Meta-Daten oder Meta-Informationen sind allgemein die Zusammenfassung von größeren Datensammlungen, damit diese leichter katalogisiert werden können. Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, dann schlagen Sie den Begriff "Metadaten" doch mal bei Wikipedia nach.
Im speziellen Falle der Webseiten hilft man durch die Angabe korrekter und zum Seiteninhalt passender Metadaten den Suchmaschinen bei der richtigen Einordnung der Webseite. Die Worte in einigen dieser Metadaten werden von Suchmaschinen sehr hoch bewertet. Daher sollten wir als Homepageersteller sehr genau auf unsere Wortwahl achten. Durch Angaben in den Metatags kann man mehr kaputt machen, als mit korrekten Angaben zu gewinnen wäre. Daher möchte ich Sie warnen: Wenden Sie Metatags nur an, wenn Sie wissen,
was Sie tun und wenn die Angaben wirklich stimmen. Sie können ohne Schaden ganz auf Metatags verzichten. Moderne Suchmaschinen wie Google durchsuchen sämtliche Inhalte Ihrer Homepage und katalogisieren sie auch ganz ohne die Meta-Angaben. Das reicht fürs erste. Ansonsten beherzigen Sie am besten die nun folgenden Ausführungen über die wichtigsten Metatags:
Grundsätzlich gibt es 2 Arten von Metatags. Die einen enthalten Datenfelder, die u.a. durch Suchmaschinen ausgelesen werden können. Die anderen enthalten Anweisungen für den Browser (HTTP-Header-Äquivalente). Im folgenden sind die Browseranweisungen unwichtig, dadher geht es nur um die Datenfelder. Diese enthalten immer einen Namen (name) und den Inhalt (content).
So ungefähr sehen die wichtigsten Metatags im HTML-Code aus:
<head>
<title>Suchmaschinen-Optimierung</title>
<meta name="robots" content="index,follow">
<meta name="revisit-after" content="14 days">
<meta name="description" content="Suchmaschinen-Optimierung">
<meta name="keywords" content="Suchmaschine,Optimierung,...">
<meta name="language" content="deutsch, de">
<meta name="author" content="Jörg Wischnewski">
Mit Namo WebEditor greifen Sie auf einige diese Angaben zu, indem Sie die Dokumenteigenschaften aufrufen. Hier finden Sie u.a. die Eingabefelder für Titel, Autor, Beschreibung und Stichwörter:

und auf einem speziellen Bereich der Dokumenteigenschaften können Metainformationen jeder Art erzeugt werden. Wobei die für uns relevanten Datenfelder bzw. "Benutzerdaten" in der unteren Abteilung abgelegt werden:

Der Titel einer Webseite ist so wichtig, dass er ein eigenes HTML-Tag hat:
<title>Suchmaschinen-Optimierung</title>
Damit ist dies zwar namentlich kein Metatag, aber von der Funktion her ganz sicher eine Meta-Information. Und zwar die wichtigste überhaupt. (Ich kann gar nicht oft genug wiederholen, wie oberwichtig der Seitentitel ist, wenn es um die Suchmaschinenoptimierung geht...) Wenn ich in der Einleitung zu den Metatags also sage, dass man auf Metatags auch verzichten kann, dann meine ich damit ganz bestimmt nicht den Seitentitel. Der Titel einer Seite taucht später an vielen Stellen auf, vor allem
Berücksichtigt man dies, dann wird man einen möglichst treffenden, aber nicht zu langen Titel für die Webseite wählen. Nun kommt noch hinzu, dass die Suchmaschinen beim indizieren möglichst relevanter Stichworte diesen Seitentitel ganz besonders hoch bewerten. Für uns heißt das also, dass wir die 3 bis 4 unserer allerwichtigsten Stichworte hier unterbringen sollten. Im Abschnitt Seiteninhalte weise ich ja bereits darauf hin.
Nach dem Titel folgt bei den Suchmaschinen ein Textausschnitt aus dem Inhalt der Webseite. In der Regel ist es ein Ausschnitt aus dem Inhalt, der das gesuchte Stichwort enthält. Verwendet man das Metatag "description", bzw . hat man als Anwender von Namo WebEditor das Feld "Beschreibung" entsprechend ausgefüllt, dann zeigen die Suchmaschinen vorzugsweise diese Beschreibung an Stelle des besagten Textausschnittes an. Damit das klappt, muss die Beschreibung natürlich wieder die besagten Top-Stichworte enthalten. Außerdem werden Stichworte aus der Beschreibung wieder deutlich höher von den Suchmaschinen bewertet, als der gemeine Text auf der Webseite.
