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Festplattenrecorder bzw. HD- Recorder

Was ist ein Festplattenrecorder? Was kann man damit machen?

"HD" steht an dieser Stelle zunächst mal nicht für "High-Definition", sondern für "HardDrive". Eigentlich ist das die "umgangssprachliche" Kurzform der Abkürzung "HDD".für Hard-Disk-Drive. Wie dem auch sei - damit ist eine Festplatte gemeint. Bisher setzte man Festplatten nur als Massenspeicher in Computern ein. Doch im Zuge der Digitalisierung wird die Computertechnik längst auch in der Unterhaltungselektronik eingesetzt. Ein HD-Recorder bzw. ein Festplattenrecorder zeichnet das Fernsehprogramm also auf Festplatte auf. Kauft man sich heute ein solches Gerät, so stellt es die ideale Alternative zum veralteten Videorecorder dar.

Festplattenrecorder wie man sie schon seit mehreren Jahren im Handel findet, sind üblicherweise Kombinationsgeräte, die einen DVD-Recorder und einen HD-Recorder in sich vereinigen. Diese Kombination hat den Vorteil, dass man zum einen DVDs und Video-CDs abspielen kann. Zum anderen kann man auch auf DVD aufzeichen und somit Programme archivieren oder für eigene Zwecke vervielfältigen. In der Regel ist es möglich, ein Programm sowohl direkt auf Festplatte als auch direkt auf DVD aufzuzeichnen. Außerdem kann man von Festplatte zu DVD und umgekehrt kopieren, soweit dies nicht durch einen Kopierschutz verhindert wird.

Im Zeitalter des High-Definition Fernsehens sollte man natürlich ein Gerät wählen, das zumindest mit einem Double-Layer-DVD Laufwerk ausgerüstet ist. Noch besser wäre ein modernes Blue-Ray-Disc Laufwerk. Und soweit Sie jetzt oder in Zukunft ein digitales Signal von einem externen Receiver aufnehmen oder einen digitalen Bildschirm anschließen wollen, empfiehlt sich unbedingt ein HDMI-Anschluss.

Üblicherweise haben Festplattenrecorder - ganz genau wie der gute alte Videorecorder - ein eigenes Empfangsteil, damit man Sendungen unabhängig vom Fernseher aufzeichnen kann. Vor dem Digitalisierungs-Boom wurden die Sat-Empfänger aber nicht berücksichtigt und so sind diese Geräte bis heute meist nur mit einem analogen Kabeltuner ausgestattet.

Ein eigenes Empfangsteil ist vor allem notwendig, wenn man den Timer verwenden möchte. Sobald man digitales Kabelfernsehen, DBT-T oder Sat-TV empfängt, benötigt man einen speziellen Receiver bzw eine sog. Settop-Box. Der Festplattenrecorder wird dann per HDMI oder schlimmstenfalls per Scartkabel daran angeschlossen. So kann man das Signal von der Box zwar aufzeichnen, aber nur in den allerseltensten Fällen lässt sich die Box vom Recorder fernbedienen. Bei Timeraufnahmen ist man also stark eingeschränkt. Evtl. geht es sogar überhaupt nicht, da bei der Timeraufnahme ein Programmplatz des Tuners ausgewählt werden muss und die Option "von externem Gerät aufnehmen" nicht zur Verfügung steht!

Wenn Timeraufnahmen für Sie also eine Rolle spielen, dann sollten Sie nicht unbedingt zum Festplattenrecorder greifen, sondern ein Gerät mit dem passenden Empfangsteil auswählen. Wenn Sie eine "Schüssel" haben (Satellitenanlage), dann benötigen außerdem Sie für Ihren zweiten Sat-Empfänger auch einen zweiten LNB, bzw einen Doppel-LNB.

Sie finden im Handel keinen "Festplattenrecorder mit Sat-Empfangsteil". Jedenfalls nicht unter dieser Bezeichnung. Sie finden aber inzwischen Sat-Empfänger oder DVB-T-Empfänger mit integrierter Festplatte oder mit Aufnahmefunktion und Anschluss für eine externe USB-Festplatte. Das ist im Prinzip das selbe. Aber da die Betonung nicht auf "Recorder" liegt, sondern auf "Receiver", ist die Aufnahmetechnik nur Beiwerk und somit nicht so ausgefeilt wie beim richtigen Festplattenrecorder. Sie können Sie oft nur aufnehmen und wiedergeben. Es fehlen die Videoschnittfunktionen. Zudem gibt es keine Geräte mit integriertem Disc-Laufwerk, so dass man die Aufzeichnungen nicht direkt auf DVD (oder womöglich Blue-Ray) archivieren kann.

Im Augenblick scheint es noch Mode zu sein, dass man für alles ein Extragerät kaufen soll. So verdient die Geräteindustrie ja auch am meisten Geld. Kauft man alle Geräte vom selben Hersteller, dann arbeiten diese evtl. über HDMI oder notfalls per Bluetooth miteinander zusammen. Das Ergebnis ist ein Gerätefuhrpark sondergleichen.

