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22.09. : Herbstanfang

Mit dem heutigen Tage endet die schöne warme Jahreszeit und wir müssen uns wieder an kühlere und oftmals auch recht feuchte Tage gewöhnen. Zudem ist mit den berühmten Herbststürmen zu rechnen.

Warum ist das so? Die Antwort: Es liegt am Stand der Sonne. Genauer gesagt ist der Winkel der Sonneneinstrahlung dafür verantwortlich. Wie ich ja schon im Artikel über den Frühling erklärt habe, ist die Erde gegenüber Ihrer Bahn um die Sonne um 23 Grad geneigt. Daher steht die Sonne bei uns niemals kerzengerade über unseren Köpfen, sondern deutlich tiefer. Wir wohnen bereits so hoch im Norden dass wir nur im Sommer so richtig von der Sonne verwöhnt werden. Aber im Winter fallen die Temperaturen zeitweise unter den Gefrierpunkt. Je mehr wir uns dem Winter nähern, desto später geht die Sonne auf und abends wird es sehr bald dunkel. Die Nächte (Dunkelphasen) sind im Winter also länger als die Tage (Hellphasen).

Der Herbstanfang kennzeichnet dabei genau den Tag, an dem der Sonnenhöchststand von Norden her den Äquator überschreitet und auf die Südhalbkugel wechselt. Während die Sonne also den Leuten am Äquator direkt von oben auf die Köpfe scheint, endet für uns die Zeit der langen Tage. Wie zum Frühlingsanfang ist findet auch zum Herbstanfang eine Tag- und Nachtgleiche statt. D.h. so ziemlich überall auf der Welt geht an diesem Tag die Sonne ziemlich exakt im Osten auf und genau 12 Stunden später im Westen wieder unter. Tag und Nacht sind wieder ziemlich genau gleich lang. Ganz exakt kann das allerdings nicht immer stimmen, da die tatsächliche Erscheinung von Sonnenaufgang und -Untergang von einigen weiteren Faktoren abhängt.


Übrigens: In Japan sind die Tage der Tag- und Nachtgleiche, also sowohl Herbstanfang als auch Frühlingsanfang Nationalfeiertage: "shunbun-no-hi" bzw. "shûbun-no-hi". Damit werden die Natur und alle Lebewesen gewürdigt.

In der Woche um die Tag- und Nachtgleiche (3 Tage davor und 3 Tage danach), genannt "higan", ehren die Japaner ihre Ahnen, besuchen und pflegen die Gräber und beten für sie. Das hängt damit zusammen, dass zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche die Sonne genau im Westen untergeht, wo sich nach buddhistischem Glauben das Reich der Toten befindet.

Um jeglichen Ungenauigkeiten des Kalenders vorzubeugen, werden die genauen Termine für die Tag- und Nachtgleiche regelmäßig in den Vorjahren vom japanischen National Astronomical Observatory berechnet und dann von der Regierung bestätigt.


Der Zustand, dass die Sonne genau von oben herabbrennt, verlagert sich von nun an immer weiter nach Süden. bis im Winter wieder der maximale Winkel erreicht wird. Die Tage auf der Nordhalbkugel werden immer kürzer. Die Temperaturen sinken merklich ab. Ein guter Zeitpunkt, um die Winterreifen zu checken und ggf. schon mal die Preise für neue Winterreifen zu vergleichen. Informationen zum Thema "Winterreifen" erhalten Sie in einem anderen Artikel hier bei BuntesWeb.de.

Der Herbst beginnt. Die Natur bereitet sich auf die Winterpause vor, lagert Nährstoffe ein, stoppt das Wachstum und startet ein Frostschutzprogramm. Das hat zur Folge, dass es draußen wesentlich weniger bunt aussieht. Man spricht jetzt auch von den grauen Herbsttagen, weil nicht nur der Himmel voller grauer Wolken hängt, sondern auch die Blumen aufhören zu blühen und die ehemals grünen Blätter an den Bäumen nun braun werden. Dabei richten sich die Pflanzen nach der einfallenden Sonnenenergie. Sobald eine gewisse Mindesttemperatur für ein paar Tage unterschritten wird, stellen die Blumen und der Rasen jegliches Wachstum ein. Den Rasenmäher können Sie nun reinigen und einmotten. Lassen Sie aber nicht das Öl ab, es hält den Rost fern. Den Ölwechsel erledigen Sie  

Luft dehnt sich bei Erwärmung aus, was einen gewissen Überdruck erzeugt. Kühlt die Luft ab, dann benötigt sie wieder weniger Raum. Es entsteht ein Unterdruck. Von Gebieten mit Überdruck fließt die Luft ab in die Gebiete mit Unterdruck. Zwischen Warmzone und Kaltzone kommt die Luft also in Bewegung, was wir allgemein als Wind wahrnehmen. Besonders windig wird es also in den Übergangszonen, also am Rande eines Hoch- bzw, Tiefdruckgebietes. In den Sommermonaten befinden sich unsere Breiten sehr oft innerhalb eines Hochdruckgebietes. Im Herbst verlagern sich durch die allgemeine Abkühlung aber diese Gebiete und das Wetter wird dadurch sehr wechselhaft. Wir geraten des öfteren zwischen die "Fronten" und erleben starke Luftströmungen. Das bessert sich erst wieder, wenn im Winter sämtliche Warmluft in den Süden abgedrängt wurde und sich bei gleichmäßiger Kälte die Druckunterschiede wieder in Grenzen halten.

Die Herbststürme sorgen jedes Jahr für umgeknickte Bäume, Dachschäden und Fluten. Sie sind aber nicht die Erklärung dafür, dass die Bäume ihre Blätter verlieren. Die würden auch bei Windstille abfallen, denn die Laubbäume entziehen ihnen die Pflanzensäfte und bauen das Chlorophyll ab. Mangels Chlorophyl verlieren die Blätter zunächst ihre grüne Farbe. Für kurze Zeit leuchtet das Laub in rot und gelb, was auf die Reste von Zucker und anderen Farbstoffen zurückzuführen ist. Doch das dauert nicht lange an. Schon bald vertrocknen und verwelken die Blätter und fallen ab. Die Bäume haben nun den Schongang eingelegt und die Wasserverdunstung auf ein Minimum heruntergefahren. Und darum geht es: Im Winter ist das Wasser knapp, weil gefrorenes Wasser durch die Wurzeln nicht mehr aufgenommen werden kann. Damit dann nicht der ganze Baum austrocknet, wird der Stoffwechsel reduziert und Wasser gespart. Erst im Frühjahr wird wieder frisches Chlorophyll produzieret und dann wachsen wieder neue Blätter.

Jetzt kommt die Gretchenfrage: Warum werfen Nadelbäume ihre grünen Nadeln nicht ab? Die sind doch auch mit Chlorophyll angereichert und haben die selbe Funktion wie die Blätter beim Laubbaum. Ja das stimmt. Auch die Nadeln sind, wie die Blätter beim Laubbaum für die Photosynthese zuständig. Nadelbäume haben aber eine andere Schutzfunktion, damit die Nadeln nicht zu viel Feuchtigkeit verlieren. Und zwar bildet sich auf den Nadeln eine Schutzschicht, durch die das Wasser nicht übermäßig verdunsten kann.

 

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Start in den Herbst und den Japanern eine besinnliche higan-Woche und schönen Herbst-Feiertag.
 


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