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GPS-NavigationsgeräteWas ist ein Navi? Was kann es alles?Für den Einsatz im Auto unterscheidet man grundsätzlich zwischen fest installierten Navigationsanlagen bzw. Bordcomputern, die noch relativ teuer sind und den mehr oder weniger preisgünstigen Mobilgeräten. Letztere erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das Grundprinzip ist bei beiden Gerätetypen gleich: Es handelt sich um einen kleinen Computer, der sehr detaillierte Daten aus digitalisierten Straßenkarten verwendet. Bei der Deutschlandkarte kann man davon ausgehen, dass sie sämtliche befahrbaren Straßen enthält. Dazu kommt sogar mancher Wege - oder besser gesagt Feld- Wald- und Wiesenweg - der kaum oder zeitweise sogar gar nicht mit einem normalen PKW befahren werden kann oder soll. Auf einem Bildschirm werden Ausschnitte der Karte in variabler Vergrößerung angezeigt. Außerdem kann der Computer je nach Vorgabe z.B. den kürzesten oder den schnellsten Weg von einem Ort zum anderen berechnen und die Route entweder in die Karte einzeichnen oder die Fahrtstationen in Textform auflisten. Bei der Routenplanung kann man eine Adresse (Ort, Straße, Hausnummer) angeben oder sich zur Kreuzung zweier Straßen bzw. einfach in den Stadtkern führen lassen. Oder man sucht das Ziel direkt auf der elektronischen Landkarte. Bei einigen Geräten kann man auch die gewünschte Position in Form von geographischen Längen- und Breitengraden eingeben. Eine solche elektronische Straßenkarte mit automatischem Routenplaner ist eigentlich schon sehr praktisch. Aber die Geräte können noch viel mehr. Es ist nämlich auch ein GPS-Empfänger eingebaut. GPS heißt Global Positioning System. Dies ist ein ursprünglich rein militärisches System der USA, welches am 2. Mai 2000 auch für zivile Zwecke freigegeben wurde. Es umfasst derzeit knapp 30 voll funktionsfähige Navstar-Satelliten. Weitere, verbesserte - GPS-Satelliten sind in Vorbereitung und werden ggf gestartet, wenn die älteren Satelliten nach und nach ausfallen. Für die Zukunft steht bereits ein europäisches Satellitensystem (Galileo) in den Startlöchern, welches ungefähr die doppelte Genauigkeit verspricht. In Fernsehkrimis hört man oft von der Ortung eines Fahrzeuges auf Grund seines GPS-Signals. Als Verwender eines Navigationsgerätes muss man aber keine Angst haben, dass man ggf. geortet und ausspioniert werden kann. Navis enthalten nur einen GPS-Empfänger, aber keinen Sender. Will man zum Beispiel zur Diebstahlsicherung einen GPS-Empfänger verfolgen, so muss dieser z.B. per Handy (GSM-Modul) oder auf einer sonstigen Funkfrequenz seine aktuelle Position senden. Das tun preiswerte Navis ganz sicher nicht. Mit Hilfe der empfangenen Satellitensignale wird mehrmals pro Sekunde der aktuelle Standort auf derzeit ca. 15 bis 20 Meter genau bestimmt. Die Genauigkeit hängt stark davon ab, wieviele Satelliten empfangen werden und ob deren Signal ohne Unterbrechungen und ohne Ablenkung durch Gebäude oder Bäume beim Empfänger ankommt. Während der Fahrt errechnet der Computer aus den Positionen auch die aktuelle Geschwindigkeit und Fahrtrichtung. Diese vergleicht er mit der Fahrtroute auf der
Digitalen
Karte und macht Vorschläge, wohin man an der nächsten Abbiegung fahren soll. Diese Vorschläge werden sowohl auf dem Bildschirm angezeigt als auch mittels Sprache ausgegeben ("Nach
400 Metern - biegen Sie links ab..."). Bessere (und kostspieligere) Geräte vermögen Staumeldungen abzurufen (z.B. per Bluetooth-Handy übers Internet oder mittels digitalem Rundfunkempfang; "TMC"). Sie kennen zudem die jeweiligen Tempolimits und ggf. auch die Positionen der Blitzer. Manches Navi dient auch per Bluetooth als Freisprecheinrichtung fürs Handy. Damit das ordentlich klingt, bedient man sich des im Auto eingebauten Radios und dessen Lautsprecher. Wie geht das ohne Kabel? Natürlich mit einem UKW-Sender. Man stellt im Radio nur noch die Frequenz ein, auf der das Navi sendet und schon hat man den perfekten Klang für alle Ansagen und die Freisprechanlage. Für etwas Unterhaltung während der Fahrt sorgt ggf. der im Navi integrierte MP3-Player. Und wenn man schon ein Mikrofon für die Freisprecheinrichtung verwendet, dann nutzt man es auch für die Spracheingabe, so dass man auch während der Fahrt ohne Sicherheitsrisiko bestimmte Funktionen per Sprachbefehl abrufen kann. Tomtom zeichnet zudem anonyme Daten über die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten auf (IQ-Routes™). Damit wird die Berechnung der