Aber die Hersteller müssen sich am Kunden orientieren. Und wenn dieser ein leicht zu bedienendes Unterhaltungs- und Kommunikationssystem verlangt, dann kann es in Zukunft nur auf den Multifunktionalen Apparat hinauslaufen, der sowohl sämtliche üblichen TV- und Rundfunkempfangsfrequenzen beherrscht, also auch die Möglichkeiten des Internets nutzt.
 

Festplattenrecorder-Praxis

Auf modernen Gigabyte-Festplatten ist Platz für viele Stunden Filmmaterial in ausgezeichneter Qualität. Aus Kostengründen werden die Geräte heute noch gern mit 160 GB oder 250 GB Festplatten ausgestattet. Auf eine 250 GB-Festplatte passen 66 Stunden Film in voller DVD-Qualität bzw. in der vom Sender ausgestrahlten Qualität. Bei kaum spürbarer Qualitätseinbuße kann man diese Kapazität verdoppeln. Und im Longplaymodus können sogar 250 Stunden Film auf eine 250 GB-Festplatte aufgezeichnet werden, wobei die Qualität einer VHS-Cassette noch locker erreicht wird. Die Festplattenrecorder unterstützten meist eine solche Auswahl an verschiedenen Qualitätsstufen, da sie üblicherweise das analoge TV-Signal selbst digitalisieren. Bei digitalen Receivern (DVB-T, DVB-S) wird diese Stufe gern übersprungen, denn wozu sollte man ein digitales Signal nochmals digitalisieren? Also wird das Signal gern ohne lange Umwandlung direkt aufgezeichnet. So bleibt die Originalqualität erhalten, aber man kann keine Qualitätsstufen auswählen.

Dazu muss man wissen, dass die Sender das SD-Fernsehsignal (also das normale PAL-Programm) üblicherweise auch im für DVD verwendeten MPEG-2 Format ausstrahlen. Allerdings mit etwas unterschiedlichen, meist sehr hohen Komprimierungsraten. Auf eine 250 GB Festplatte passen also gut 80 bis 100 Stunden Film, also ca. 50 Spielfilme und ein paar Serien bzw. über 100 TV-Serien. HD-Sendungen benötigen aber je nach Auflösung mindestens doppelt soviel Platz. Mit 33 Stunden HD-Film ist die 250er Festplatte normalerweise voll. Immerhin sind das noch 20 Spielfilme. Der HD-Fan greift wohl lieber etwas tiefer in die Geldbörse und achtet auf eine große Festplatte mit min. 500 GB. Hierbei ist darauf zu achten, dass keine zu billige Festplatte verbaut wurde. Man erkennt es am störend lauten Geräusch der wahnsinnig schnell drehenden Festplatte und an der Hitzeentwicklung, die ihrerseits einen Lüfter notwendig macht, der den Lärmpegel nochmals ansteigen lässt...

Qualitätseinbußen beim digitalen Film machen sich übrigens nicht wie beim VHS-Videoband durch Bild- und Tonrauschen bemerkbar, sondern durch 'Ruckeln' und sogenante 'Artefakte' im Bild. Das liegt an der Art, wie die Daten komprimiert werden. Um die Informationen in kürzerer Form darstellen zu können und damit die Datenmenge zu reduzieren, wird zunächst die Bildauflösung reduziert. Dann wird nach Bildteilen gesucht, die sich nicht verändern. Gespeichert wird nur der Rest vom Bild, während der unveränderliche Bildblock einfach nur beibehalten wird. Je stärker man die Daten komprimiert, desto gröber wird die Auflösung und die Erkennung solcher Bildblöcke. Artefakte sind also Übrigbleibsel vom vorhergehenden Bild. Beim Sat-Empfang mancher SD-Sender sind recht deutliche Artefakte zu sehen. Von einem Fernsehbild in HD-Qualität erwartet man dagegen perfekte Qualität, weshalb eine weniger heftige Datenkomprimierung gewählt werden muss. Bei doppelter Auflösung wird daher rund das dreifache Datenvolumen benötigt.

Auf die Festplatte passen also run 50 Filme in guter Qualität. Und das ganz ohne die Notwendigkeit, jemals eine DVD ins Gerät einzulegen. So kann selbst meine Frau alle ihre Lieblingsserien aufzeichnen und problemlos so lange aufbewahren, sie endlich mal Zeit hat, sie anzuschauen. Wir sparen dadurch bergeweise DVDs und dabei sind die Filme immer gut aufgeräumt. Wenn man sich etwas davon anschauen will, dann schaltet man einfach nur das Gerät ein und wählt bequem aus einer Liste aus. Mit wenigen Tastendrücken und ohne erst nach einer Cassette oder DVD suchen zu müssen, hat man sein Wunschprogramm auf dem Schirm.

Nur wenn man einen Film wirklich dauerhaft aufbewahren (archivieren) will, dann zeichnet man ihn direkt auf DVD auf oder man verwendet die Festplatte als Zwischenmedium, schneidet evtl noch die Werbung heraus und kopiert das Ergebnis ohne Verluste auf DVD. Das geht allerdings nur mit einem entsprechend ausgestatteten Festplattenrecorder.

