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Das Homepage-Handbuch speziell für blutige Anfänger

Spezielle Elemente einer Webseite - Multimedia

Grundsätzliches über die Ton- und Filmwiedergabe auf Webseiten

Als multimediale Objekte sieht man im Prinzip den kompletten Bereich Ton und Film. Das geht also von der einfachen Tondatei über Soundeffekte und Hintergrundmusik und weiter mit kleinen GIF-Animationen, Foto (Dia)-Shows, aufwändigen Flash-Trickfilmen oder Spielen, Minifilmchen u.s.w... bis hin zum Online-Kinofilm bzw. Kinotrailer.

Übertriebener Einsatz von Multimediaeffekten ist ein ganz typischer Anfängerfehler. 'Zappelbilder' und unaufhörliches Hintergrundgedudel gehen dem Anwender schon bald auf die Nerven. Es ist daher davon auszugehen, dass die meisten Websurfer die Lautstärke ihres Computers auf ein Minimum reduziert haben. Ich erkläre Ihnen jetzt wie es geht. Probieren Sie ruhig alles ganz ausgiebig aus. Aber auf Ihrer Webseite sollten Sie damit lieber sparsam umgehen.

Im einfachsten Falle setzen Sie einen Link direkt auf eine Mediendatei, so kann der Benutzer diese herunterladen oder ggf direkt in einem passenden Player öffnen.

Damit Klänge und Filme direkt auf der Webseite abgespielt werden können, bedarf es einer zusätzlichen Software - genannt 'Plug-In'. Als Webdesigner müssen Sie leider davon ausgehen, dass manche Homepagebesucher kein passendes Plug-In haben und es auch nicht installieren wollen. Wenn Sie diesen Leuten eine Chance geben wollen, dann offerieren Sie zusätzlich zum Multimediaobjekt einen Link zu der Mediendatei, so dass man sie bei Bedarf herunterladen und in einem externen Player starten kann.

Da ich immer wieder danach gefragt werde, sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass es kaum möglich ist, eine Multimediadatei vor dem Datenklau zu schützen, egal ob man sie zum Download anbietet oder ob man sie nur auf der Webseite abspielen lässt. Die im folgenden beschiebenen Techniken zum Einbinden von Multimediaobjekten arbeiten alle nach dem Prinzip, dass die Mediendatei vollständig geladen und im Browsercache gespeichert wird, während oder bevor sie im Player (Plug-In) abgespielt wird. Mittels 'Streaming' könnte man es dem Datenabgreifer schon recht schwer machen, aber letztlich benötigt er nur die richtige Software, um auch solche Mediendaten einzufangen.

In Namo WebEditor selbst werden Multimedia-Objekte nicht abgespielt. Sie sehen dort nur einen Platzhalter. Bitte probieren Sie unbedingt mit einem Webbrowser (besser mit allen Ihnen verfügbaren Webbrowsern), ob das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Sie werden ggf. feststellen, dass nicht alle Browser so reagieren, wie Sie es sich gedacht haben. Es gibt oftmals mehrere unterschiedliche Plug-Ins, bzw. unterschiedliche Playersoftware, die im Browserfenster unterschiedlich dargestellt wird. Es gibt diverse Optionen und Sicherheitseinstellungen, die beim jeweiligen Anwender vielleicht verhindern, dass die Mediendateien (ohne Weiteres) im Browser abgespielt werden. Es hat auch längst nicht jeder einen Lautsprecher am PC angeschlossen - aus gutem Grunde, denn das ständige Gedudel von Hintergrundmusik und irgedwelchen Ereignisklängen geht einem schon nach kurzer Zeit ziemlich auf den Senkel...

Früher war es mal einfacher. Man bediente sich des HTML-Tags <embed>, einer Erfindung aus dem Hause 'Netscape'. Damit konnte man eine beliebige Multimediadatei einbinden und die nötigen Einstellungen mit ein paar Attributen vornehmen. Nun ist das embed-Tag aber aus der Mode gekommen und entspricht nicht den W3C-Empfehlungen. Trotzdem funktioniert es aber noch in allen aktuellen Browserversionen.

Aus dem Hause Microsoft stammte das HTML-Tag: <bgsound> - damit konnte man Hintergrundmusik auf einfachste Weise einbauen. Aber Netscape- bzw Mozilla-Browser ignorieren das <bgsound>-Tag, so dass die Hintergrundmusik nur im Internet Explorer zu hören ist.

Das WWW-Konsortium (W3C) sieht für das Einbinden von Multimedia- und sonstigen externen Dateien das <object>-Tag vor. Dieses muss Attribute enthalten, die angeben, welchen Player man verwenden will. Zumindest muss man aber den MIME-Typen benennen, damit der Browser das dazu passende Plug-In aussuchen kann. Will man 100% valide Webseiten erschaffen, dann muss man sich eingehend mit HTML und CSS befassen und den HTML-Quellcode eines WYSIWYG-Editors (wie Namo WebEditor) ständig im Auge behalten. Selbst wenn Sie die neueste Fassung von Namo WebEditor verwenden, ist der HTML-Code für bestimmte Effekte und Multimediaobjekte nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand oder es werden kurzerhand browserspezifische Tags/Attribute verwendet. Bindet man beispielsweise mit Namo WebEditor über Einfügen-Medien eine Mediendatei ein, dann wird als Objekt stets ein Actice/X-Control eingebunden. Das funktioniert prima unter Windows, aber macht keinen Sinn außerhalb der Windows-Welt. Außerdem ist Actice/X sehr systemnah programmiert und wird daher allgemein als unsicher angesehen. Der Mozilla-Browser kann und will es nicht unterstützen. Namo WebEditor fügt daher zusätzlich noch das alte <embed>Tag in den Object-Code ein. Damit werden Mozilla Firefox und ältere Browser unterstützt. Leider ist das <embed>Tag aber nicht valide im Sinne des W3C. Eine gleichzeitige Verwendung beider Methoden ist ebenfalls fragwürdig.
 


Auf den nächsten Seiten erkläre ich die unterschiedlichen Formate von Mediendateien und wie man sie in die Homepage einbaut.
Dabei geht es als nächstes um GIF-Animation.
Danach beschäftigen wir uns noch mit Klängen, Filmen und Flash-Animationen.


Am Ende der Multimediawelt schließen wir die Theorie über die Webseitenobjekte und kommen nun zur Praxis:
Wir erstellen eine Homepage; indem wir zusammen eine kleine Beispielhomepage erstellen, mache ich Sie mit den Grundlagen des Webdesigns bekannt.
 


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