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6. Januar - Heilige drei Könige oder Dreikönigstag

Wie in der Bibel unter Matthäus, Kapitel 2 nachzulesen ist, waren einige weise Männer (Magier) aus dem Morgenland einer Prophezeiung und einem hellen Stern gefolgt, um dem neugeborenen "König der Juden" ihre Aufwartung zu machen, ihn anzubeten und Geschenke zu überreichen. Um diese Begebenheit rankten sich schon im frühen Christentum einige Mythen und Legen, woraus sich eigentlich erst die genaue Anzahl der Weisen (3) ergab und die Annahme, es seien Könige gewesen. Sogar deren genaue Namen (Melchior,Balthasar und Caspar) wusste man plötzlich zu berichten. Dabei ist rund um die Geburt und das Leben des Jesus von Nazaret niemals etwas schriftliches festgehalten worden.

Der 6. Januar wurde jedenfalls als Hochfest in der katholischen Kirche festgeschrieben. Umgangssprachlich ist er als "Dreikönigstag" bekannt. In der Kirchenliturgie heißt dieses Fest aber "Epiphanias" (Erscheinung des Herrn). Für die Kirche ist nämlich durch die Anbetung der hochgelehrten Magier die Göttlichkeit des Kindes sichtbar geworden. Zumindest wussten kurze Zeit später alle im Lande einschließlich König Herodes bescheid und Joseph musste mit Frau und Kind schleunigst das Land verlassen.

Der Dreikönigstag ist gesetzlicher Feiertag in den vorwiegend katholischen Bundesländern. Den Protestanten ist dieser Tag auch heilig, sie leiten daraus aber keinen gesetzlichen Feiertag ab.

Brauchtum am Dreikönigstag

In Deutschland gibt es den Brauch des "Sternsingens". Dieser ging hervor aus einem alten "Heischebrauch", der früher ein Zubrot für armen Menschen in der kalten Jahreszeit bedeutete. Manche Lieder und Texte aus dieser Zeit werden heute noch verwendet.

Heute geht das Sternsingen wie folgt vor sich:

In den Wochen nach Weihnachten, so ab 27. Dezember bis zum Dreikönigsfest werden die Sternsinger (in der Regel Kinder und Jugendliche) von der Pfarrgemeinde ausgewählt und ziehen als Heilige Drei Könige gekleidet von Haustür zu Haustür. Wo man ihnen öffnet, singen sie ein Lied, sagen ein Gedicht auf und sprechen ein Gebet. Dann schreiben sie an die Haustüren mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbotschaft C+M+B. Das bedeutet nicht etwa "Caspar,Melchior und Balthasar waren hier". Aber die Auswahl der Anfangsbuchstaben hat Methode. Diese Abkürzung bedeutet: "Christus Mansionem Benedicat" - das ist latein und heißt: "Christus segne dieses Haus". Es folgt die Jahreszahl in römischen Ziffern.
 


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