Da wir öfter von der Festplatte auf DVD kopieren, hatten wir beim Kauf des Gerätes darauf geachtet, dass es eine Schnellkopierfunktion besitzt. Das ist längst nicht selbstverständlich. Viele Geräte kopieren die Filme von und zur DVD nur mit einfacher Geschwindigkeit. Macht man des öfteren davon Gebrauch, dann nervt die Wartezeit. Der Recorder ist in dieser Zeit auch nur bedingt für andere Zwecke einsatzfähig. Und bei einigen Geräten kommt es zu Qualitätsverlusten, weil das Filmmaterial beim Lesen dekodiert und beim Schreiben wieder neu kodiert wird. Beim Schnellkopieren wird einfach nur die Datei kopiert. Dabei sind Verluste ausgeschlossen und es geht in doppelter bis sechzehnfacher Geschwindigkeit. Das hängt nicht zuletzt von den verwendeten DVDs ab. Ein 100-minütiger Film ist also z.B. bei vierfacher Geschwindigkeit in nur 25 Minuten überspielt. Auch das erfordert noch Geduld.

Wenn Sie sehr oft Filme auf DVD archivieren wollen, dann achten Sie beim Kauf auch auf ein modernes Blue-Ray-Laufwerk. Die bisher üblichen bespielbaren DVD-Medien haben eine Kapazität von 4,7 GB. Das reicht für 2 Stunden Film in guter Qualität, aber nur für eine Stunde in voller DVD-Qualität. Die Zwischenzeitlich verwendeten "Double-Layer"-Medien (DVD9) hatten mit 8,5 GB beinahe die doppelte Kapazität. In Zeiten des HD-TV setzt sich aber die noch effektivere Blue-Ray-Technologie durch, die im Single-Layer-Betrieb bereits 25 GB Daten fassen kann, was für 3-4 Stunden HD-Film bereits ausreicht. Sie sollten sich nicht mit weniger zufrieden geben, es sei denn, sie verwenden ausschließlich die Festplatte.

Im Gegensatz zur VHS-Cassette werden die digitalen Titel auf der Festplatte nicht einfach überspielt, wenn Sie etwas neues aufnehmen. Was Sie nicht behalten wollen, das müssen Sie explizit löschen, um damit den Platz auf der Festplatte wieder frei zu geben. Vorbei ist also die Zeit, als man aus Versehen etwas überspielt hat. Das macht die Bedienung einfach. Sie starten durch einen Knopfdruck die Aufnahme und der Festplattenrecorder zeichnet das Programm dort auf, wo er noch Platz hat. Einzig die Gefahr ist groß, dass man versehentlich mal etwas löscht. Denn hat man aus der Liste einen Film gewählt und dann die Löschfunktion bestätigt, dann gibt es kein Zurück mehr. Im Gegensatz zu guten alten VHS-Cassette dauert das Löschen nur einen Augenblick. Da gibt es dann nichts mehr zu retten.

Festplatten sind für ständiges Beschreiben und Löschen ausgelegt und Sie müssen sich keine Sorgen um etwaige Qualitätsverluste machen, egal wie oft Sie das Gerät nutzen. Auch Verluste durch Materialabrieb und dadurch verschmutzte Schreib/Leseköpfe gehören der Vergangenheit an. Die Schreib/Leseköpfe der Festplatte schweben dicht über der Oberfläche, ohne sie je zu berühren. Sie können also nach Herzenslust immer wieder und wieder und wieder aufnehmen, anschauen, löschen, wieder aufnehmen.....

Wenn Sie das Gerät allerdings wirklich sehr intensiv benutzen, dann müssen Sie damit rechnen, dass die Daten auf der sehr vollen Festplatte irgendwann extrem chaotisch verstreut werden. Der Fachmann spricht von einer "Fragmentierung" der Daten. Dadurch wird der Datenstrom stark verlangsamt und es kann zu Rucklern und Aussetzern im Film kommen. Bei einem Computer würde man nun ein Dienstprogramm zur Defragmentierung der Festplatte laufen lassen. Beim HD-Recorder gibt es das nicht. Es hilft nur eine Neuformatierung der Festplatte, wodurch diese komplett gelöscht und somit aufgeräumt wird. Das können sie durch einen Menübefehl selbst erledigen. Danach ist die Festplatte wieder wie neu. Natürlich müssen Sie alle Filme, die Sie behalten wollen zuvor auf DVD archivieren.

Haben Sie kleine Kinder? Dann werden Sie sicher ein Auge darauf haben, wann und wieviel sie schauen und welche Filme sie sich ansehen dürfen. Schön wenn Sie die Zeit haben, gemeinsam mit Ihren Kindern das jeweilige Live-Fernsehprogramm zu planen. Aber nach unserer Erfahrung kommen die gewünschten Sendungen nicht immer zur besten Zeit für die Familie. Dann muss man leider "Nein" sagen und die Kinder fangen an zu meutern, da sie nicht immer verstehen wollen, weshalb eine ausgesprochene Kindersendung zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht angeschaut werden darf. Schon damals hat man sich gern mit dem Videorecorder beholfen. Das Ergebnis war eine Cassettensammlung im Kinderzimmer. Hier leistet der Festplattenrecorder nun wieder beste Dienste. Mit Hilfe des Timers zeichnen wir das Fernsehprogramm für die Kinder grundsätzlich auf. Zu bestimmten Zeiten ist dann gemeinsam mit den Kindern "Kinozeit". Oder die Kinder bekommen von uns eine DVD mit der Zusammenstellung ihres Fernsehprogramms, welches Sie dann mit einem DVD-Player im Kinderzimmer anschauen können.

