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Das Homepage-Handbuch speziell für blutige Anfänger

Upload: Vorbereitungen und Einstellungen für den Datentransfer zum Webserver

An dieser Stelle gehe ich nun davon aus, dass Sie einen geeigneten Provider gefunden haben und dieser Ihnen die Login-Daten für den FTP-Server mitgeteilt hat. Außerdem haben Sie sich für ein geeignetes FTP-Programm entschieden.

Remotesite in Namo WebEditor anlegen

Anwender von Namo WebEditor können die Upload-Funktion nutzen. Richten Sie dazu die Remotesite-Einstellungen wir folgt ein (Nutzer anderer FTP-Clients lesen hier bitte trotzdem weiter und wenden das gesagte sinngemäß an).

In Namo WebEditor 5, 6, 2006 wählen Sie aus dem Hauptmenü Datei - Remotesites. Bei Namo 8 findet man das im Namo-Menü (klicken Sie auf das Namo-Logo) unter Veröffentlichen > Remotesites.
Am Anfang war die Welt noch öd und leer... So ist das auch bei unserem Fenster. Sie können und müssen hier eine oder auch mehrere Webserver einrichten und alle wichtigen Verbindungsdaten speichern, so dass Sie später den Webserver für den Upload auswählen können. Namo WebEditor stellt dann ggf. auch automatisch die Verbindung her.

Über den Button [Anmelden für Webhosting] könnten Sie hier auch ein Account bei Namo-Webhosting eröffnen. Zu diesem Zweck werden Sie mit einer mehr oder weniger veralteten Webseite des Angebotes "NamoHosting-Promotion for Namo-Customers" verbunden. Das ist aber eher etwas für amerikanische Anwender. Sie sollten an dieser Stelle längst versorgt sein und die Verbindungsdaten für Ihren Webserver vorliegen haben.

Um eine neue Verbindung herzustellen, klicken Sie auf den Button [Hinzufügen...]. Jetzt erscheint der Eingabedialog für Ihre Verbindungsdaten:

Geben Sie einen Sitenamen ein, unter dem dieser Datensatz gespeichert werden soll. Der Typ ist voreingestellt und bleibt immer "FTP". Hier könnten Sie auf "Win32" umschalten, wenn Sie (z.B. zu Testzwecken) nicht per FTP sondern durch ganz normales Kopieren in ein lokales Verzeichnis auf der Festplatte oder im eigenen Netzwerk publizieren wollen.

Unter "FTP-Informationen" geben Sie die Daten ein, die Sie vom Webhosting-Provider bekommen haben. Sie benötigen folgende Daten:

  • Hostname bzw die Hostadresse.
    Dies ist die URL unter der Sie den Webserver im Internet erreichen können. Je nach Anbieter kann diese Adresse unterschiedlich ausfallen. Bei manchen gibt man hier einfach die ganz normale URL der Homepage an. Viele Provider trennen die Wege für normalen Webseitenzugriff und FTP auch auf und Sie erhalten eine spezielle URL.
  • Port-Nummer
    Neben der Host-Adresse können Sie den Zugriffsport bestimmen. Manche Provider wollen eine ganz bestimmte Portnummer verwenden. Wenn Ihr Provider also darauf besteht, dann verwenden Sie bitte die Portnummer, die Sie vom Provider erfahren haben. Ansonsten wird grundsätzlich Port Nummer 21 verwendet. Wenn Ihr Provider nichts bestimmtes verlangt, dann belassen Sie es also dabei.
  • Das Verzeichnis:
    In den meisten Fällen werden Sie direkt mit dem Hauptverzeichnis für Ihre Homepage verbunden. Aber je nach Provider können oder müssen Sie ggf. selbst einen Unterorder für Ihre Homepage einrichten bzw. auswählen. In dem falle ist es gut, wenn Sie das Verzeichnis schon in den Remote-Einstellungen angeben. Andernfalls machen Sie keine Angaben oder geben Sie einen / ein, um das Hauptverzeichnis zu verwenden.
  • Ihr Benutzername und Kennwort
    bzw Ihre User-ID und das Zugriffspasswort sind unbedingt notwendig, damit nur Sie auf Ihre Homepagedaten zugreifen können. Bei manchen Providern sind diese Daten identisch mit den Login-Daten für den Kundenzugang. Oft können Sie aber für den FTP-Zugang auch eigene Zugangsdaten einrichten. Das bringt zusätzliche Sicherheit, aber stiftet natürlich auch zusätzliche Verwirrung bei den Anfängern. Lesen Sie die Hinweise Ihres Hostinganbieters aufmerksam durch und fragen Sie ggf bei dessen Support/Hotline oder im Namo-Forum nach.
  • Passiver Modus
    diese Option sollte eigentlich immer aktiviert werden, denn jeder moderne Computer wird heute zumindest durch eine Software-Firewall geschützt. Die Firewall verhindert normalerweise alle Zugriffe von Außerhalb. Dazu gehören auch aktive Rückfragen vom FTP-Server. Im Passiven Modus verwendet der Server keine solchen Rückfragen, sondern wartet immer auf die Ansagen des Clients; somit gibt es keine Probleme mit der Firewall. Nur wenn Ihr Provider den passiven Modus nicht zulässt, dann deaktivieren Sie diese Option und versuchen Sie es mit dem aktiven Modus. Ggf. müssen Sie dann aber Ihre Firewall entsprechend einrichten. Ihr Provider sollte dann aber auch Hilfe anbieten.
    Genauer können Sie sich über den aktiven/passiven FTP-Modus informieren, wenn Sie mal bei Wikipedia nachschlagen.
  • Zum Schluss noch: HTTP-Informationen
    Diese Zeile können Sie normalerweise ignorieren. Namo WebEditor benötigt diese Information nur, wenn Sie diese URL mit Namo WebEditor öffnen, die Seite verändern und dann direkt speichern wollen. Da es nicht vorgesehen ist, Daten im HTTP-Modus zum Server zu schreiben, wird ersatzweise die zugehörige FTP-Verbindung verwendet. Sie dürfen gern Ihre Webseitenadresse in Form "http://www.meinedomain.de" dort eingeben. Dies hat im normalen Betrieb keinen Effekt, kann ihnen aber als Notiz dienen.

