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1. Juni : Internationaler Kindertag

gefördert vom Verband der Deutschen Spielwaren-Industrie e.V.
 


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Was ist der internationale Kindertag?

Ziel des internationalen Kindertages ist es unter anderem die Rechte der Kinder zu stärken und Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Das klingt jetzt kurz und einfach, aber verfolgt man nur die Medien oder befragt mal die eigenen Kinder, dann stellt man bereits fest, dass schon im eigenen Lande, ja schon in der eigenen Familie und in der Schule oft einiges im Sinne der Kinder besser gemacht werden könnte. Es gibt noch unheimlich viel zu tun, wenn es um das Wohl der Kinder unserer Welt geht. Und genau darum geht es am internationalen Tag der Kinder. Wenn wir die Welt diesbezüglich verbessern wollen, dann ist es aber vielleicht schon ein guter Anfang, wenn wir bei unseren eigenen Kindern damit anfangen.

Geschichte:

Auf der Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder 1925 verfassten Vertreter von 54 Teilnehmerstaaten die erste Erklärung zum Schutze der Kinder und gaben den Anstoß für einen speziellen Tag, an dem Kindern in aller Welt besondere Achtung und Würdigung zukommen sollte. Auf ein festes Datum legte man sich dabei aber nicht fest. Viele Staaten führten daraufhin einen Kindertag ein und wählten das Datum nach eigenem Ermessen.

Auf den jährlich zumeist im September stattfindenden Vollversammlungen der Vereinten Nationen (UN-Generalversammlung), bei denen heute üblicherweise die Vetreter sämtlicher Staaten der Erde zugegen sind, wird das Thema Kinderrechte immer wieder angesprochen, da es diesbezüglich in vielen Ländern noch große Probleme gibt. So wurde auf der 9. UN-Generalversammlung mal wieder darüber gesprochen und ein Vorschlag aufgegriffen, den die amerikanische Organisation „International Union for Child Welfare“ unterbreitet hatte - nämlich endlich den weltweiten Kindertag einzurichten. Also wurde im September 1954 nochmals die Empfehlung ausgesprochen, dies zu tun. Und etliche Länder folgten dieser Empfehlung. Aber auch diesmal wurde kein einheitliches Datum vereinbart. Es wurde auch nicht näher darüber gesprochen, in welcher Art und Weise der Kindertag zu begehen sei. Jedenfalls haben inzwischen rund 150 Staaten den Weltkindertag eingeführt.

Am 20. November 1989 lag das Thema mal wieder auf dem Tisch. Genauer gesagt ging es um ein Dokument, das die Rechte der Kinder sehr detailliert beschreibt. Dieses Übereinkommen über die Rechte des Kindes, kurz "UN-Kinderrechtskonvention" wurde von der Generalversammlung angenommen und nachdem die Mitgliedstaaten es (teils sehr ausgiebig) ratifiziert hatten, trat es ein Jahr später offiziell in Kraft. Beim Weltkindergipfel in New York (29./30.09.1990) verpflichteten sich zudem Regierungsvertreter aller Mitgliedstaaten (also im Prinzip wirklich alle Staaten) zur Anerkennung dieser Konvention.

Dass diese Anerkennung nicht zugleich als Verpflichtung verstanden wird, erkennt man leider daran, dass die Menschenrechte und auch die Kinderrechte noch heute vielerorts mit Füßen getreten werden. Deshalb befassen sich auch weitere UN-Generalversammlungen immer wieder mit diesem Thema und fügen immer neue Punkte und Nebenvereinbarungen hinzu. So schenkte man z.B den Themen Kinderarbeit, Kinderprostitution, Kinderpornographie und Kinder mit Kriegswaffen besondere Aufmerksamkeit.

Etwa alle zehn Jahre findet eine Sondergeneralversammlung zum Thema Kinder statt, mehr oder weniger bekannt auch als Weltkindergipfel. So auch im Mai 2002. Dabei verpflichteten sich die Nationen der Welt, eine Reihe von Zielen zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen zu verfolgen. In dem Aktionsplan mit dem Titel "Eine Welt - fit für Kinder" geht es z.B. um folgende Ziele, die alle innerhalb von zehn Jahren (also bis 2012) verwirklicht werden sollten:

  • Alle Kinder sollen gesund aufwachsen
  • Alle Kinder sollen lernen können
  • Alle Kinder sollen vor Missbrauch, Ausbeutung und Gewalt geschützt werden
  • Aids/HIV soll bekämpft werden

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, Jugend befasst sich u.a. mit den Kinderrechten.

 

Deutscher Welt-Kindertag

Das zweigeteilte Deutschland hatte zwei unterschiedliche Termine:

In der DDR spielte der Nachwuchs schon immer eine ganz bedeutende Rolle (ich werfe nur mal das Kürzel 'FDJ' in den Raum). Der internationale Kindertag wurde dort bereits im Jahre 1950 (also ganz unabhängig von der UN-Empfehlung) eingeführt. Der Kindertag in der DDR war immer angefüllt von großen Veranstaltungen und die Kinder bekamen Geschenke. Alles verlief wohl organisiert und ganz im Sinne des sozialistischen Gedankens. Dort wie auch in anderen osteuropäischen Ländern wurde der Kindertag am 1. Juni gefeiert.