Unsere Empfehlung für Leute mit normalem Kabelempfang ohne HD-TV

Auf der Suche nach einem Gerät, das dies alles kann und dabei nicht teuer sein sollte, sind wir vor einigen Jahren auf den "Super Multi Format Recorder" LG RH-278H von LG Electronics gestoßen. Dieser hatte eine 250 GB große Festplatte und ein Single-Layer-DVD-Laufwerk. Zum Vergleich: Der ansonsten baugleiche LG RH-277H enthielt eine 160 GB-Platte. Der LG RH-278H kann Fernsehprogramme nicht direkt auf DVD aufnehmen. Mit diesem Gerät können TV-Sendungen nur auf Festplatte aufgezeichnet werden. Will man eine DVD haben, dann muss man die Sendung nach der Aufzeichnung von der Festplatte zur DVD kopieren. Das geht allerdings sehr schnell und ohne Qualitätseinbuße.

Mit "Super Multi Format" ist gemeint, dass dieses Gerät die folgenden Disk-Formate abspielen und beschreiben kann: DVD +/- R und RW, DVD-RAM, sowie DVD +R Double Layer. Des weiteren können die folgenden Formate abgespielt werden: DVDs, Video-CDs (VCD und SVCD), Audio-CDs, CD-R und CD-RW mit Dateien im Format JPEG, MP3, WMA und Div-X. Angenommen werden sowohl 8cm- als auch 12cm-Scheiben. Zusätzlich gibt es einen USB-Port. Hier kann ein USB_Stick eingesteckt werden. Von diesem können Dateien im Format MP3, WMA, JPG und Div-X auf die Festplatte übertragen werden. Der USB-Steckplatz unterstützt USB 1.1 und die Dateiformate FAT16 und FAT32. Bilder und Audiodateien können direkt vom Stick wiedergegeben werden. Filme (Div-X/AVI) können nicht direkt vom Stick angeschaut werden. Man muss sie erst auf die Festplatte kopieren. Von dort kann man sie dann direkt abspielen.

Der LG RH-278H kann im einfachsten Falle per Scartkabel mit dem Fernseher verbunden werden und passt damit sogar noch an eine alte Röhrenkiste. Ein Anschluss ganz einfach per Antennenkabel, wie man das vom Videorecorder kennt (HF-Modulator), ist allerdings nicht vorgesehen. Alternativ zur Scartbuchse kann man aber noch die Ausgänge für S-Video oder Component-Video (Y,Pb,Pr) verwenden. Hat man einen HDTV-Fernseher, dann kann die Bildauflösung am Recorder per Progressive Scan maximiert werden. Für entsprechend ausgestattete Digitalmonitore steht ein HDMI-Ausgang zur Verfügung.

HDMI ist ein Merkmal, auf das man schon beim Kauf eines HD-Recorders achten sollte. Bei solchen Geräten, die ja ohnehin digital arbeiten, ist so ein Anschluss eigentlich Standard. Man benötigt ihn zwar nur, wenn man einen entsprechend hochwertigen Fernseher hat oder von einer digitalen Quelle (DVB-T oder Sat-Receiver) aufzeichnen will, aber das Fehlen eines solchen Anschlusses zeugt bei einem HD-Recorder von übertriebener Sparsamkeit des Herstellers oder von veralteter Technik (oder beides). Man kann dann auch annehmen, dass auch bei der Festplatte und bei anderen wichtigen Baugruppen gespart wurde.

Wer eine Videokamera besitzt, der möchte vielleicht seine Filme auf die Festplatte oder direkt auf DVD überspielen. Für den bequemen und einfachen Anschluss einer Videokamera hat der LG RH-278H Cinch-Anschlüsse für Video und Audio/Stereo an der Frontseite. Zudem ist eine DV Buchse für den Anschluss einer Digital Videokamera ebenfalls an der Frontseite vorgesehen. Ich persönlich ziehe zwar den Videoschnitt am Computer vor. Aber immerhin ist es möglich, Videos in höchstmöglicher Qualität direkt von der Kamera aufzuzeichnen.

Selbstverständlich ist auch ein zweiter Scartanschluss vorhanden. Dieser ist in der Regel zum Anschluss von Zusatzgeräten vorgesehen, während der erste die Verbindung zum Fernseher herstellt. Typische Verwendung für den zweiten Scartanschluss ist ein Videorecorder, damit man z.B. seine alten Cassetten auf DVD überspielen kann. Hier kann aber auch der Satellitenempfänger bzw, ein Pay-TV-Decoder angeschlossen werden.