Allgemein wird gesagt, die Beschreibung soll maximal 200 Zeichen lang sein. Schaut man sich die Suchergebnisse bei Google an, dann werden aber selten mehr als 140 Zeichen dieses Abschnitts ausgegeben. Für Sie gelten hier also die gleichen Bedingungen, wie beim Seitentitel, nur dass Sie nun etwa doppelt so viele Zeichen verwenden können, also sollten wenigstens 5 Ihrer wichtigsten Stichworte hier untergebracht werden. Gleichzeitig soll dieser Text der Aufmacher für den potenziellen Homepagebesucher sein und ihn richtig neugierig auf mehr machen. Also reihen Sie bitte nicht nur Ihre Stichworte aneinander, sondern machen Sie daraus eine richtig gute Schlagzeile.
Namo-Anwender bringen die Beschreibung wie den Titel in den Dokumenteigenschaften unter. Der HTML-Code würde etwa so aus sehen:
<meta name="description" content="Stichwort1 blabla Stichwort2 und so weiter, Stichwort3 - bis ca. 140 Zeichen, maximal aber 200 Zeichen.">
Etwas heikel ist die Verwendung des Metatags "keywords", so dass ich Ihnen als Anfänger von dessen Verwendung wirklich abrate. Tatsächlich können Sie mit einer falschen Verwendung dieses Metatags Ihrem Ansehen bei den Suchmaschinen mehr schaden, als dass es Ihnen Nutzen bringt.
Wenn Sie damit die Suchmaschinen unterstützen wollen, dann sollten Sie die Liste sehr gewissenhaft erstellen. Obwohl es immer heißt, man hätte bis zu 1000 Zeichen Platz, sollte man in der Praxis nur ein Dutzend Stichworte unterbringen. Diese Worte müssen im Text der Seite auch tatsächlich genau so vorkommen. Zu diesem Zwecke sollte man eigentlich die Worte auf der Seite zählen, und nur diese in die Keyword-Liste eintragen, die am häufigsten vorkommen. Worte in Überschriften
zählt man dabei doppelt.
Moderne Suchmaschinen wie Google nehmen eine solche Textauswertung ganz von selbst vor. Auf die Keywordliste sind sie überhaupt nicht angewiesen und ignorieren sie bestenfalls. Also machen wir uns die Arbeit eigentlich umsonst. Zudem besteht sogar die Gefahr, dass die Keywords mit den Textinhalten verglichen werden und bei schlechter Übereinstimmung gibt es dann sogar 'Strafpunkte'. Weniger ist also mehr an dieser Stelle.
Wenn wir nun schon Meta-Informationen für die Suchmaschinen erstellen, dann sollten wir uns auch Gedanken darüber machen, ob das für alle Seiten unserer Homepage sinnvoll ist oder ob man nicht auch einige Seiten ganz vor dem Zugriff der Suchmaschinen bewahren sollte. Eine Pflichtseite wie das Impressum beispielsweise enthält ja Daten, die man eigentlich nicht wirklich veröffentlichen wollte. Das Gesetz zwingt uns, die Daten bereit zu halten, aber sie müssen ja nicht unbedingt
ergoogelt werden können.
Mit dem Metatag "robots" kann man steuern, ob die Suchmaschinen bestimmte Seiten in ihren Index aufnehmen sollen, oder ob nicht. Außerdem lässt sich auch steuern, ob die Suchmaschinen den Links auf einer Seite folgen sollen. Dabei stellt diese Anweisung nur eine Empfehlung an die Suchmaschinen dar. Ob sie das tatsächlich auch einhalten, das liegt nicht in unserem Ermessen. Die großen und bekannten Suchmaschinen halten sich aber ziemlich weitgehend daran.
Anders ist es mit dem Metatag "revisit-after". Man soll damit die Suchmaschine anweisen können, in welchen Zeitabständen sie die Homepage erneut einlesen soll. Aber eigentlich kann man damit keine Suchmaschine der Welt zwingen, öfter vorbeizuschauen. Allenfalls kann man versuchen, einen all zu fleißigen Robot etwas zu bremsen. Moderne Suchmaschinen wie Google erkennen automatisch, wie häufig sich etwas ändert und kommen dann in entsprechend berechneten Abständen vorbei.
Auch hier gilt wieder der Leitsatz: "Weniger ist mehr! " - Unsachgemäße Meta-Anweisungen führen ggf. zu Problemen. Beispielsweise könnten Sie sich damit komplett von der Indizierung durch die Suchmaschinen ausschließen.