Bei uns in der Bundesrepublik kennt man mehr oder weniger gut den 20. September als Weltkindertag. Dieser fand bisher aber so gut wie keine Beachtung. Jedenfalls stand es den Leuten nach der Wiedervereinigung frei, an welchem Tag und in welchem Umfang sie den Kindertag begehen wollten. Es gibt nun also zwar nur noch ein Deutschland, aber noch immer zwei Kindertage.
 

    Zum einen gibt es den bisher wenig beachteten Weltkindertag am 20. September, der von großen Organisationen wie UNICEF und DKHW unterstützt wird und sich an den Originalzweck der Weltkonferenz hält.

Das Weltkindertagsmotto 2010 lautet: "Respekt für Kinder". Damit wollen das Deutsche Kinderhilfwerk und UNICEF ein Zeichen dafür setzen, dass Kinder heute die verdiente Aufmerksamkeit und den Respekt unserer Gesellschaft bekommen, zum Beispiel durch die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz.

Aber offenbar machten die Kinderhilfsorganisationen nicht mit dem nötigen Nachdruck auf sich und das Anliegen der Kinder aufmerksam und ließen das Volk lieber einen eher stillen Gedenktag begehen, wenn überhaupt jemand daran dachte.

Immerhin finden in letzter Zeit an vielen Orten in Deutschland immer mehr Aktionen und Kinderfeste anlässlich des deutschen Weltkindertages am 20.9. statt. Ein besonders großes, nichtkommerzielles Weltkindertagsfest findet alljährlich am 19. September in Berlin statt. Und auch Planten und Blomen in Hamburg lud am 19.09.2010 wieder zum Weltkinderfest ein, welches nur der Auftakt zu einem regelrechten Kinder-Festival sein wird.
 

    Zum anderen gibt es den internationalen Kindertag am 1. Juni, der aber trotz des Datums nichts mehr mit dem DDR-Kindertag zu tun hat und bislang auch nur noch ganz haltlos vor sich hin dümpelte.

Dem will der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie e.V. in Kooperation mit Super RTL nun aber entgegen wirken. Das Ziel ist die Einführung eines Kindertages, der am 1. Juni in ganz Deutschland groß gefeiert wird und an dem sich Eltern viel Zeit für ihre Kinder und deren Wünsche nehmen. Und zwar ganz so wie die Kinder sich am Muttertag und am Vatertag um ihre Eltern bemühen. Das Motto lautet: "Die Kinder sollen an diesem Tag richtig viel erleben und Spaß haben!" Eltern und Kinder sollen gemeinsam einen wunderschönen Tag erleben und so ganz nebenbei natürlich ein wenig die Wirtschaft ankurbeln, indem sie z.B. auch Geschenke für die Kinder kaufen.

Unterstützt werden sie dabei durch eine Initiative der Mitglieder des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie e.V., des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels e.V. Der Fernsehsender Super RTL rührt die Werbetrommel. Weitere Unterstützung findet man bei der Fachpresse, der Spielwarenmesse eG, sowie vielen weiteren Partnern und Mitmachern.

 

Mein persönlicher Vorschlag zur Güte:

Auch wenn viele Spielzeughändler dabei vorrangig an ihren Umsatz denken, ist der Kindertag als solcher eine gute Idee und sollte endlich genau so wichtig genommen werden, wie z.B. Muttertag, Valentinstag oder Vatertag. Wenn uns der Kommerz also hilft, den Kindertag endlich ausreichend bekannt zu machen, dann sei den Spielzeughändlern doch der Profit gegönnt.

Die Kinder jedenfalls freuen sich, wenn man sie einmal mehr im Jahr mit kleinen Geschenken verwöhnt. Ostern ist ja schon wieder eine Weile her und bis Weihnachten ist's noch eine halbe Ewigkeit. Also ist der 1. Juni eine gute Wahl.

Damit dieser Tag aber nicht zum reinen Kindergeschenke- oder Kinderpartytag verkommt, schlage ich vor, dass sich die deutschen Kinderhilfsorganisationen und die Hersteller und Händler von Kinderbedarf, sprich der Bundesverband des Spielwaren- und Einzelhandels zusammentun, und den 1. Juni offiziell zum einzigen offiziellen Kindertag in Deutschland erklären. Die Händler wissen, wie man richtig Werbung macht. Noch besser können sie aber werben, wenn Sie sagen können, dass ein gewisser (nenneswerter) Teil vom Umsatz direkt als Spende bzw. als Sponsorenleistung den Kinderhilfsorganisationen zu Gute kommt, damit sich auch die bedürftigen Kinder mit uns freuen können! Ja, Geld hilft uns allen - denkt mal drüber nach!

Schulen könnten mit den Kindern Projektwochen veranstalten, die am 1. Juni in eine große Informationsveranstaltung gipfeln. Kirchen aller Glaubensrichtungen könnten an diesem Tage gemeinsam ein wirklich internationales Kinderfest veranstalten, das die Gemeinsamkeiten hervorhebt und die Freundschaft fördert. Sportvereine könnten spezielle Kindersportveranstaltungen ausrichten.

 

Weblinks zum Thema Internationaler Kindertag / Weltkindertag

Weblinks zum Thema Hilfe für bedürftige Kinder

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