Beim Stichwort Satellitenempfänger bzw. DVB-S / DVB-T kommen wir leider zu einem Nachteil dieser Gerätegattung. Eingebaut ist ein ganz normaler analoger Kabeltuner für Fernsehempfang über normale Antenne und analoges Kabelfernsehen. Natürlich kann man das Gerät auch mit einem Sat-Receiver verbinden. Aber dann erfolgt die Senderauswahl über den Sat-Receiver und es ist im allgemeinen nicht mehr möglich, gleichzeitig ein Programm aufzuzeichnen und ein anderes zu sehen,. Abhilfe würde hier die Anschaffung eines weiteren Sat-Receivers schaffen. Dieser lässt sich aber nicht vom Recorder fernsteuern, so dass z.B. Timeraufnahmen nicht so komfortabel vorzunehmen sind. In Verbindung mit einem Philips-Sat-Receiver hatten wir außerdem ein Problem. Der Festplattenrecorder erkannte ein vermeintliches Kopierschutzsignal und verweigerte die Aufnahme jeglicher Sendungen. Wir empfehlen dieses Gerät daher wirklich nur für den Betrieb am ganz normalen Kabelfernsehen.

Etwas besser geht es mit dem Nachfolger, dem LG-RH398H. Dieser verfügt bereits über einen Double-Layer-DVD-Recorder und funktioniert problemlos mit dem externen Sat-Receiver.

Wo kann man das Gerät kaufen?



 

Sat-Receiver mit Festplatte, dann klappt's auch mit der Schüssel

Die Sattelitenempfangstechnik verhindert den vollen Genuß eines normalen Festplatten-DVD-Recorders. Bevor man einen Gedanken daran verschwendet, wie man mit dem Timer des Festplattenrecorders den Sat-Receiver aktiviert, und wie man vom Recorder aus die Senderwahl steuern soll, sollte man lieber an einen Festplattenrecorder mit Sat-Empfänger denken. Nun gibt es so etwas aber eigentlich noch nicht. Die genaue Bezeichnung ist nämlich "Sat-Receiver mit integrierter Festplatte" oder "Sat-Receiver mit Anschluss für eine externe Festplatte". Ein DVD-Brenner ist in solchen Geräten leider nicht vorgesehen und die Bedienung und die Funktionen des Recorderteils sind in der Regel zweitrangig.

Genauer genommen sollte es sich um einen Doppelreceiver mit Festplatte handeln. Durch den zweiten Receiver ist es möglich, ein beliebiges anderes Programm anzuschauen, während die Aufzeichnung des einen läuft. Dafür sollten Sie aber auch einen zweiten LNB an die Schüssel hängen. Nur dann kann der zweite Empfänger vom ersten vollkommen unabhängig agieren und sie können nun folgendes tun:

  • Ganz normal Sat-TV schauen, wie mit jedem anderen Sat-Receiver auch.
    Denn abgesehen vom Festplattenrecorder ist dies ja in erster Linie ein ganz normaler Sat-Receiver
  • Die laufende Sendung durch einen Tastendruck aufzeichnen.
    Vergessen Sie die Suche nach einer leeren Cassette oder DVD. Wenn Sie das laufende Programm aufzeichnen wollen, dann drücken Sie einfach nur die Taste "REC" auf Ihrer Fernbedienung.
  • Automatisches zeitversetztes Fernsehen (Time-Shift):
    Sie drücken die Pause-Taste, der Film bleibt stehen (und die laufende Sendung wird im Hintergrund aufgezeichnet). Sie drücken nochmal die Pause-Taste und der Film läuft weiter. Sie sehen die Aufzeichnung, während der Recorder die laufende Sendung weiter aufnimmt. Drücken Sie "Stop" oderschalten Sie um, dann endet die Aufzeichnung.
  • Timergesteuerte Aufzeichnung durchführen, wie beim Videorecorder.
    Sie programmieren Start- und Endzeit oder suchen sich eine Sendung aus der elektronischen Programmübersicht (digitale Fernsehzeitung). Das Gerät nimmt automatisch im Hintergrund auf. Sie können derweil ein anderes Programm anschauen oder spazieren gehen.
  • Während der Aufnahme ein beliebiges anderes Programm anschauen
    Schalten sie einfach um. Die Aufnahme läuft unabhängig davon weiter, schließlich haben Sie ja einen Doppel-Receiver.
  • Zwei Programme gleichzeitig aufnehmen.
    Beim Umschalten sind Sie auf noch einen guter Film gestoßen. Den wollen Sie ebenfalls aufnehmen? Kein Problem. Drücken Sie einfach wieder die Aufnahmetaste. Das Gerät zeichnet beide Sendungen gleichzeitig für Sie auf.
  • Während einer Aufnahme einen anderen Film von der Festplatte anschauen
    Wiedergabe und Aufnahme gleichzeitig ist bei der Festplatte überhaupt kein Problem. Sie können während der Aufzeichnung ins Festplattenmenü wechseln und einen beliebigen Film anschauen, auch den, der momentan grade aufgezeichnet wird.

Beispiel: Der Digicorder S2 von TechniSat.

Die preiswerte Ausführung hat eine 160GB-Festplatte und ist für den Empfang der ganz normalen Fernsehprogramme ausgelegt. Für die echten Filmfans gibt es aber auch eine HDTV-Version, die dann natürlich "etwas mehr" kostet... Optional wird dieser dann sogar mit einer 500GB-Festplatte angeboten. Laut einiger Forenberichte und Kundenrezensionen neigt die große Festplatte aber zu großer Hitzeentwicklung und macht ziemlich viel Krach. Aber für den normalen Hausgebrauch reicht die 160er Platte auch schon vollkommen aus. Die läuft nach eigener Erfahrung perfekt leise und entwickelt kaum spürbare Wärme.