Fahtzeiten und der optimalen Route noch genauer und es können besonders kraftstoffsparende Routen berechnet werden. Neu ist noch die Funktion "Fahrspurassistent". Hier soll der Fahrer dabei unterstützt werden, sich rechtzeitig korrekt einzuordnen. Das klappt aber nur mit entsprechend genauen und topaktuellen Kartendaten. Damit die GPS-(Satelliten-) Ortung optimal funktioniert, müssen möglichst viele Salelliten störungsfrei empfangen werden. Dazu sollte die Antenne unter möglichst freiem Himmel betrieben werden. In der Regel hat man aber mit der eingebauten Antenne eines Mobilgerätes im gesamten Auto bereits brauchbaren bis sehr guten Empfang. Am zweckmäßigsten ist die Befestigung von mobilen Navis in Fensternähe, wobei eine direkte Sonneneinstrahlung jedoch vermieden werden sollte, damit sich zum
einen natürlich das elektronische Gerät nicht zu sehr aufheizen kann und andererseits der Bildschim
gut ablesbar
ist. Weniger praktisch sind Mobilgeräte in Autos mit metallbedampften Scheiben. Hier benötigt man zumindest eine externe GPS-Antenne Während der Fahrt sollte man das Gerät nicht bedienen (außer es verfügt über Spracheingabe), denn das lenkt ungemein ab. Aber man sollte es trotzdem nicht zu weit weg positionieren. Der Bildschirm sollte ergänzend zur Sprachausgabe immer möglichst mühelos ablesbar sein. Rechtshänder werden das Navi am besten auf dem Armaturenbrett unterhalb vom Rückspiegel unterbringen. Linkshänder bevorzugen vielleicht ein Plätzchen links vom Lenkrad neben dem Fensterholm. SicherheitsaspekteWenn das Navi noch ganz neu ist, dann ist die Verleitung außerordentlich groß. Sie schauen immer wieder aufs Display und sind dadurch abgelenkt. Reißen Sie sich zusammen. Hören Sie hauptsächlich auf die Sprachausgabe und stellen Sie das Display am besten so ein, dass während der Fahrt nur die ganz wesentlichen Informationen angezeigt werden. Und natürlich gilt während der Fahrt auch ganz dringend: "Hände weg vom Navi!" Wenn Sie sich während der Fahrt für ein neues Ziel
entschieden haben oder sonstige Eingaben machen müssen, dann überlassen Sie das Ihrem Beifahrer. Sind Sie allein, dann halten Sie eben mal an. Mein Navi heißt "Enie" - Kleiner ErfahrungberichtWenn ich das Haus verlasse, dann sage ich zu meiner Frau: "Ich nehme Enie mit", damit meine ich unser mobiles Navigationsgerät. Ich habe mir von der TomTom Website nämlich zusätzlich die Ansagen-Stimme von Enie van de Meiklokjes heruntergeladen. Das hat knapp 5 Euro gekostet, aber das macht sich bezahlt. Enie hat eine hohe und sehr klare Stimme, die ich im Auto auch dann noch gut verstehen kann, wenn ich das Navi leise eingestellt habe oder die Kinder auf den Rücksitzen Radau machen. Außerdem verbreitet Enie mit jeder ihrer fröhlichen Ansagen gute Laune im Auto. Kleines Beispiel: Drückte ich im Stimmenmenü meines TomTom auf den Test-Button, dann begrüßt sie mich wie folgt: "Hallo ich bin die Enie. Sie wollen mich mitnehmen? Das ist toll. Aber ich kann keine Karten lesen. Ich hoffe wir kommen an." - Aber keine Angst. Das Gerät kennt den Weg und legt Enie immer die passenden Worte in den Mund. Leider, leider leider steht Enies Stimme derzeit bei TomTom nicht mehr zur Verfügung. Man findet dort allerdings eine große Auswahl anderer Stimmen. Zum Einen gut gemachte Promi-Imitate, wie die Kanzlerin und Verona Pooth. Zum Anderen hunderte kostenlose Stimmen, die von anderen TomTom-Kunden hochgeladen wurden. Als ich vor ein paar Jahren mein erstes Navi bekam, änderte sich damit mein ganzes Autofahrerdasein. Wenn ich früher irgendwo hin fahren sollte und mich dort nicht so genau auskannte, dann habe ich mir den Weg im Straßenatlas oder Online bei Google-Maps angeschaut und mir