Karneval oder Fasching - Die 6 tollen Tage
2012: 16.02. - 21.02.
2013: 07.02. - 13.02.
Wenn die Narren toben, dann ist wieder Fasching, Fastnacht oder Karneval. Den ersten Vorgeschmack bekommt man bereits am 11.11. Am 6. Januar - dem Dreikönigstag war der eigentliche Auftakt der diesjährigen Karnevalssaison mit ersten Karnevalssitzungen und dem einen oder anderen Maskenball. Aber erst jetzt - in der letzten Woche vor Aschermittwoch
- geht
die Party richtig
los !
In der ursprünglichen Tradition und so auch in einigen Faschingsliedern ist die Rede von den 3 tollen Tagen. Das sind der schmutzige Donnerstag, der Tulpensonntag und der Veilchendienstag. Aber diese alten Vorlieben sind überholt. Heute wird fast eine ganze Woche lang durchgehend Rabatz gemacht. Und zwar vom Donnerstag bis zum Dienstag. Nur eines ist gleich geblieben: Am Aschermittwoch ist alles vorbei!
Der Termin der 6 tollen Tage richtet sich nach dem Aschermittwoch und dieser wiederum gehört zu den beweglichen Feiertagen, die sich nach dem Osterfest richten. In 2011 ist erst sehr spät Ostern, damit verschiebt sich der Aschermittwoch auf den 9. März und somit finden auch die "tollen Tage" erst im März statt. Das ist schön, denn somit können wir in 2011 wohl trotz des kalten Winters mit etwas angenehmeren Temperaturen zum Faschingsumzug rechnen.
Bräuche und Sinn dieses Festes
Sinn der ganzen Aktion ist es, die Zeit noch einmal ausgiebig zu genießen, bevor am Aschermittwoch eine Zeit der Ruhe, der Besinnung und des Fastens anbricht.
Tag Nr. 1: Schmutziger Donnerstag - Weiberfastnacht
Den ersten der 6 tollen Tage nennt man "Weiberfastnacht" oder "Schmutzigen Donnertag", je nach Mundart auch "Schmotziger Dunschtig" oder "Gombiger Doschdig" oder ähnlich. Mit ihm beginnt vor allem die schwäbische Fastnacht. In den Fastnachtshochburgen werden Umzüge veranstaltet oder Straßenfastnachten gefeiert. Amtsgeschäfte - insbesondere der Rathausschlüssel vom Bürgermeister - werden bis zum Fastnachtsdienstag symbolisch von den Narren übernommen.
Die (Alt)Weiberfastnacht oder (Alt-)Weiberfasching oder in Köln: "Wieverfastelovend" markiert aber auch den Übergang von den Karnevalssitzungen zum offenen Straßenkarneval. Jetzt geht es richtig los. Die "Schlipsträger" unter den Herren - also vor allem die Chefs - müssen heute aufpassen, denn die Weiber haben Scheren und mit denen schneiden Sie den Männern ratzfatz die Schlipse - also das Symbol ihrer Macht und Männlichkeit - ab... Man(n) ist also gut
beraten, an diesem Tage nicht ausgerechnet die Lieblingskrawatte anzulegen. Aber bitte seien Sie kein Spaßverderber und erscheinen einfach ohne Schlips! Es gibt ja auch ein 'Bützchen' als Entschädigung. Auf den Straßen tanzen und feiern derweil die Narren.
Tag Nr. 2: Rußiger Freitag
Den nächsten Tag bezeichnet man vornehmlich im Süden Deutschlands - bei den Schwaben - als den "rußigen" oder auch "bromigen" Freitag , was auf ein frühreres Brauchtum zurückgeführt wird. Und zwar bekamen die Leute von den Narren Ruß ins Gesicht geschmiert. Andernorts waren es die diesmal die Mädchen, die sich vor den Buben in Acht nehmen mussten, um nicht mit Ruß und klebriger Marmelade beschmiert zu werden. Dieses Brauchtum wird in einigen Gegenden
auch heute noch gern von den Kindern fortgeführt.
Tag Nr. 3: Nelkensamstag
Wiederum vor allem in Schwaben und in der Schweiz denn man diesen Tag den "Schmalzigen Samstag". Da in der Fastenzeit Eier und Milchprodukte verboten waren, diese aber nicht lange haltbar waren, mussten sie vor der Fastenzeit aufgebraucht werden. Am Schmalzigen Samstag werden daher traditionell Faschingskrapfen und Schmalznudeln zubereitet
Andernorts nennt man den Samstag einfach "Nelkensamstag", also den Samstag vor dem Tulpensonntag und dem Rosenmontag.
Tag Nr. 4: Tulpensonntag
Der "Tulpensonntag" ist ganz klar der Tag vor Rosenmontag. Er wird vielerorts für Karnevalsumzüge genutzt. In Köln findet der große und bekannte Straßenkarneval in Form der Schull- un Veedelszöch statt. Darin vereinen sich zwei Veranstaltungen zu einem großen Umzug, nämlich die Schulzüge und die Stadtteilzüge.
Tag Nr. 5: Rosenmontag
Montag - Rosenmontag ist wohl der Hochfeiertag der Faschingssaison! An diesem Tage finden die großen Rosenmontagsumzüge statt. Und obwohl er kein gesetztlicher Feiertag ist, geben die Arbeitgeber in den Faschings- und Karnevalshochburgen ihren Mitarbeitern frei. Andernorts nehmen viele ihren Urlaub, um zumindest den Rosenmontagsumzug live zu erleben. Dieser große Event wird allerdings auch im Fernsehen übertragen. - Manche meinen, der Begriff "Rosenmontag" ist dem Wort
"Rasenmontag"
bzw. dem "Rasenden Montag" entlehnt. Man möchte dem zustimmen, wenn man die Menschenmengen in den Straßen beobachtet...
Der Faschings-Dienstag wird auch Veilchendienstag genannt. Dieser ist der letzte große Tag vor dem Aschermittwoch. Je nach Region finden nochmals Umzüge und Faschingspartys statt. Und bevor nun die Zeit des Fastens beginnt, schlagen sich streng gläubigen Katoliken nochmal so richtig die Bäuche voll. Es gibt regional unterschiedliche Bräuche, um das Fest standesgemäß zu beenden.
Aschermittwoch
Am Aschermittwoch, Schlag Null Uhr ist Schluss mit lustig. Aber darüber wird auf einem anderen Blatt berichtet.
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Informative Weblinks