Namo-Anwender fügen das Metatag über die Dokumenteigenschaften ein. Unter Benutzerdefinierte META-Tags bei den Benutzerdaten klicken Sie auf den Button [Hinzufügen]. Daraufhin erscheint ein Eingabedialog, bei dem Sie die Felder Name und Wert ausfüllen sollen:
:
Der Name lautet "robots" - ist klar. Und der Wert richtet sich natürlich danach, was Sie den Suchmaschine nahe legen wollen. Und zwar haben die folgende Wahl:
Die beiden Anweisungen lassen sich zu einem Wert kombinieren und so gemeinsam in einem Datensatz unterbringen:
In der Regel erkennen moderne Suchmaschinen automatisch, aus welchem Land eine Webseite stammt und ordnen ebenso automatisch die entsprechende Sprache zu. Um den Suchmaschinen aber ggf. mitzuteilen, dass die Homepage definitiv in einer anderen, speziellen und von der Domainherkunft abweichenden Sprache verfasst ist, kann man ein Metatag verwenden:
<meta name="language" content="friesisch, fy">
Wie Sie sehen, hat der Datensatz hier den Namen "language". Der Wert entspricht dem Kürzel der gewünschten Sprache. Eine Liste der verwendbaren Sprachen und ihrer Kürzel findet man bei SELFHTML
Einige spezielle Suchdienste mögen gleichsam wie eine Bibliothek zu jeder Webseite auch den Namen des Autors speichern. So z.B. die Suchmaschine bigfinder.de. Deren Suchergebnis besteht aus der URL, dem Titel, der Beschreibung und dem Namen des Autors. Wenn Sie sich an der Veröffentlichung Ihres Namens nicht stören, dann können Sie dieses Metatag verwenden:
<meta name="author" content="Ihr Name">
Sogenannte Webkataloge durchsuchen das Web teils automatisch teils unter menschlicher Mithilfe und sortieren die gefundenen Webseiten nach Rubriken. Auch "redaktionell gepflegte" Webseitenkataloge verwenden automatische Suchvorgänge, um neue Webseiten aufzuspüren. Hierbei ist es evtl. von Vorteil, wenn die Webseite bereits erste Informationen darüber liefert, in welche Rubrik sie einzusortieren wäre. Dafür gibt es die beiden Metatags "page-topic" und "page-type". Page-Topic ist ein thematischer Überbergriff. Page-Type beschreibt die Art der Seite. Nehmen wir z.B. eine private Homepage mit persönlichen Infos und rund um das Hobby Segelflug:
<meta name="page-topic" content="Sport,Flugsport,Segelfliegen">
<meta name="page-type" content="Private Homepage,Hobby,Freizeit">
"Page-Topic" ist also die Antwort auf die Frage "Worum geht es auf der Website?".
"Page-Type" beantwortet die Frage: "Was für eine Art Homepage ist das?"
Um sich darüber zu informieren, wie die Rubriken der Webkataloge heißen, besucht man am besten mal die wichtigsten und größten Webkataloge und schaut sich dort um.
Webkataloge nehmen niemals einzelne Unterseiten einer Homepage auf, sondern immer die Website als Ganzes. Dem entsprechend gelten diese beiden Metatags auch nur für die Homepage insgesamt und sollten daher auch nur auf der Eingangsseite verwendet werden. Auf allen anderen Seiten ist deren Einatz Sinnlos. Es gilt wieder das Prinzip "Weniger ist mehr". Im Zweifelsfalle lässt man sie lieber weg.
Es gibt noch eine ganze Fülle von Metatags, mit denen diverse Informationen über die Webseite ausgegeben werden können. Die meisten Suchmaschinen haben dafür aber wirklich kein Interresse und daher werde ich sie in diesem Rahmen auch nicht aufzählen. Wenn Sie unbedingt mehr darüber wissen möchten, dann folgen Sie den Weblinks zu:
Blödsinn. Meta-Suchmaschinen suchen nicht gezielt nach den Metadaten der Webseiten. Meta-Suchmaschinen bedienen sich einer oder i.d.R. sogar mehrerer anderer Suchmaschinen. Dabei sind sie den anderen Suchmaschinen gleichsam übergeordnet. Daher die Verwendung des lateinischen Begriffes "meta"="über". Auch der ebenfalls aus dem lateinischen stammende Begriff "multi"="viel(fach)" findet bei diesen Suchmaschinen gern Anwendung.