Regel finden Sie es zusätzlich zur Bezeichnung "M+S" auf der Reifenflanke.

Neue Reifen aussuchen

Für mich persönlich und für Freunde habe ich in den 30 Jahren meines Autofahrerdaseins über ein Dutzend Reifenkäufe vollzogen (Winterreifen, Sommerreifen, Ganzjahresreifen). Dabei haben wir stets sehr gute Erfahrungen mit den vom ADAC getesteten und empfohlenen Reifen gemacht. Man muss übrigens nicht unbedingt immer die Reifen des aktuellen Jahres besitzen. Was im Vorjahr noch Testsieger war, das kann in diesem Jahr nicht plötzlich schlecht sein. Es muss auch nicht immer der Testsieger sein. Bei diesem handelt es sich ja i.d.R. um einen möglichst ausgewogenen Reifen, der sich in keiner Disziplin eine deutliche Schwäche leisten darf.

Wenn Sie kein Hobby-Rennfahrer sind und mit vernünftigem Tempo von A nach B fahren, dann sind die Testergebnisse bezüglich des Fahrverhaltens auf trockener Fahrbahn ziemlich zweitrangig. Sie sollten zwecks Sicherheit eher auf gute Eigenschaften bei Nässe achten und wenn Sie sehr viel fahren, dann zählt auch der Verschleiß. Ein leiser und vom Fahrgefühl her komfortabler Reifen ist auf langen Fahrten auch sehr angenehm. Vielleicht wohnen Sie ja in den Bergen, wo es sehr oft schneit und benötigen im Winter einen richtigen Schnee- und Eisspezialisten, egal ob er auf trockener Fahrbahn etwas zu laut wird und ein wenig schneller abnutzt als der Testsieger. Und im Sommer brauchen Sie einen Reifen, der die kurvigen Strecken gut meistert. Oder wohnen Sie an der Küste, wo es im Winter nicht ganz so eisig wird, dafür aber feucht ohne Ende? Dann brauchen Sie im Winter einen echten Regenspezialisten, aber keine Bestnoten auf Eis oder auf trockener Fahrbahn.

Suchen Sie sich ihre 3 bis 4 Favoriten also beruhigt unter den ersten 8 des Reifentests aus. Das sind im Grunde alles prima Reifen. Achten Sie (neben dem Preis natürlich) auf die Eigenschaften, die für sie persönlich wichtig sind und nicht nur auf das Endergebnis eines Produkttests. Der ADAC sagt immer ganz richtig: Sicherheit geht beim Reifenkauf vor Preis. Trotzdem spricht nichts dagegen, wenn Sie preisbewusst einkaufen. Wenn Sie darauf achten, dass die Testnote unter 3 liegt, dann können Sie davon ausgehen, dass der Reifen sicher ist. Sie können also beruhigt unter den besten 8 bis 10 den günstigsten Reifen auswählen.

Bei der Suche nach Ihren persönlichen Reifen-Favoriten helfen Ihnen sicherlich gern auch Kollegen, Freunde, Medien und das Internet. Geben Sie die von ihnen genannten Reifennamen doch mal bei einer Suchmaschine ein, um noch mehr darüber zu erfahren. Schließlich ist der ADAC-Test nicht der einzige Produkttest und oft findet man noch persönliche Erfahrungsberichte in Foren oder z.B. auch bei www.reifentest.com.

Ganzjahresreifen nicht die besten aber auch nicht unbrauchbar

Produktbild von Amazon Ganzjahresreifen sind im Grunde Winterreifen mit einer speziellen Gummimischung, die im Sommer nicht ganz so weich wird und mit einem Kompromiss-Profil, das zumindest mit feuchten Winter- und Sommerbedingungen gut zurechtkommt.

Bei den Produkttests landen Ganzjahresreifen regelmäßig auf den letzten Plätzen. Einige besonders gute finden sich neuerdings aber auch schon im Mittelfeld. Warum? Weil sie keine ausgemachten Schneespezialisten sind und daher im Vergleich zu Winterreifen immer die schlechtere Schnee-Bewertung bekommen. Das Reifenprofil soll ja schließlich auch für den Sommer taugen, da muss man Kompromisse machen.

