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24. und 25.05.2015 :  Pfingsten
(Pfingstsonntag und Pfingstmontag)

Was ist Pfingsten?

Der Tod Jesu  durch die Kreuzigung, seine Auferstehung, Himmelfahrt und schließlich die Ankunft des Heiligen Geistes zu Pfingsten bilden die Grundpfeiler unseres christlichen Glaubens. In der  Apostelgeschichte des Lukas wird erzählt, wie der Heilige Geist herab kam zu den Jüngern und Aposteln von Jesus Christus und dass sie plötzlich alle Sprachen verstehen und auch sprechen konnten (Aufhebung der babylonischen Sprachverwirrung bzw. Pfingstwunder). Und auch über alle anderen gottesgläubigen Menschen ergoss sich der Heilige Geist. An dessen Auswirkungen wollten noch 3000 weitere Menschen teilhaben. Und alles was sie dazu tun mussten, war Buße zu tun und sich im Namen Christi taufen zu lassen. Das erledigten Petrus und die anderen Jünger gern.

Dreitausend Menschen nahmen an einem einzigen Tag (oder zumindest innerhalb weniger Tage) den christlichen Glauben an. Dieses Datum, 50 Tage nach Pessach bzw. nach Ostern stellt daher sozusagen den offiziellen Gründungstag der christlichen Kirche dar. Wir feiern zu Pfingsten also nicht nur die Erfüllung der Verheißung durch den Heiligen Geist, sondern auch den Geburtstag unserer Kirche.

Bei uns und in den meisten Ländern Europas sind Pfingstsonntag und Pfingstmontag gesetzliche Feiertage. Allerdings wird dem Pfingstfest nicht die selbe hohe Bedeutung zugemessen, wie dem Osterfest oder Weihnachten. Der Pfingstmontag wird aus Sicht der Wirtschaft eher als verlorener Tag gewertet. Einige Länder haben Pfingsten (also insbesondere den Pfingstmontag) als gesetzlichen Feiertag daher abgeschafft. Auch in Deutschland wird darüber nachgedacht.
 

Wann ist Pfingsten?

Der Termin des Pfingstfestes ist der 50. Tag nach Ostern, bzw. 7 Wochen nach dem jüdischen Pessachfest. Der Termin deckt sich mit dem jüdischen Wochenfest "Schawuot", welches ja eigentlich der Grund dafür war, dass sich sämtliche Apostel und Jünger in Jerusalem befanden, als der Heilige Geist auf sie herab kam.

Somit ist Pfingsten eines der beweglichen christlichen Feste. D.h. der Termin variiert in Abhängigkeit von der für Ostern bzw. für das jüdische Pessachfest verantwortlichen Zeitrechnung des Mondkalenders. Genau am Sonntag, 7 Wochen nach Ostersonntag ist Pfingstsonntag.
 

Bewegliche christlichen Feste

Eine ganze Anzahl andere christliche Feier- und Gedenktage beziehen sich auf die Zeit vor und nach Ostern und richten sich daher auch nach dem Termin des Osterfestes. Eine Tabelle dieser an Ostern ausgerichteten, beweglichen Feiertage finden Sie auf der Kalender-Seite zum Thema Ostern.

 

Welche geschichtliche Bedeutung hat Pfingsten?

Das jüdische Wochenfest oder auch Erntedankfest "Schawout" war der Grund dafür, dass die Apostel und Jünger von Jesus in Jerusalem versammelt waren. Die ersten Christen gingen aus dem jüdischen Volk hervor (Jesus bekante sich selbst zu dem Titel "König der Juden") und so wie das Osterfest (also die Auferstehung) mit dem jüdischen Pessachfest einherging, ist das christliche Pfingstfest mit dem jüdischen "Schawout" verbunden. Just an diesem Tage, als die Menschen also in Jerusalem Offenbarung der Tora an das Volk Israel feierten, erfüllte sich die Verheißung der Christen und der Heilige Geist Gottes ergoss sich über eben dieses Volk. Aber so richtig dazu gehören konnte eben nur, wer an Jesus zur rechten Gottes glaubte. Und so ließen sich rund 3000 Leute (größtenteils aber nicht zwangsläufig nur Juden) im Namen Christi taufen. Diese Großaktion der Jesus-Jünger - allen voran Petrus - betrachtet man als die Gründung der christlichen Kirche. Neben der Geburt, dem Leben und Leiden Christi ist dieser Tag also ein absolut grundlegender und wichtiger Zeitpunkt im Kalender der Christen.
 

