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August

Geschichte des Monatsnamens

Nachdem Gaius Julius Cäsar eine gründliche Kalenderreform durchgesetzt hatte und ein Monat seinen Namen trug, sollte auch sein Nachfolger Augustus in dieser Form verewigt werden. Und das kam so:

Julia, die Schwester von Julius Cäsar hatte eine Tochter namens Atia. Die heiratete den römischen Senator Gaius Octavius und bakam von ihm ungefähr 69 v.Chr. eine Tochter: Octavia (Minor) und im September 63 v.Chr. einen Sohn: Octavius. Somit war Octavius (Junior) der Großneffe des Imperators.

Als er 5 Jahre alt war, starb sein Vater und er wurde in der Verwandschaft weitergereicht. Schließlich nahm sich Julius Cäsar seines Großneffen Octavius an und fand sehr viel Gefallen an ihm.

Und als hätte er seine Ermordung (44 v.Chr.) bereits vorausgesehen, verfügte Cäsar testamentarisch die Adoption seines Lieblingsneffen. Durch die rechtsgültige Adoption und viel Sympathie im politischen Freundeskreis konnte sich der erst 19-jährige Octavius rechtlich und politisch gegen die Mörder und politischen Gegner Cäsars durchsetzen und sein Erbe als Imperator antreten. Außerdem erbte er sämtliche Namen und Titel des Cäsar und durfte somit den Namen "Gaius Octavianus Iulius C. f. Caesar" führen. Das war ihm zu lang und so nannte er sich nur "Gaius Iulius filius Caesar", also im Prinzip "Julius Cäsar Junior".

Als Staatschef machte Julius' Filius eine gute Figur und so bekam er im Jahre 27 v.Chr. vom römischen Senat den Ehrennamen "Augustus" (der Erhabene) verliehen. Der Name Augustus wurde für zukünftige Generationen zum Titel wie auch der Name Cäsar. Doch dies war nur eine von vielen Ehrungen, die dem Alleinherrscher von Rom zuteil wurden.

Im Jahre 8 v.Chr. ehrte ihn der Senat mit einem besonderen Geschenk: Der Kalendermonat "Sextilis" wurde umbenannt zu "Augustus". In den Geschichtsbüchern wird als Grund für diese Monatswahl angeführt, dass Kaiser Augustus im Sextilis erstmals Konsul geworden sei und diverse Triumphe gefeiert habe. Außerdem soll Ägypten in diesem Monat erobert worden sein. Ansonsten hätte man den September auswählen müssen, weil dies der Geburtsmonat des Imperators war. So aber viel die Wahl ohne es zu wissen auf seinen Todesmonat (er starb am 19.August 14 n.Chr.). Vor allem aber wurde damit die würdige Nachfolge des Julius Cäsar im Kalender für alle Zeiten festgeschrieben.
 

Andere Monatsbezeichnungen für den August

Altdeutsche Bezeichnungen für den August sind "Erntemonat", "Ernting" oder "Ährenmonat". Karl der Große nannte ihn "Aranmanoth".
 

August-Wetter

Der August ist der Monats des Hochsommers und der Ernte. Die im Juli beginnende Sommerhitze (siehe auch: Hundstage) setzt sich normalerweise bis Mitte August fort. Es können extreme Höchsttemperaturen bis über die 40 Grad-Marke erreicht werden. Danach (gegen Ende August) ist in Deutschland wieder mit milderen Temperaturen, zu rechnen; ähnlich wie im Juni.
 

Bauernregeln für den August:

Geht man nach den Bauernregeln, dann sollte der August mindestens in der ersten Woche noch sommerlich heiß und trocken werden. Gar zu große Hitze deutet aber auf auf einen strengen und langen Winter hin. Ein verregneter August verdirbt die Ernte. Im Gegensatz zu vielen anderen Monaten bringt der Nordwind keine Kälte sondern deutet auf weiterhin beständiges Schönwetter hin.Im übrigen schließt man von der Wetterqualität des August auf die Wetterprognose für Februar.

  •   Wetterprognosen im August:
  •  Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End' nicht lassen kann.
  •  Im August beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen.
  •  Leuchten vor Mariä Himmelfahrt (15.) die Sterne, so hält sich das Wetter gerne.
  •  Weht im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort.
  •  Ist Nordwind im August nicht selten, so soll er schönem Wetter gelten.
     
  • Ernteprognosen:
  •  Trockener August ist der Bauern Lust.
  •  Ist's im August recht hell und heiß, so lacht der Bauer im vollen Schweiß.
  •  Die Nächte kühl, die Tage schwül, so wird's des Erntesegens viel.
  •  Mariä Himmelfahrt Sonnenschein, das gibt im Faß viel guten Wein.
  •  August-Donner hat die Kraft, dass er viel Getreide schafft.
  •  Dem August sind Donner nicht Schande, sie nutzen der Luft und dem Lande
  •  August muß Hitze haben, sonst wird des Obstbaums Segen begraben.
  •  Nie hat der September zu braten vermocht, was der August nicht gekocht.
  •  Stürmt es im August so gibt es weder Wein noch Most.
  •  Nasser August bringt teure Kost.
  •   Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft
     
  • Langzeit-Wetterprognose:
  •  Macht der August uns heiß, bringt der Winter viel Eis.
  •  Wie der August war, wird der künftig Februar.
  •  Wie sich an Bartholomäus (24.) das Wetter verhält, so ist es auch im Herbst bestellt.
  •  Bleiben Störche und Reiher nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut nicht weh.
  •  Wettert es im August, du nassen Winter erwarten mußt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen August mit reichlich Sonne bei erträglichen Temperaturen und dem einen oder anderen abendlichen Abkühlungsschauer.
 


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