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27. Juni : Der Siebenschläfertag

Der Siebenschläfertag ist vor allem bekannt, weil er in unseren Breiten den Anfang einer sommerlichen Wetterstabilisation markiert. Daher gibt es auch eine Reihe Bauernregeln, die alle besagen, dass das Wetter der auf den Siebenschläfertag folgenden 7 Wochen genau dem Wetter gleicht, das auch am Siebenschläfertag vorherrschte.

Typische Siebenschläfer-Bauernregeln:

  • Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.
  • Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
  • Scheint am Siebenschläfer die Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.
  • Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.
  • Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen.

Erfahrungen bzw. statistische Auswertungen der vergangenen Jahre bzw. Jahrzehnte zeigen, dass diese Bauernregel durchaus zutrifft. Allerdings sollte man sich weniger auf diesen einen Tag versteifen und statt dessen das Wetter der folgenden Woche oder besser die erste Juli-Woche beobachten.

Das lässt sich auch wissenschaftlich erklären - und zwar mit dem sog. "Jetstream", welcher ab Anfang Juli unser Wetter stabilisiert. Dabei handelt es grob gesagt sich um einen starken Luftströme, der angetrieben durch den Temperatur- und somit Druckunterschied zwischen Äquator und Polarregion für sehr stürmische Verhältnisse in sehr großer Höhe (oberen Troposphäre bis hin zur Stratosphäre) sorgt. Genaueres darüber lässt sich u.a. bei Wikipedia nachlesen.

Jedenfalls werden durch die Druckunterschiede Tiefdruckgebiete erzeugt. Und je nach Lage des Jetstreams können diese das Wetter in Europa beeinflussen. Zumindest die Südhälfte Deutschlands kann daher mit stabilem Wetter ab der ersten Juli-Woche rechnen. Dies kann viel Sonne bedeuten, aber eben auch Regen. Das kommt darauf an, ob die besagten Tiefdruckgebiete weit genug nach Norden abgedrängt werden und somit im mittleren und südlichen Deutschland (bzw. Europa) die Hochgebiete dominieren. Die norddeutsche Küstenregion aber wird von weiteren Faktoren beeinflusst. Daher braucht man sich hier über den Siebenschläfertag keine all zu großen Gedanken zu machen.

Dennoch orientieren sich die Landwirte gern am Siebenschläfertag. Sie haben ihn zum sog. "Lostag" erkoren.

Wie der Tag zu seinem Namen kam und warum am 27.Juni

Gleich vorweg: mit dem gleichnamigen Tier hat der Name gar nichts zu tun. Vielmehr war es wohl so, dass 7 brave Christen einst während der Christenverfolgung (im 3. Jahrhundert) Zuflucht in einer Höhle bei Ephesus suchten. Dort wurden sie aber von des Kaisers Truppen entdeckt und kurzerhand (lebendig) eingemauert. Statt aber mangels Nahrung und Wasser zu versterben, schliefen die sieben nur. Und zwar bis zu ihrer Entdeckung am 27. Juni 446 - knapp 200 Jahre später! Es heißt, sie wachten auf, überzeugten schnell noch ein paar Leute von ihrem Glauben, bevor sie schließlich und endlich starben. In Gedenken an die 7 Schläfer wurde der 27. Juni somit als Siebenschläfertag benannt.

Die Legende von den 7 Schläfern wurde bereits im 6. Jahrhundert schriftlich festgehalten und von Gregor von Tours (538–594) ins lateinische übersetzt. Ähnliche Legenden liegen auch im Griechischen vor. Auch der islamische Koran enthält eine Version: Die Höhle (Sure 18).
 


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