www.BuntesWeb.de
www.BuntesWeb.de - Technik & Geniale Produkte
 
 

Festplattenrecorder bzw. HD- Recorder

 

Festplattenrecorder-Geschichte

Die ersten Geräte wurden eigentlich noch in Verbindung mit einem Computer betrieben und die Innovation bestand allenfalls darin, dass man eine externe Festplatte und eine TV-Karte zusammen in ein Gehäuse packte. Aber im Zuge der Miniaturisierung wurden diese Geräte immer intelligenter, so dass sie schließlich ohne einen PC auskamen. Dennoch blieben sie sehr lange den Technikfreaks vorbehalten, während Otto Normalverbraucher sich mit einem DVD-Recorder begnügte. Das hatte unterschiedliche Gründe. Einer davon war natürlich die noch zu geringe Speicherkapazität der Festplatten. Allerdings war man diesbezüglich mit der DVD auch nicht besser dran.

Gleichzeitig mit der Umstellung von analogem Videorecorder auf digitale Medien kam auch das Satellitenfernsehen auf und damit die Settopbox. Die üblichen TV-Geräte, Videorecorder und später auch die DVD-Recorder und TV-Karten in HD-Recordern waren nämlich auch lange nach Einführung von Sat-Empfang und digitalem Fernsehen noch immer nur mit analogen Tunern ausgestattet. Wollte man eine Sendung von der (digitalen oder analogen) Sat-Anlage oder vom digitalen Kabelfernsehen (DVB-C) oder vom inzwischen auch digitalisierten Antennenfernsehen (DVB-T) aufnehmen, dann müsste man den Recorder mit der entsprechenden Settopbox verbinden, diese von Hand einschalten und den richtigen Sender einstellen. Die automatische Timer-Aufnahme könnte man so getrost vergessen.

Da die Speichergröße einer Festplatte begrenzt ist und mancher sich vielleicht eine Sicherheitskopie von seinen Lieblingsfilmen wünscht, waren reine Festplattenrecorder nie sehr beliebt. Daher kamen Kombinationsgeräte auf den Markt. Solche Geräte enthalten zusätzlich zur Festplatte auch ein DVD-Laufwerk. Im Idealfall kann man damit Filme zunächst auf Festplatte aufzeichnen, die Werbung herausschneiden und den Film dann auf DVD kopieren. Bei einigen Geräten geht das sogar ohne weitere Umwandlung (also ohne Qualitätsverluste) und mit hoher Geschwindigkeit. Solche Geräte waren - und sind leider auch heute oft noch mit einem analogen Hyperbandtuner (Kabeltuner) und einer für heutige Verhältnisse eher kleinen Festplatte (160 GB) ausgestattet. Neuere Geräte haben zumindest Festplatten mit 250 GB, besser aber 500 GB und ggf. ein Blu-Ray Laufwerk für die Archivierung.

Die Kombination des reinen Festplattenrecorders mit einem DVD-Recorder hat ohne weiteren Kabelsalet den Vorzug, dass man Filme ggf. direkt auf DVD aufzeichnen kann (geht seltsamerweise nicht bei allen Geräten). Außerdem kann man Filme von DVD auf Festplatte und umgekehrt kopieren und somit archivieren. Und man kann natürlich jede DVD anschauen. Viele Geräte unterstützen bei der Wiedergabe auch Video- und Musik-CDs. Manche sind sogar in der Lage, jegliche Filme im MPEG- oder AVI Format (inklusive DivX) abzuspielen. All das also mit einem einzigen Gerät.

Im Zeitalter des High-Definition Fernsehens sollte man natürlich ein Gerät wählen, das zumindest mit einem Double-Layer-DVD Laufwerk ausgerüstet ist. Noch besser wäre ein modernes Blue-Ray-Disc Laufwerk. Und soweit Sie jetzt oder in Zukunft ein digitales Signal von einem externen Receiver aufnehmen oder einen digitalen Bildschirm anschließen wollen, empfiehlt sich unbedingt ein HDMI-Anschluss. Besser: 2 oder 3 HDMI-Anschlüsse.

Üblicherweise haben Festplattenrecorder - ganz genau wie der gute alte Videorecorder - ein eigenes Empfangsteil, damit man Sendungen unabhängig vom Fernseher aufzeichnen kann. Vor dem Digitalisierungs-Boom wurden die Sat-Empfänger aber nicht berücksichtigt und so sind viele Geräte noch heute meist nur mit einem analogen Kabeltuner ausgestattet.

[weiter mit: Festplattenrecorder-Praxis ]


Copyright by Jörg Wischnewski - Logos, Warenzeichen, Schutzmarken etc. stehen im jeweiligen Recht und Eigentum der eingetragenen Inhaber, auch wenn dies nicht ausdrücklich einzeln angegeben ist.