Bei der ersten Inbetriebnahme hilft Ihnen ein Assistent. Er fragt die wichtigsten Grundeinstellungen ab. Dabei wird auch gleich nach einem Softwareupdate gesucht, was einige Minuten (nein mehrere Minuten... ach was sage ich, gut eine Stunde!) dauern kann... Am beste überspringen Sie den Softwareupdate erstmal. Den kann man gefahrlos auch später nachholen. Ansonsten sollten Sie aber froh über die automatische Softwareaktualisierung direkt vom Satelliten sein. Sie erspart Ihnen den Download aus dem Internet und anschließende Übertragung auf die Anlage per RS232 Kabel, wie man das noch von vielen anderen Sat-Empfängern kennt.

Es gibt inzwischen einige Sat-Receiver mit Festplatte auf dem Markt. Aber keiner hat wirklich einen vollwertigen Festplattenrecorder. Meist vermisst man z.B. eine Videoschnittfunktion. Der DigiCorder hat diese Funktion. Sie können aus Ihren Aufnahmen z.B. die Werbung herausschneiden oder mehrere Aufnahmen zu einem Film zusammenfügen. Das System arbeitet aber nicht sonderlich präzise. Die Scenenübergänge gelingen nicht immer. Und manchmal ist der Ton nach dem Schnitt nicht mehr synchron.

Aber der DigiCorder S2 hat einen USB-Anschluss, an den Sie beispielsweise einen USB-Stick oder auch eine externe Festplatte (FAT32!) anschließen können. Auch eine Direktverbindung zum Computer (USB-Linkkabel) ist machbar. So können Sie die Filme kopieren und dann im Computer (mit Hilfe entsprechender Software) weiterbearbeiten und schließlich auf DVD brennen. Die Datenübertragung über die USB-Buchse erfordert allerdings etwas Geduld. Auch die Umwandlung des digitalen Filmmaterials in ein DVD-taugliches Format kann je nach Software und Computer schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Sollte es nicht auf maximale Qualität ankommen, sondern auf die Einfachheit, dann können Sie über die zweite Scartbuchse auch einfach einen normalen DVD-Recorder anschließen und somit Ihre Filme direkt auf DVD kopieren.

Für den optimalen Empfang mit dem Twin-Receiver sollten Sie 2 LNBs haben. Ist das nicht der Fall, dann können Sie das beste aus der Situation machen und das Gerät an nur einem LNB betreiben. Das Signal wird dann vom ersten zum zweiten Receiver durchgeschleift. Sie sollten das Gerät bei der Erstinstallation entsprechend konfigurieren! Auch dann ist es möglich ein oder zwei Programme aufzuzeichnen und ein anderes anzuschauen. Aber da der LNB immer nur von einem Receiver gesteuert werden kann, wird die Auswahl der Programme beschränkt auf diejenigen, die mit der selben LNB-Steuerspannung empfangen werden können (also u.a. zumindest die selbe Polarisationsebene haben). Da die allermeisten TV-Sender horizontal polarisieren, kann die Auswahl noch sehr groß sein. Sollte eine Timeraufnahme wegen unterschiedlicher LNB-Steuerspannungen nicht starten können, dann wird man entsprechend gewarnt und kann entweder umschalten oder die Aufnahme verwerfen. Wie dem auch sei - ein zweiter LNB bzw. Doppel-LNB wäre besser. Eine Eigenart des Gerätes ist allerdings, dass jede Aufnahme und jeder Zugriff auf einen TV-Sender einen der beiden eingebauten Receiver voll auslastet. Man kann also nicht zwei Aufnahmen starten und dann noch ein drittes Programm anschauen. Man kann sich nur noch einen Film von der Festplatte ansehen.

Eines der schönsten Features des Technisat DigiCorders ist aber die hauseigene elektronische Programmzeitschrift "SiehFern INFO". Das ist mal eine richtig brauchbare Programm-Info und im DigiCorder zudem auch von der Darstellung her ganz toll umgesetzt. Damit kann man nicht nur ganz luxuriös den Timer programmieren. Das System ersetzt meiner Ansicht nach die Papierprogrammzeitschrift.

Zwei CI-(Common Interface-)Steckplätze sowie zwei Kartenleser, die auf das integrierte CONAX-Entschlüsselungssystem zugreifen, bieten eine wirklich gute Auswahl an Entschlüsselungsmöglichkeiten für Pay-TV und alternative Komprimierungsverfahren. Leider werden die kostenpflichtigen HD-Programme von Sat1, RTL und Co. nicht unterstützt. Sie verwenden HD+. Dieses kann unter Verwendung der integrierten CI-Schnittstellen nur über ein sogenanntes HD+ Legacy-Modul entschlüsselt werden, welches vor allem auch dafür sorgt, dass die HD+-Programme nicht aufgezeichnet werden. Ein Full-HD-Festplattenrecorder kann also nur die HD-Ausstrahlungen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF aufzeichnen. Für HD+ muss man zahlen, sieht im Grunde das Selbe wie beim normalen Fernsehprogramm einschließlich Werbung und darf es dann nichtmal aufzeichnen! Technisat unterstützt diese Vorgehensweise nicht und stattet den DigiCorder daher nicht mit dem Legacy-Modul aus. Man kann die HD+ Programme der privaten Sender also nicht damit empfangen. Aus Sicht des Kunden, der nicht intensiv ARD und ZDF schaut, ist der enorme Aufpreis für die beiden HD-Empfänger also allenfalls eine Investition in die ungewisse Zukunft. Ich persönlich würde zum heutigen Stand lieber auf das normale Gerät (ohne HD) zurückgreifen, wenn es nicht schon überalle ausverkauft wäre. Wenn es dann an der Zeit für HD+ ist, dann tut es vielleicht auch ein zusätzlicher HD+-Empfänger. Eine Liste der HD+-tauglichen Geräte findet man ja bei www.hd-plus.de