Ganzjahresreifen haben den Vorteil, dass man sich den regelmäßigen Reifenwechsel und damit vor allem den Stress im Herbst erspart. Im Winter, wenn es schneit, sind sie mit Vorsicht zu genießen, aber bei normalen Verhältnissen (Nässe, Schneematsch, angepasste Fahrweise) und nach meinen mehrjährigen persönlichen Erfahrungen sind sie vollkommen ausreichend. Im Sommer kommt man bei normaler Fahrweise ebenfalls sehr gut damit zurecht.

Im direkten Vergleich würde man merken, dass Ganzjahresreifen im Sommer etwas lauter und bei extremer Fahrweise nicht ganz so gut sind, wie ein guter Sommerreifen. Und wenn es im Winter so richtig geschneit hat, dann sind sie mit fast jedem (auch ganz billigem) Winterreifen besser bedient als mit dem Ganzjahresreifen. Also: Bei weniger extremen Wetterlagen und bei normaler Fahrweise sind sie gut und genügen damit auch den gesetzlichen Vorschriften (M+S-Symbol vorausgesetzt). In Extremsituationen fühlt man sich mit richtigen (guten) Sommer- bzw. Winterreifen aber sicherer.

Der Größte Manko der Ganzjahresreifen liegt meiner Ansicht nach beim Verschleiß, insbesondere im Sommer, wenn das Gummi vielleicht etwas zu weich wird. Wer viel Langstrecke fährt (vor allem auch im Sommer), der wird alle 3 Jahre neue Ganzjahresreifen brauchen. Bei diesen Reifen rächen sich schlechte Stoßdämpfer oder eine falsch eingestellte Spur in kürzester Zeit, weil sie dadurch ungleichmäßig verschleißen und somit noch schneller unbrauchbar werden.

Beim Zweitwagen, mit dem man vielleicht nur in der Stadt unterwegs ist oder zumindest keine weiten Strecken fährt, kann sich die Anschaffung von Ganzjahresreifen aber lohnen. Von den Nachteilen eines Winterreifens im Sommer spürt man bei langsamer Fahrt in der Stadt nichts und im Winter sind die Straßen in der Stadt meist gut geräumt und durch die Kanalisation quasi von unten beheizt. Das relativiert den Nachteil bei Schnee. Und wenn man keine langen Strecken fährt, fällt der Faktor "Abnutzung" auch nicht so stark ins Gewicht. So spart man sich den alljährlichen Reifenwechsel für die nächsten 5 bis 6 Jahre.

Reifen online kaufen und Preise vergleichen

Jetzt, da Sie (hoffentlich) wissen, was sie wollen, fehlt also nur noch ein Anbieter, der Ihnen genau diese Reifen verkaufen kann. Ich persönlich favorisiere bei allen Vorhaben ja nach Möglichkeit die regionalen Betriebe. Vielleicht haben Sie ja auch eine Stammwerkstatt, wo Sie einfach freundlich bedient werden und wo man Ihnen auch gerne einen guten Preis macht.

Wenn Sie die Reifen wirklich günstig bekommen wollen (ohne Qualitätseinbuße natürlich), dann sollten Sie auch mal über den regionalen Tellerrand hinaus schauen. Also begeben wir uns wieder ins Internet, um die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen. Und wenn wir schonmal da sind, dann kaufen wir doch gleich ein. Und zwar bin ich auf der Suche nach den günstigsten und besten Reifenhändlern immer wieder auf das folgende Angebot gestoßen, das ich Ihnen inzwischen aus mehrfacher eigener Erfahrung wirklich wärmstens empfehlen kann:

reifendirekt.de

Reifen bei ReifenDirekt.de

Das Sortiment umfasst über 100 Reifenmarken, bzw. über 20000 Reifentypen sowie Kompletträder mit Stahlfelge oder auch diverse Alufelgen in unterschiedlicher Preisklasse, passend für wenigstens 40 Auto- und Motorradmarken. Es gibt auch Reifen für LKWs.