Nachdem die Verbindungsdaten vollständig eingegeben sind, speichert Namo WebEditor sie automatisch ab (in der Windows-Registry).

Hier ein Beispiel mit ganz normalen Verbindungsdaten, in diesem Falle für eine kostenlose Homepage bei Lycos-Tripod (jetzt Multimania):
Die Angaben hängen wie gesagt sehr stark vom jeweiligen Anbieter ab und daher kann ich es hier nicht allgemeingültig beschreiben. Im Zweifelsfalle erfragen Sie die genauen Verbindungsdaten bitte bei Ihrem Provider.

Anwender von anderen FTP-Programmen gehen bitte Sinngemäß vor. Die Einstellungen sind ja im Prinzip die selben, nur dass man sie evtl. an anderer Stelle im Programm findet oder die Bezeichnungen etwas variieren.

Beispiel für WS_FTP 5.08 LE:

In der Abbildung rechts sehen Sie, wie die gleiche Verbindung im Programm WS_FTP 5 Lite aussehen würde. Typisch für FTP-Clients ist hier die zusätzliche Auswahlmöglichkeit für den Host-Typen und einige weitere Einstellungsmöglichkeiten für fortgeschrittene Anwender. Wie man sieht, entfällt die Zeile "HTTP-Informationen". Statt dessen gibt es eine "Comment-Zeile". Der Verwendungszweck ist eine Kurze Notiz. Beispielsweise könnte man hier das Passwort in Klartext notieren.

Die Felder "Hostname, User-ID und Password sind unbedingt erforderlich. Die Einstellungen für Startverzeichnis, Ports und passive-Transfermode finden Sie bei WS_FTP unter "Startup" und "Advanced". Ansonsten lassen Sie Felder, deren Zweck oder Input Sie nicht kennen einfach leer.

Beispiel für spezielles Upload-Verzeichnis :

Beim Provider SAM-City beispielsweise gehört die Homepage auf gar keinen Fall in den Hauptordner sondern in den Unterordner:
"domains/username.onpw.de/public_html".
('Username' entspricht dann natürlich der bei der Anmeldung ausgewählten User-Id.)

Sie sollten alle Informationen Ihres Providers unbedingt ganz genau studieren und befolgen. Das kann ich Ihnen leider nicht abnehmen. Erfragen Sie die notwendigen Informationen ggf. über die Homepage, den Kundenzugang oder die Hotline Ihres Anbieters.

Namo WebEditor: Remotesite-Einstellungen bearbeiten

Remotesites bearbeitenSie können mehrere Remotesites anlegen. Namo WebEditor merkt sich für Sie sämtliche Einstellungen und Zugangsdaten. Diese können Sie bequem verwalten und jederzeit ändern oder ergänzen. Rufen Sie dazu einfach wieder die Remotesites auf, wie Sie das schon beim Erstellen getan haben - wählen Sie aus dem Hauptmenü Datei - Remotesites. Nachdem ich schon ein oder zwei Beispiel-Sites angelegt habe, ist das Fenster nicht mehr ganz so leer, wie Sie in der folgenden Abbildung sehen:

Um die Verbindungsdaten zu editieren, wählen Sie die gewünschte Remotesite aus der Liste aus und klicken Sie dann auf den Button [Bearbeiten]. Nicht mehr benötigte (Test-)Objekte können Sie auch ganz einfach wieder löschen. Und natürlich können Sie auch jederzeit noch weitere Webserver zu Ihrer Liste hinzufügen.
 

Erster Kontakt - wir nehmen Verbindung zum Webserver auf

Soweit Sie die Remotesite-Einstellungen über den Menüpunkt Datei - Remotesites aufgerufen hatten, können Sie von hier aus nicht direkt die Verbindung aufbauen. Dazu müssen Sie die Einstellungen zunächst verlassen und die Funktion "Publizieren" aufrufen. Dies geschieht vom Editor aus über das Menü: Datei - Publizieren. Oder drücken Sie einfach die Taste [F4].