Weniger gut am Technisat DigiCorder fanden wir:

Die HD-Fassung (DigiCorder S2 PLUS) ist auf deutsch gesagt: "sauteuer". Dafür bekommt man zwar auch einen Full-HD-Doppelreceiver, aber eine für HD total unterdimensionierte 160 GB-Festplatte. Wenn es die große 500er Platte sein soll, dann muss man noch einmal ordentlich draufzahlen.

Die Fernbedienung hat ein äußerst gewöhnungsbedürftiges Design und kann nicht als Universalfernbedienung eingesetzt werden. Nichtmal die Grundfunktionen des Fernsehers wie Ein/Aus und Lautstärke sind programmierbar. Und es gibt keine Taste, um direkt in die Timeransicht zu gelangen. Es geht nur indirekt über das Menü. Das Menü kann aber nicht aufgerufen werden, solange noch eine Aufnahme läuft..Aber dafür funktioniert die Fernbedienung aus allen Lebenslagen. Man muss gar nicht so genau aufs Gerät zielen.

Wenn 2 Programme gleichzeitig aufgenommen werden, dann kann man kein drittes Programm anschauen, obwohl das technisch möglich ist (bei anderen Geräten geht es).

Im PVR-Menü sind alle Filme untereinander angeordnet. Immer nur ein paar pro Seite. Hat man viele Filme, dann muss man lange blättern. Man kann keine Unterordner anlegen. Zudem nervt die Filmvorschau, dir immer gleich losläuft und nicht angehalten werden kann.

Will man während einer Timeraufnahme das Gerät einschalten, dann kommt eine Abfrage, ob man die Aufnahme verwerfen will... Hier muss man sehr aufpassen. Anschließend kommt man zunächst nur zur Wiedergabe der laufenden Aufnahme und muss noch die TV-Taste drücken, um endlich zum normalen Fernsehprogramm zu gelangen.

Die meisten Sachen könnten mit einem Softwareupdate verbessert werden. Gegen die Fernbedienung hilft aber nur die Anschaffung einer passenden Universalfernbedienung.

Weblinks und Werbeanzeigen zum TechniSat DigiCorder

Preiswerte Alternative zum Technisat DigiCorder S2plus: Medion MD 26001

Nachdem es schwierig geworden ist, noch ein Gerät ohne HD-Auflösung zu bekommen, wir aber ein preiswertes Zweitgerät benötigen (also nicht das Geld für einen weiteren HD-Technisat ausgeben wollen), haben wir uns für ein Aldi-Angebot entschieden. Der Digital HD Satelliten Receiver Medion E24003 (MD 26001) war nach dem Auspacken und Anschließen sofort voll einsatzbereit, da die Sender bereits fertig eingerichtet waren. Die Erstinstallation konnte damit wegfallen. Auf Anhieb überzeugte die große und komplett deutsche Bedienungsanleitung. Die Fernbedienung hat eine übersichtliche und logische Tastenanordnung. Sie ist niedlich klein, was wir anfangs sehr gut fanden. Allerdings sind die Tasten derart klein und eng beieinander, dass ich sie nicht bequem mit dem Daumen bedienen kann, sondern immer spitze Finger machen muss. Schade, denn es handelt sich um eine sehr praktische Universalfernbedienung, mit der wir auch den Fernseher und andere Geräte bedienen können. Eines davon jedoch eher unfreiwillig. Der HD-Receiver benutzt den selben Fernbedienungscode wie unsere Mini-Hifi-MP3-Anlage von Roadstar. Drücke ich die Taste '7', dann schaltet sich das Radio ein.. OK drücke ich eben nochmal die '7', dann schaltet der Roadstar wieder ab. Notfalls deaktiviere ich das Radio mit dem Hauptschalter.