Die Preise sind supergünstig. Und die Lieferkosten sind darin sogar schon enthalten!  ADAC-Mitglieder bekommen auf diesen ohnehin schon sehr günstigen Preis nochmal 3% Rabatt. Sie zahlen einfach und bequem per Kreditkarte, Überweisung, Scheck, Lastschrift oder Rechnung.

ADAC-Mitgliedschaft und Leistungen

Die Werkstätten in meiner Nähe können bei Weitem nicht mit den ReifenDirekt-Preisen mithalten. Sie sprechen von hohen Einkaufspreisen und Frachtkosten für die Lieferung. Es ist verständlich, dass die Werkstatt auch Gewinn machen muss. Aber wenn man mir irgend einen Billigreifen andrehen will, der zufällig grade auf Lager ist, dann mag ich nicht mehr länger verhandeln und wende mich an den Großhändler im Internet.

Reifenmontage-Datenbank

Als Privatmensch werden Sie sich sehr schwer tun, wenn Sie einen Reifen von der Felge herunter ziehen und einen neuen Reifen montieren wollen. Aber kein Problem. Bei ReifenDirekt suchen Sie sich aus einer umfangreichen Datenbank einen günstigen Montagepartner in Ihrer Nähe aus. Dabei kriegen Sie die Montagekosten und die Entfernung auch gleich online angezeigt, so dass Sie einen guten Kompromiss zwischen Montagepreis und Entfernung (Benzinpreis) finden können. Sehr wahrscheinlich findet sich auch in Ihrer Nähe eine supergünstige Werkstatt, die Ihnen die neuen Pneus für 10 Euro pro Reifen (oder noch günstiger) montiert und wuchtet.

Ach so, sie haben selbst noch Reifen und suchen eigentlich nur jemanden, der sie günstig montiert? Auch kein Problem. Die Montagepartner-Datenbank ist nicht von einem Reifenkauf abhängig. Sie können sie jederzeit nutzen.

Aber vielleicht möchten Sie die Reifen zwar günstig Einkaufen, aber dann doch lieber in Ihrer Stammwerkstatt montieren lassen. Das ist kein Problem. ReifenDirekt schickt die Reifen entweder an Sie oder an die Adresse/Werkstatt Ihrer Wahl. Sie müssen dann nur noch dort anrufen und einen Montagetermin ausmachen. Die Lieferung dauert in der Regel nur 2 bis 3 Tage. Vereinbaren Sie am besten mit der Werkstatt, dass sie sich bei Ihnen meldet, sobald die Reifen da sind. - Keine Angst, die Werkstattbetreiber kennen das inszwischen und sind normalerweise nicht beleidigt, wenn Sie die Reifen im Internet kaufen. Besprechen Sie das aber unbedingt rechtzeitig vor der Bestellung im Internet, am besten mit dem Chef. Ich habe neulich nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Werkstatt den Reifen tatsächlich noch günstiger besorgen konnte, wodurch die Montage dann quasi kostenlos war. Man muss eben nur freundlich miteinander reden.


Der richtige Zeitpunkt für Schnäppchenjäger

ReifenDirekt.deDie allgemeine Faustregel für den Reifenwechsel lautet: "Von O bis O". Damit ist gemeint: Von Ostern bis Oktober fährt man mit den Sommerreifen. Von Oktober bis Ostern fährt man mit Winterreifen. Die langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass in den gemäßigten Höhenlagen Deutschlands (bis 400 m ü.N.N) die Monate November, Dezember, Januar, Februar, März klare Winterreifenmonate sind.

Wenn man Reifen günstig kaufen will, dann ist es ähnlich wie beim "Klamottenkauf". Es zählt der richtige Zeitpunkt. Oberstes Marktgesetzt ist folgendes: Angebot und Nachfrage regulieren den Preis. Ist die Nachfrage sehr groß, dann steigen die Preise. Wer also wie viele andere auch seine Reifen genau dann kauft, wenn er sie dringend braucht (kurz vor oder nach Saisonbeginn), dann zahlt er den höchsten Preis. Insbesondere bei den Winterreifen beginnt mit dem ersten großen Frosteinbruch der "Run" auf die Werkstätten und die Reifenhändler. Zum hohen Preis kommen dann ggf. noch Wartezeiten.