Pfingstbräuche

Man fragt sich eigentlich, weshalb die Christen den Geburtstag ihrer Kirche nicht mit einer großen Feier begehen. Vielleicht liegt es daran, dass man zu Ostern und vor Ostern (Fasching) schon ausgiebig gefeiert hat und jetzt einfach keine Lust mehr hat. Wir gedenken dieses Ereignisses also im Stillen. Wir gehen vielleicht zum Pfingstgottesdienst und freuen uns einfach über das schöne Wetter an diesem verlängerten Wochenende. Nur in einigen Bundesländern bekommen die Kinder Pfingstferien von Himmelfahrt bis Pfingsten. In manchen Ländern gibt es bewegliche Ferientage, von denen einer das Pfingstwochenende um einen weiteren Tag verlängert. Als Tag der Geschenke wurde Pfingsten auch noch nicht entdeckt. Am liebsten würden die Firmenbosse den Pfingstmontag als Feiertag abschaffen.

Aber es gibt einige schöne heidnische Bräuche:

Hier in Norddeutschland, beispielsweise im Raum Cloppenburg und in der Lüneburger Heide wird zuweilen noch der Pfingstbaum gepflanzt. Das wird auch "Birkenstecken" genannt, denn dabei wird nicht etwas ein neuer Baum gepflanzt, sondern vielmehr eine Birke gefällt und vor dem Haus befestigt. Junggesellen stellen mancherorts als Symbol ihrer Zuneigung eine Birke an die Hauswand ihrer Liebsten. Andernorts schmückt man den Hauseingang oder den Dorfplatz mit Kränzen. Oder eine Gruppe Kinder/Konfirmanden zieht mit einem Pfingstkranz durch den Ort und singt Frühlingslieder. All die schönen Pfingstbräuche sind aber rückläufig. Auch auf der Webseite der Stadt Oelde findet man heute keinen Hinweis auf den in der Wikipedia erwähnten Pfingstkranz. In einigen Gegenden im Süden der Republik kennt man noch den "Pfingstochsen", wobei man darunter einerseits einen zu Pfingsten festlich geschmückten Leitochsen einer Kuhherde versteht, aber andererseits auch einen nicht ganz so ausgeschlafenen Mann.

Außerdem gibt es hier und da vielleich noch die sog. "Unruhnacht" oder "Bosheitsnacht" zwischen Pfingstsonntag und Montag. In dieser Nacht wird allerhand Schabernack getrieben, wobei es ursprünglich um die Austreibung von bösen Geistern geht. Mancherorts kennt man auch das "Pfingststehlen". D.h. alles, was nicht unter einem Dach steht, darf mitgenommen und versteckt werden.
 

Geschenke zu Pfingsten

Im Gegensatz zu Weihnachten und Ostern oder zum "Vatertag", Valentinstag, Muttertag und so weiter ist es zu Pfingsten nicht üblich, sich gegenseitig zu beschenken. Noch hat der Kommerz das Pfingstfest nicht für sich entdeckt. Aber es spricht natürlich nichts dagegen, wenn man jemandem eine Freude machen will.

Blumen

Wie Ostern ist auch Pfingsten ein Frühlingsfest. Man könnte also Blumen kaufen, um sie zu verschenken oder auch um damit die eigene Wohnung oder das Haus zu schmücken - einfach so zur Feier des Tages. Welche geschichtliche Bedeutung hatte Pfingsten doch gleich? - Ach ja, es ist der Geburtstag unserer Kirche. Vielleicht schenken wir dem Pastor/Pfarrer einen Strauß Blumen, damit er die Kirche schmücken kann...

Blumen kauft man am besten ganz frisch. Manchmal hat man aber keine Möglichkeit oder keine Zeit und dann ist man froh, dass es den Online-Blumenhändler gibt. Manchmal ist es einfach eine witzige Abwechslung, wenn man die Blumen nicht persönlich übergibt, sondern ein Blumenbote an der Haustür schellt.

 

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Valentins.de
www.blume2000.de
Fleurop Blumengrüße


Frohe Pfingsten und weiterhin einen schönen Frühling!
 


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