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22.11.: Buß- und Bettag

Die Christen glauben an ihre Unvollkommenheit gegenüber ihrem Gott und sehen sich in tiefer Schuld angesichts all ihrer Sünden. Sie glauben sich bei ihrem Gott wieder einschmeicheln zu können, indem sie Buße tun. Das geht vom Gebet mit der Bitte um Verzeihung bis über die Beichte und die Bereitschaft eine kleine Strafe anzunehmen und weiter zu echter Selbstkasteiung.

Der sündige Christ versucht durch die Buße, sein unverletztes, reines und ungestörtes Verhältnis zu Gott wiederherzustellen und eine harte göttliche Strafe somit zu verhindert. Hierzu gehören besondere Sühnetage. Diese wurden wurden ursprünglich nach Bedarf vom Staats- bzw. Kirchenoberhaupt angeordnet. Durch Römisches Recht und die Zunahme der Fürstengewalt in der Frühen Neuzeit ergaben sich vermehrt staatlich angeordnete Buß- und Bettage, während der Kircheneinfluss schwächer wurde. So gab es auch viele verschiedene Termine für all die Buß- und Bettage. Noch im Jahre 1878 (also nach der Reichsgründung von 1871) gab es in den 28 deutschen Ländern ganze 47 verschiedene Buß- und Bettage mit 24 unterschiedlichen Terminen.

Die evangelische Kirche war bestrebt, einen zentralen und festen Termin einzuführen und so wurde auf der "Eisenacher Konferenz 1852 der Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres vorgeschlagen. Dieser Termin wurde nach und nach in vielen deutschen Ländern eingeführt. Bis zur endgültigen Festschreibung (nämlich im Reichsgesetz) dauerte aber noch bis 1934, Von da an wurde er von allen deutschen Ländern anerkannt. (Reichsgesetz über die Feiertage vom 27.02.1934)

Im Jahre 1994 hat der Buß- und Bettag seinen Charakter, als gesetzlicher Feiertag verloren. Seit 1996 ist er noch ein "gesetzlich geschützter" Feiertag. Da der Termin sich nach dem Weihnachtsfest richtet, ist der Buß- und Bettag ein bewegicher Feiertag. Ich ändere den Termin jeweils rechtzeitig vor November hier im Kalender von Hand ab. Auf diese Weise tue ich meine Buße...


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