Wer pünktlich im Herbst neue Winterreifen kauft, der ist doppelt belohnt: Die Reifen haben normale Preise und er fährt auf Nummer sicher. Und wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass Sie einen ganz bestimmten und besonders beliebten Reifen bekommen, dann fragen Sie schon im September nach, wenn die Händler gerade beginnen, die Winterreifen einzulagern. Zu dieser Zeit können die Reifen noch zusammen mit den anderen bestellt werden, ohne dass zusätzliche Frachtkosten entstehen.

Aber wer sagt denn, dass man Reifen sofort nach dem Kauf auch montieren muss? Warum kaufen Sie Ihre Reifen nicht grundsätzlich außerhalb der teuren Saison? Die Verkäufer studieren das Käuferverhalten und passen sich optimal daran an. Wie wäre es also, wenn wir Käufer mal einen näheren Blick auf das Verkäuferverhalten werfen. Das sieht (vereinfacht) so aus: Rechtzeitig vor dem großen Geschäft wird das Lager gefüllt. Der Spielraum für den Zeitpunkt ist nicht all zu groß, da Lagerraum kostbar ist. Aber man versucht natürlich günstige Einkaufspreise zu erlangen. Irgendwann ist das Geschäft mit den Winterreifen vorüber. Dann ist es Zeit, das Lager mit Sommerreifen zu füllen. Je nach dem wie gut einzelne Händler kalkuliert hatten, befinden sich im Lager noch einige Winterreifen. Und die müssen jetzt weg, denn zum einen wird der Lagerplatz benötigt und zum anderen gibt es im nächsten Jahr schon wieder neue und verbesserte Reifenmodelle. Die alten lassen sich dann nicht mehr so gut verkaufen. Also machen die Händler zum Saisonende hin gute Preise. Der "Winterreifenschlussverkauf" beginnt. Anders als in der Modebranche wird hier aber nicht ein solches Trara darum gemacht.

Der Zeitraum für Winterreifen-Schnäppchenjäger lässt sich nicht genau festlegen. Er hängt stark vom Wetter und vom jeweiligen Händler ab. Wenn nach einem lauen Winterbeginn im Januar/Februar doch noch der große Frost einbricht, dann freuen sich die Händler über Nachzügler und nehmen hohe Preise. Wirkt sich aber die globale Erwärmung derart aus, dass wir schon ab Mitte Januar allenfalls herbstliche Temperaturen haben, dann sinken die Verkaufszahlen bei Winterreifen dramatisch ab und damit sinken auch die Preise. Ich selber bin kein Marktexperte und kann Ihnen daher an dieser Stelle nicht genau den optimalen Zeitpunkt nennen. Aber als Schnäppchenjäger beobachten Sie ja sicher selbst die Preise bei verschiedenen Händlern. Schlagen Sie zu, bevor der Wunsch-Reifen ausverkauft ist und sehen Sie zu, dass Sie im Winter nicht mit Sommerreifen herumkutschen.

Bei den Sommerreifen sieht es deutlich entspannter aus. Die braucht man ja nicht ganz so dringend. Irgendwann ab April (oder sogar schon im März) kommt man zu der Überzeugung, dass es nun wohl keinen strengen Frost mehr geben wird und dann kommen wieder die Sommerreifen dran. Eventuell entscheidet man sich für einen Satz neue Sommerreifen. Man geht die Sache in Ruhe an. Es gibt ja kein Gesetz, das einen zum Reifenwechsel zwingt. Man könnte auch einfach die Winterreifen drauf lassen und ihnen "den Rest geben", bevor man gegen Herbst dann neue kauft. Vergleichen Sie also in aller Ruhe die Preise. Schäppchenjäger schlagen im Herbst noch schnell zu und kaufen Sommerreifen, wenn die Reifenhändler das Lager für die Winterreifen räumen müssen.


Weblinks für Schnäppchenjäger:

Wenn Sie ganz genau wissen, welchen Reifen Sie kaufen wollen und die Beratung durch den Fachhändler zur Nebensache wird, dann schauen Sie mittels Internet noch ein Stückchen weiter über den Tellerrand hinaus und finden Sie z.B.



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