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Januar

Kaum zu glauben, aber schon wieder beginnt ein neues Jahr. Der Name dieses ersten Monats in unserem gregorianischen Kalender ist aus dem lateinischen Wort "ianua" (Eingang,Tür) abgeleitet, bzw. vom römischen Gott des Anfangs und des Endes; der Eingänge und Ausgänge "Ianus". Diesen Namen bekam der Monat angeblich "Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr."

Nun ja ... Schaut man sich diverse Wissensquellen im Internet an und liest dabei einige Bücher, dann herrscht eigentlich ziemliche Verwirrung über die Zeitrechnung in der Antike. Viel zu wenig ist schriftlich überliefert. Alles Sagen und ausgeschmückte Ruhmesgeschichten. Es scheint aber so, als hätten sich die Römer nicht wirklich Gedanken über die Jahreszählung gemacht. Sie richteten sich nach einem Mondkalender und nach mehr oder weniger 'göttlichen' Ereignissen. Wofür man erstmal keinen Namen hatte, das wurde einfach durchnumeriert. Das Jahr war kein Sonnenjahr, sondern eine Epoche zwischen zwei Ereignissen oder die Herrschaftszeit eines bestimmten Königs. Viele dieser 'Jahre' oder besser 'Zeitabschnitte' hatten keine Jahreszahlen, sondern waren nach den Namen der Könige oder Ereignisse benannt. Wen man eine Jahreszehl angab, so sicherlich nicht "X Jahre v.Chr.", sondern vielmehr "X Jahre" (bzw. Zeitperioden) nach der Gründung Roms". Diese umfassten des öfteren vielleicht genau 12 Mond-Monate und damit deutlich weniger als 365 Tage. Andere wiederum konnten sich über mehr als 400 Tage erstrecken. Vielleicht ließ man hier und da mal einige Monate wegfallen, damit der nächste Zyklus dann wieder mit dem Martius begann. Irgendwann zählte man aber auch einfach nur weiter und machte den Januar zum ersten Monat des Jahres. Das wurde dann so festgeschrieben und man benannte ihn feierlich als den Monat des Überganges und nach dem dazu passenden Gott des Anfangs und des Endes "Ianus".

Ich konnte in der Tat keine verlässliche Quelle für die Jahresangabe 153 v.Chr. finden. Vielleicht hatte man nach den makedonischen Kriegen ja tatsächlich etwas Muße für eine Kalenderumstellung. Tatsache scheint es aber zu sein, dass Julius Cäsar den Kalender in dieser Form (also mit dem Monat "Ianus" oder "Ianuarius" am Jahresanfang) vorfand und basierend auf dem ägyptischen Sonnenkalender und unter Berücksichtigung römischer Belange eine Kalenderreform einführte, die das Jahr auf die recht genaue Länge von 365,25 Tagen brachte (siehe: Der Monat Juli; Julianischer Kalender).

Im Mittelalter wurde "Ianuarius" verschliffen zu "Jänner". Weitere altgermanische bzw. altdeutsche Bezeichnungen waren Schnee- oder Eismonat, Wintermonat, Wolfmonat, Hartung. Im 18. Jahrhundert besann man sich auf die richtige lateinische Aussprache und passte das geringfügig an die deutsche Zunge an.So wurde aus "Ianuarius" der "Januar".

Der Januar ist in unseren Breiten definitiv der kälteste Monat des Jahres. Während uns je nach Höhenlage eine weiße Weihnacht oft noch verwehrt blieb, bekamen wir spätestens zu Silvester (beim Bölleranzünden) kalte Pfoten. Die Energie- und Brennstofflieferanten (Gas,Öl,Strom) freuen sich immer auf gute Umsätze im Januar. Wir sollten uns wirklich überlegen, ob wir unseren Jahresurlaub nicht im Januar nehmen sollten, um in wärmeren Gefilden zu überwintern.
 

Bauernregeln für Januar

Vom Wetter im Januar schließt man gern auf das Wetter in den Folgemonaten bis hin zum Sommer. Dabei gilt die einfache Regel: Auf einen kalten Winter folgt ein heißer Sommer. Vor allem muss es im Januar eisig kalt sein. Es darf auch ruhig feucht sein und nicht zu trocken. Am besten soll es ordentlich schneien. Sind die Temperaturen jedoch zu hoch, so dass es regnet, dann kann sich der Winter bis in den Mai hinziehen. Trockene Kälte deutet zumindest auf einen verschneiten Februar hin, was nicht optimal, aber auch nicht unbedingt schlecht ist. Ob also trocken oder feucht - hautsache der Januar ist knackig kalt!

  • Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr
  • Januar weiß, der Sommer heiß
  • Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen
  • Ist der Januar kalt und weiß, kommt der Frühling ohne Eis.
  • Auf kalten trocknen Januar folgt oft viel Schnee im Februar.
  • Wenn der Frost nicht im Jänner kommen will, so kommt er im März oder April.
  • Lässt der Januar Wasser fallen, lässt der Lenz es gefrieren.
  • Braut der Januar Nebel gar, wird das Frühjahr nass fürwahr
  • Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.
  • Wieviel Regentropfen im Januar, soviel Schneeflocken im Mai
  • Wächst das Gras im Januar, so wächst es schlecht im ganzen Jahr.
  • Wenn 's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch liegt.
  • Neujahr Sonnenschein, lässt das Jahr fruchtbarer sein.
  • Ein Jahr, das schlecht will sein, stellt sich schwimmend ein.
     

Besondere Tage / Feiertage im Januar


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