ggf. Notizen gemacht. Das klappte meist, aber manchmal kam bei dieser Methode auch ganz schön Stress auf. Wenn meine Frau mitfuhr, dann waren wir selten einer Meinung über den Weg. Und wenn man in einen Stau kam, dann hat man es sich drei mal überlegt, ob man eine andere Strecke fährt und dabei riskiert, sich zu verfahren. Mit dem Navi läuft das jetzt viel entspannter ab. Zu Hause wird das Gerät vorbereitet. Damit steht die Strecke zunächst mal fest und es erübrigt sich jede weitere Diskussion. So entspannt und gut gelaunt kann die Fahrt beginnen. Das Problem löste ich übrigens mit einem dünnen Stift, den ich von unten in eine kleine Öffnung des Gerätes steckte um einen Reset durchzuführen. Danach startete das Navi wieder und angenehmerweise waren auch noch alle gespeicherten Adressen da. Ja, auch Navigationsgeräte sind nur Computer und die können ja bekannterweise hin und wieder mal einen "Hänger" haben. Im Gegensatz zu vielen anderen Navis und PDAs, die auf Windows-Basis laufen, basiert das Betriebssystem der TomTom
Navis
auf Linux. Das schützt aber offenbar weder vor Systemabstürzen, noch vor einer lizenzrechtlichen Auseinandersetzung mit Microsoft. Das aber nur am Rande. So tief will ich gar nicht in die Technik der Navigationsgeräte eindringen. Was man sonst noch so wissen sollte...So mit Schmackes um die Kurve und plötzlich sitzt "Enie" bei mir auf dem Schoß....
Gute Navis behelfen sich unter Brücken und im Tunnel durch eine Simulation der Fahrstrecke, wodurch sie noch für einige hundert Meter aussagefähig bleiben. Bei dauerhaft schlechtem Empfang kann das Navi aber nicht mehr funktionieren. Um dem entgegenzuwirken, benötigen Sie bei ungünstiger Empfangslage eine externe Antenne. Die allermeisten Navis haben daher einen entsprechenden Anschluss. Aber nur selten ist die Antenne im Lieferumfang erhalten und muss für ca. 10 bis 30 Euro nachgekauft
werden. Der GPS-Empfang verbessert
sich durch eine Außenantenne aber dramatisch, so dass die Navigation auch unter weniger guten Bedingungen möglich bleibt. Im Tunnel und in der Tiefgarage haben die GPS-Signale allerdings auch mit externer Antenne keine Chance.
Welches ist das beste Navigationsgerät?
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1. TomTom XL Black Edition
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2. Tomtom XL 2 IQ Routes
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Kein Bestseller, aber ein Funktionsriese:
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Wenn Sie nach einer Entscheidungshilfe für den Kauf eines GPS-Navigationsgerätes suchen, dann sollten Sie eigentlich schauen, was andere Kunden so sagen. Ich empfehle die Rezensionen und Kundenbewertungen bei Amazon. Im folgenden ein Link zu GPS-Navis mit mindestens 4 Sternen:
Achten Sie aber darauf, dass mindestens 3 Bewertungen/Rezensionen von unterschiedlichen Kunden vorliegen. Ansonsten ist das Ergebnis zu ungenau. Je mehr Bewertungen vorliegen, umso näher liegt das Ergebnis an der Wahrheit und um so umfassender werden Sie informiert.
Man sollte meinen, dass teure Navigationsgeräte grundsätzlich die besseren bzw. aktuelleren Kartendaten mitbringen. Aktuelles Kartenmaterial sollten Sie aber schon bei einem günstigeren Gerät voraussetzen. Der Unterschied liegt vielmehr in der Zusatzausstattung. Billige Geräte sollten die Grundfunktion enthalten, also Navigation von A nach B. Teure Geräte können darüber hinaus beispielsweise:
Ob man ein Navi mit allen Schikanen braucht und ob man das Geld dafür ausgeben will, das hängt vom persönlichen Geschmack ab. Wenn ich schon über 800 Euro für ein Navi erübrigen kann, dann hefte ich es sicher nicht mittels Saugnapf an die Frontscheibe. Wenn schon, dann lasse ich mir eine ordentliche Halterung und eine Außenantenne installieren und dieses dann auch fachmännisch verkabeln. Wenn ich aber aufs Geld achten muss, dann verzichte ich lieber auf die Spielereien und achte
nur auf aktuelles Kartenmaterial, gute Ablesbarkeit und zügige Routenberechnung. Außerdem darf die Halterung keinen zu billigen Eindruck machen.
Alles Gute und kommen Sie immer heil an!
