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April

Den 4. Monat in unserem Kalenderjahr haben die alten Deutschen "Ostermond" genannt. Na klar, weil dies der Monat des Osterfestes ist. Und das hatte schon lange vor der Christianisierung des römisch-deutschen Reiches eine ganz besondere Bedeutung, denn schon die Germanen feierten das Ende des Winters mit einem heidnischen Osterfest. Karl der Große in seiner Funktion als römischer Kaiser hat bei der Einführung seiner deutschen Monatsnamens gegen Ende des 8. Jahrhunderts wohl schon mehr an das christliche Osterfest gedacht. Aber auch die Gegner des Christenglaubens konnten mit diesem Monatsnamen etwas anfangen.

Die Bezeichnung "April" hat natürlich lateinische Wurzeln. Über die genaue Bedeutung streiten sich die Gelehrten, denn das Wort könnte dem lateinischen Begriff "aperire" (öffnen) entlehnt sein. Es könnte sich aber auch um eine Herleitung aus dem Wort "apricus" (sonnig) handeln. Beides bezieht sich letztlich auf den Beginn der warmen Jahreszeit. Eine andere alte Bezeichnungen für diesen Monat war Grasmond, denn im April beginnt das Gras wieder zu wachsen. Wegen des Wetterwandels nannte man ihn auch "Wandelmonat" oder "Launing".
 

"April - April" - der weiß nicht was er will

Oder noch'n Gedicht:

Bald trüb und rau, bald licht und mild, April, des Menschen Ebenbild

Damit meint man das Wetter im April, welches in unseren Breiten außerordentlich wechselhaft sein kann. Das ist kein Mythos, sondern eine Regel, die zumindest hier bei uns in Deutschland ihre volle Gültigkeit hat. Und das nicht etwa seit Beginn der "Umweltverschmutzung", sondern wenigstens schon seit einigen tausend Jahren.

An einem Tage können sich Sonne und Regen mehrfach abwechseln. Ob es sommerlich warm wird oder gar winterlich kalt, das lässt sich kaum vorhersagen. Nicht selten blühen zum Frühlingsbeginn im Vorgarten die ersten Blumen und plötzlich kommt noch einmal heftiger Frost und vernichtet die ganze Pracht.

Nach Frühlingsbeginn heizen sich die Mittelmeerländer auf, weil dann die Sonne in diesen Gebieten schon recht hoch steht. In Skandinavien und Russland ist es aber noch kalt. Mitteleuropa liegt genau dazwischen. Wo nun aber kalte und warme Luft aufeinanderstoßen und sich vermischen, dort entstehen unberechenbare Luftströmungen und Tiefdruckgebiete. Mal bekommen wir Wind von Süden und Westen her, wodurch es sommerlich warm werden kann. Mal überwiegt die kalte Luft von Osten und von Norden her. Wird die feuchtwarme Meeresluft schnell abgekühlt, dann entstehen mächtige Wolken, die sich in Form von kurzen aber kräftigen Regenschauern bei uns entladen können. Durch warmluft aus Süd können die Wolken sich im nu wieder auflösen und hat es eben noch geblitzt und gekracht - plötzlich scheint wieder die Sonne...

Im Verlaufe des Monats April findet bei uns also der Übergang vom Winter zum Frühling statt und genau so verhält sich das Wetter. So mitten zwischen zwei Zuständen reicht schon ein Wechsel der Windrichtung, um die Temperaturen und die Regenmenge spürbar zu verändern.

Gegen Ende April haben sich die Gegensätze zwischen Kalt und Warm weitgehend ausgependelt bzw. in andere (nördlichere) Gefilde verschoben. Die Sonne ist insgesamt weiter nach Norden vorgerückt. Die Witterung wird in der Regel viel wärmer, freundlicher und konstanter. Es folgt der "Wonnemonat Mai".
 

Bauernregeln für den April:

Geht man nach den Bauernregeln, dann sollte im April viel Regen fallen. Auf gar keinen Fall sollte der April schon warm und trocken sein. Verhält sich der April nicht 'normal', dann hat das Kosequenzen für den Mai, denn was im April wegen Wärme zu früh gedeiht, wird ggf. durch Kälte im Mai zerstört. Was wegen Trockenheit im April nicht keimt, dessen Wachstum bleibt wegen fortgesetztem Wassermangel u.U. den ganzen Sommer lang gestört. Der April sollte daher insgesamt eher noch kühl und vor allem recht feucht sein. Schnee zu Ostern (also Anfang April) liegt durchaus im Bereich des möglichen und deutet auf einen heißen Sommer hin.

Allgemeine Bauernweisheit: Aprilwetter ist sehr wechselhaft:
  • Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.
  • Aprilwetter und Frauensinn, sind veränderlich von Anbeginn.
Im April soll es regnen und stürmen und kühl sein.
Anfang April kann selbst Kälte und Schnee nicht schaden.
  • Im April ein tiefer Schnee - keinem Dinge tut er weh
  • Aprilflöckchen bringen Maiglöckchen
  • Ist der grüne Donnerstag weiß, wird der Sommer sicher heiß.
  • Wenn der April bläst in sein Horn, dann steht es gut um Heu und Korn.
  • Bläst der April mit beiden Backen, gibt's genug zu jäten und zu hacken
  • Ist der April kalt und nass, dann wächst das Gras.
  • Gras, das im April wächst, steht im Mai fest.
  • Der April macht die Blumen und der Mai hat den Dank dafür.
  • Grünen die Eichen vor dem Mai, zeigt's, daß der Sommer fruchtbar sei.
Die Konsequenzen, wenn der April nicht normal verläuft
  • Ist der April schön und rein, wird der Mai ein ganz wilder sein.
  • Marienkäfer, die im April schwirren, müssen im Mai erfrieren.
  • April trocken, macht die Keime stocken.
  • Es gerät das Wachstum in Stocken, ist's im April warm und trocken.
  • Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee wehen.
  • Nasser März und trockener April, kein Kräutlein geraten will.

Weblinks

Besondere Tage bzw Feiertage im April 2015:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Frühling, frohe Ostern und unseren Landwirten eine erfolgreiche Aussaat.


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