Nun sehen Sie das Publikationsfenster von Namo WebEditor, also die Oberfläche des FTP-Klienten mit seiner typischen Aufteilung: Links "Lokal", also die Dateien auf Ihrem Rechner und rechts die "Remotesite", also die Dateien auf dem Webserver.

Das rechte Fenster ist jetzt natürlich noch leer, da wir noch nicht mit dem Webserver verbunden sind. Um mit Namo WebEditor die Verbindung zum Remoteserver aufzubauen, klicken Sie oben links auf das Icon  (mit Remotesite verbinden). Aus Ihrer Remotesite-Liste können Sie den gewünschten Server auswählen und nach einem Klick auf den Button [Verbinden] wird die Verbindung zum Server hergestellt. Das kann einige Sekunden in Anspruch nehmen. Abschließend sollten dann im rechten Fenster die Dateien angezeigt werden, die sich ggf. schon dort befinden. Etwa so:

Je nach Provider kann das beim allerersten Start recht unterschiedlich aussehen. Doch in den meisten Fällen befindet sich dort bereits eine Datei "index.html". Und sehr oft gibt es auch Unterverzeichnisse. Im Unterverzeichnis "cgi-bin" z.B. befinden sich je nach Provider kleine Hilfsprogramme, wie ggf. ein einfaches Gästebuch oder ein Besucherzähler. Es gibt meist auch noch einen Unterordner "logs". Dort sammelt der Server Daten für die Webseitenstatistik. All das sollten Sie nicht anrühren, denn auf diese Dateien greift der Server automatisch zu.

Sie müssen nur schauen, ob Sie sich im richtigen Ordner für Ihre Homepage befinden. Das erkennen Sie recht zuverlässig am Vorhandensein der Startseite "index.html", die nämlich für eine Meldung wie diese hier verantwortlich ist:

Bauarbeiten

Unter dieser Adresse startet in Kürze eine neue Internet-Präsenz!

Diese können Sie löschen bzw. durch ihre eigene Startseite ersetzen.

Je nach Provider und Serverkonfiguration kann es bei der Auswahl des Upload-Verzeichnisses einige Unterschiede geben. Namo WebEditor sieht es nicht vor, dass Sie sich durch die Verzeichnisse auf dem Server hindurch klicken. Wenn Sie bei der ersten Verbindung noch nicht im richtigen Ordner landen, dann müssen Sie eventuell die Remotesiteeigenschaften (Eingabezeile "Verzeichnis") entsprechend ergänzen und sich dann erneut mit dem Webserver verbinden.

Wenn es dann geklappt hat und Sie mit dem Webserver verbunden sind und das richtige Verzeichnis im rechten Fenster sehen, dann können Sie Dateien oder auch ganze Ordner im linken (lokalen) Verzeichnis für die Übertragung auswählen und dann mit einem Klick zum Webserver kopieren.

Am besten beginnen Sie aber erstmal mit einer Testübertragung. Dazu wählen Sie nur eine Datei aus und klicken dann auf den Button zum Hochladen:

Wenn die Datei anschließend im rechten Fenster aufgeführt wird, dann war die Übertragung erfolgreich. Probieren Sie nun aus, ob sie die Datei auch im Webbrowser über Ihre URL aufrufen können. Wenn das der Fall ist, dann steht der Veröffentlichung aller anderen Dateien nun auch nichts mehr entgegen. ...obwohl:

 

Abschlussprüfung

So, bis hierher war es nur Spaß. Jetzt sind wir bereit, um die Homepage zu veröffentlichen.

Aber bevor wir diesen bedeutungsvollen Schritt gehen, sollte sicher gestellt sein, dass die Homepage möglichst keine Fehler mehr hat. Daher sollten Sie noch einmal in aller Ruhe auf der lokal gespeicherten Homepage "probesurfen". Dies ist die letzte Prüfung, bevor Sie Ihre Homepage für alle Welt sichtbar im Internet publizieren.

Schauen Sie nach Schreibfehlern, klicken Sie jeden Link an, checken Sie alle Seitentitel und werfen Sie auch noch einen prüfenden Blick auf die Metatags, damit die Suchmaschinen sich nicht irgendetwas falsches merken.

OK, trotz aller Sorgfalt wird es wohl nicht ganz ohne Fehler abgehen. Also locker bleiben und wenn sich bei der Abschlussprüfung offenbar keine Fehler mehr finden, dann kann es ja endlich losgehen ... Der große Moment ist da: Sie laden alle Webseiten und die zugehörigen Bilder (und evtl. sonstige Begleitdateien) zum Webserver hoch und sofern Sie Unterverzeichnisse verwenden, achten Sie darauf, dass alle Dateien auch auf dem Server im richtigen Unterverzeichnis landen.

Auf den nächsten Seiten finden Sie einige nützliche Hinweise für die Publikation bzw. Hilfe für den Fall, dass es am Anfang noch nicht so ganz klappen will:


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