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Advent, Advent ein Lichtlein brennt ...

Begriff, Termin , gesetzliche Regelung

Advent ist latein und Bedeutet "Ankunft". Die Adventszeit ist eine Zeit, in der sich die Christen auf die Ankunft von Jesus Christus vorbereiten. Sie beginnt nicht etwa mit dem Öffnen des ersten Türchens im Adventskalender, sondern mit dem ersten Adventssonntag, auch genannt: "Der erste Advent". Mit dem ersten Advent beginnt das neue christliche Kirchenjahr.

Gezählt werden die 4 Sonntage vor dem ersten Weihnachtsfeiertag. Im Idealfalle ist Heiligaben ein Sonntag und damit gleichzeitig der 4. Advent. Aber natürlich kann das nicht immer zutreffen. Der erste Advent kann zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember liegen. Im Jahr 2011 beispielsweise fällt Heiligabend auf einen Samstag. Der 4. Advent ist der Sonntag zuvor, also der 18.12. - 6 Tage zurück. Da bleibt im Dezember kein Platz mehr für 3 weitere Sonntage. Somit liegt der 1. Advent schon im November. Allgemein gilt: Soll der erste Advent im Dezember liegen, dann muss Heiligaben entweder auf einen Sonntag, Montag oder Dienstag fallen.

Die Sonntage im Advent sind keine offiziellen 'Feiertage', haben aber im Kirchenjahr ihre ganz besondere Bedeutung. Der erste Adventssonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem, der zweite Adventssonntag befasst sich mit der Wiederkunft des Herrn. Der dritte Adventssonntag ist Johannes dem Täufer sowie der Vorfreude auf den Herrn gewidmet. Der vierte Adventssonntag schließlich feiert die Geburt Jesu; in der katholischen Kirche stimmt man den Lobgesang auf Maria an.

Adventsbrauchtum

Ursprünglich war die Adventszeit als 40-tägige Fastenzeit gedacht und lag zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin (alte Kirche), nämlich dem Erscheinungsfest am 6. Januar, uns besser bekannt als "Heilige 3 Könige". In der neuen Kirche (ab 330n.Chr.) wurde aber das Weihnachtsfest bereits am 25. Dezember gefeiert. Vielerorts verband man mit dem weihnachtlichen Geschenkebrauch aber den heiligen Nikolaus. Seit der Reformation durch Martin Luther wird der Fokus nochmal eindeutig weg vom Heiligen Nikolaus (6. Dezember) und hin zum Geburtstag Jesu Christi mit dem Weihnachtsfest am 25. Dezember gerichtet. Mit der Einführung des ersten Codex Iuris Canonici 1917 wurde das Advents-Fastengebot aufgehoben. Seither gibt es eigentlich kein spezielles Brauchtum für die Adventszeit.

Es ist aber üblich, dass man einen Kranz aus Tannenzweigen erstellt und darauf 4 Kerzen anbringt. Am ersten Adventssonntag entzündet man eine der 4 Kerzen. Am zweiten Sonntag brennen 2 Kerzen und so fort, bis am 4 Adventssonntag alle 4 Kerzen brennen.
 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier
dann steht das Christkind vor der Tür.
 

Die Kinder erwarten das Christkind voller Ungeduld. Nicht so sehr vielleicht wegen des christlichen Glaubens, sondern vielmehr wegen der Bescherung am Heiligabend. Ihnen wird die Warterei versüßt mit einem Adventskalender. Seit 1920 etwa gibt es die Version mit den Türen, hinter denen sich jeweils eine kleine Überraschung verbirgt. Es soll wohl auch Adventskalender geben, die vom ersten Advent bis zur Bescherung zählen, aber allgemein üblich sind eigentlich die mit den 24 Türchen - also ab 1. Dezember. Hinter den Türchen findet sich vorwiegend ein Stück Schokolade und vielleicht ein Bildchen oder ein Spruch. Ich selbst war am meisten beeindruckt von einem Kalender mit durchscheinenden Bildchen. Eine Kerze, die man hinter den Kalender stellte, machte die volle Pracht des Kalenders sichtbar. Heute realisiert man so etwas aus Sicherheitsgründen mit elektrischem Licht. Außerdem sind die Ansprüche heute gestiegen. So enthalten die Adventskalender nicht mehr Naschwerk sondern Spielzeug. Besonders beliebt und sehr praktisch ist der Lego-Adventskalender, denn der enthält hochwertige Legosteine und Figuren, die man auch in Verbindung mit anderen bereits vorhandenen Legobausteinen gut verwenden kann.

Kauftipp: Kunststoffspielzeug ist unendlich haltbar. Sie können den Spielzeug-Adventskalender also jederzeit kaufen. Außerhalb der "Saison" ist er natürlich billiger. Aber Achtung: Billig-Plastik-Spielzeug aus fernöstlichen Ländern kann sog. Weichmacher oder andere ungesunde Chemikalien enthalten. Achten Sie daher zumindest auf einen gewissen Qualitätsstandard, auch wenn das etwas mehr kostet.

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  • Weitere schöne Spielzeug-Adventskalender
  • Ebenfalls eine gute Idee aus dem Hause Lego oder auch von Playmobil sind die Nachstellungen von weihnachtlichen Szenen. Allen voran natürlich die Krippe mit dem Jesuskind.

    Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit und nicht zu viel Stress beim Geschenkekauf.


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