Dann aber der große Schreck am Anfang: Als ich nämlich alles schön angeschlossen und noch einiges eingestellt hatte, wollte ich sehen, wie das Bild so ist. Aber der Sat-Empfänger war so unempfindlich wie mein toter Backenzahn. Der Empfang mit 30% Signalstärke reichte gerade für ein paar der stärksten Transponder. Natürlich habe ich erst das Antennenkabel verdächtigt. Also alles nochmal abgefummelt und en anderes Kabel angeschlossen. Selber Effekt! Gerät also defekt? Als letzten Ausweg suchte ich nach Hinweisen im Internet. So kam ich zu dem Hinweis in der Medion-FAQ, wonach ein Softwareupdate das Problem lösen konnte. Ein Update per Satellit konnte ich bei dem Empfang aber gleich knicken. Nachdem ich die Firmware Version 57 von der Medion-Website heruntergeladen und per USB-Stick auf dem Receiver installiert hatte, war die Signalstärke bei 99% und auch die Signalqualität. lag bei über 90%. Entgegen der Anweisung in der Bedienungsanleitung habe ich das Gerät nach dem Softwareupdate übrigens nicht auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Es läuft trotzdem einwandfrei und ich habe mir damit viel Arbeit erspart. Denn durch das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen werden alle Einstellungen einschließlich Senderliste gelöscht. Werkseinstellungen sind eben bei diesem Gerät nicht gleichbedeutend mit "Auslieferungszustand". Trotzdem habe ich den Sendersuchlauf gestartet und damit die Senderliste noch um einige unwichtige Sender bereichert.

Nun ein dickes Lob an Medion: Im günstigen Preis von unter 250 Euro ist eine 500 GB Festplatte enthalten, die zudem ganz ruhig läuft. OK, im Dauerlauf wird sie ziemlich heiß! Einen lauten Lüfter gibt dennoch nicht. Man sollte die Lüftungsschlitze also immer schön frei halten. Wenn die Festplatte nicht verwendet wird, dann schaltet sie sich ab und das Gerät kann abkühlen. Ich denke, so kann man mit dem Temperaturverlauf im Gerät leben.

Leider hat kann man auch bei diesem Gerät (genau wie schon beim Technisat DigiCorder) keine Unterordner anlegen. Alle Aufnahmen befinden sich in einer langen Liste, sortiert nach Aufnahmedatum. Man kann weder die Sortierung ändern, noch die Filme in der Liste umbenennen. Eine Vorschau wie beim Technisat gibt es auch nicht. Nichtmal ein Vorschaubildchen. Spartanische Funktionalität, würde ich sagen.

Dieses Gerät behandelt jede Aufnahme wie eine Timeraufnahme. D.h. wenn man ein TV-Programm sieht und drückt die REC-Taste, dann sieht man das Timermenü. Als Endzeit wird automatisch das Sendungsende laut EPG vorgegeben. Für einen schnellen Start drückt man zweimal hintereinander die REC-Taste und übernimmt damit die Vorgaben. Das Gerät läuft somit nicht unendlich durch, sondern stoppt bei Sendungsende bzw bei der eingegebenen Stop-Zeit. Anders geht es nicht. Daueraufnahmen gibt es also nicht. Wenn das EPG nicht stimmt, muss man die Endzeit von Hand nachjustieren.

Die Editiermöglichkeit für die Aufnahmen ist vorhanden, aber ebenfalls spartanisch. Immerhin kann man damit die Werbeblöcke herausschneiden. Man kann aber auch auf den Filmschnitt verzichten und einfach während der Wiedergabe über die Werbung hinweg springen, indem man die Taste  >>|  auf der Fernbedienung drückt. Damit kann man 5-Minuten-Sprünge machen. Das passt in etwa.

Über den USB-Anschluss, der aus einem unerfindlichen Grund nur als Mini-USB ausgeführt ist (Adapterkabel liegt aber bei) kann man einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen. Unter Verwendung eines passenden Kabels (nicht über das Adapterkabel) kann man auch einen Laptop oder sonstigen Computer anschließen. So kann man unbearbeitetes Filmmaterial von und zum Receiver kopieren. Man kann auch das externe Speichermedium verwenden, um direkt dorthin aufzuzeichnen.

Aufgepasst, wenn man Timeraufnahmen programmiert: Diese müssen im Timermenü als "aktiv" gesetzt werden, sonst startet die Aufnahme nicht. Das ist praktisch, wenn man eine periodische Aufnahme z.B. im Urlaub aussetzen will. Aber wenn man mal nicht darauf achtet, dass die Timeraufnahme deaktiviert ist, dann kann das schon recht ärgerlich sein. Vor allem muss man aufpassen, wenn man im Installationsmenü war. Das geht nämlich nur, wenn man zuvor alle Timeraufnahmen deaktiviert. Leider wird man daran aber nicht erinnert, wenn man das Menü wieder verlässt.

Positiv auch für Hardcore-Timeranwender: Es sind mindestens 12 Timerslots verfügbar. Wenn sich die Timer überschneiden, dann weigert sich das Gerät aber standhaft, die neue Programmierung anzunehmen. Manchmal auch völlig zu Unrecht. Schließlich ist es mit den beiden Receivern ja möglich, dass sich Sendungen auch überschneiden.

EPG, Aufnahmeliste, Senderlisten u.s.w sind spartanisch anzusehen. Aber sie tun ihren Zweck. Mit dem Komfort des Technisat DigiCorder kann man das nicht vergleichen. Leistung und Preis halten sich aber sehr gut die Waage.

 

Ich hoffe, dass meine Erfahrungen Ihnen bei Ihrer eigenen Kaufentscheidung ein wenig helfen konnten.

Viel Spaß bei der Gestaltung Ihres persönlichen Heimkinos!

Im folgenden noch einmal die wichtigsten Weblinks zum Thema:


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