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Die 4 grundlegenden Tipps, um nicht in die Falle der Internet-Abzocker zu gehen

Der bereits aufgeklärte Internetnutzer mag sich angesichts der Offensichtlichkeit und Einfachheit dieser Tipps vielleicht an die Stirn tippen, aber viele Leute gehen noch immer ganz arglos an den Computer und tappen dadurch in die Fallen der Online-Betrüger. Nach kurzer Suche findet man bereits an anderer Stelle tonnenweise wertvolle und sehr ausführliche Beschreibungen und Hinweise bezüglich der boomenden Internetkriminalität. Der arglose Computeranfänger ist mit dieser Informationsfülle aber überfordert. Daher habe ich mich entschlossen, dem Thema ebenfalls eine Seite zu widmen, fasse mich aber bewusst sehr kurz und zähle hier nur die 4 wichtigsten und grundlegenden Verhaltensweisen auf. Diese sollte einfach jeder beherzigen.
 

1. Verwenden Sie ein Antivirenprogramm

Antivirensoftware gehört heutzutage eigentlich schon zur Grundausstattung vieler Computer. Stellen Sie bitte sicher, dass eine entsprechende Software auch auf Ihrem Rechner läuft, bevor Sie erstmals damit ins Internet gehen. Das Antivirenprogramm sollte nicht nur bis zum Abruf auf der Festplatte schlummern, sondern ständig im Hintergrund darauf wachen, ob sich in einer empfangen Email, auf einer Webseite oder in einem gestarteten Programm etwas verdächtiges befindet.

Hier eine kleine Liste mit brauchbaren Anti-Viren-Programmen.

Avira AntiVir
Diese Software ist zwar bereits als kostenlose Version recht gut. Empfohlen wird aber die Kaufversion, da diese erst den besagten Schutz vor Attacken aus Internet und Emais enthält!

Avast Antivirus
Sehr empfehlenswert, da schon die kostenlose Fassung "avast! Free Antivirus" alle besagten Schutzmaßnahmen enthält und somit für den privaten Gebrauch ausreicht. Die Kaufversion enthält dann u.a. auch ein Anti-Spam Modul, welches auch die eine oder andere betrügerische Mail filtert.

Norton Internet Security 2011
Diese Software gibt es nicht als Freeware. Dafür ist sie komplett ausgestattet.

Die Verwendung von genau einem guten Virenprogramm (nicht mehreren) ist absolute Pflicht. Aber obwohl sehr gute Programme auch die Erkennung von sogenannten "Phishing-Attacken" und vieles mehr versprechen, dürfen Sie sich nicht 100% darauf verlassen. Darum geht es jetzt auch weiter hier im Text:

2. Öffnen Sie nicht wahllos jede E-Mail

Emails sind das Transportmedium Nummer eins, wenn es darum geht, Ihnen unaufgefordert etwas unterzujubeln. Sie sollten es daher mit Ruhe und Respekt behandeln und nur Emails öffnen, denen Sie eindeutig vertrauen können. Das ist allerdings selbst für einen alten Hasen schon fast zu viel verlangt, denn manchen Emails sieht man einfach nicht an, ob der Inhalt vertrauenswürdig ist.

Versuchen Sie wenigstens Ihr Emailprogramm so einzustellen, dass nicht sofort alle Bilder (aus dem Internet) angezeigt werden. Dies stellt nämlich sonst eine sehr schöne Empfangsbestätigung für Spamversender dar und Sie bekommen in Zukunft noch mehr Werbemüll zugeschickt. Dann stellen Sie das Programm ggf. noch so ein, dass verdächtige Mailanhänge (vorzugsweise ausführbare Dateien) gleich deaktiviert werden. Ansonsten öffnen Sie zunächst mal grundsätzlich keine Mailanhänge. Nur wenn Sie ganz sicher sind, dass der Mailanhang unschädlich ist, dann können Sie diesen öffnen oder auf der Festplatte für die weitere Verwendung speichern. Normale Bilder (Fotos) im Format GIF oder JPG sind in der Regel ungefährlich. Dateien mit Endungen wie EXE und COM sind potenziell gefährlich. Dateien mit der Endung PDF sind normalerweise ebenfalls ungefährlich (Text und Bilder für Adobe-Reader). Office-Dokumente (DOC,XLS,PPS) hingegen können Makro-Viren enthalten.

Einer der größten Denkfehler ist folgender: Die Mail kommt von meinem Freund, also kann ich sie bedenkenlos öffnen und der Mailanhang ist bestimmt auch sauber. Insbesondere als unbedarfter Computerneuling müssen Sie aber absolut jeder Mail und vor allem jedem Mailanhang mißtrauen. Notfalls bitten Sie jemanden, der sich damit besser auskennt, die Datei zu überprüfen. Ansonsten bitten Sie Ihren Freund, den Absender um Verständnis, dass Sie keinerlei lustige Mailanhänge öffnen, wenn er Ihnen nicht mal sagen kann, aus welcher Quelle diese überhaupt stammen. Erfahrenen Computeranwendern sei es überlassen, ob sie die Gefährlichkeit eines Emailanhangs richtig einschätzen oder mal einfach ihrem Antivirenprogramm vertrauen (Risiko!).

3. Klicken Sie nicht wahllos auf jeden Link

Ob in einer Email, in einem Spiel oder auf einer Webseite - überall können Verweise auf irgendwelche Ziele im Internet enthalten sein. Klicken Sie nicht blind herum. Schauen Sie in die Statusleiste und beurteilen Sie, ob sich das Verweisziel noch auf der ursprünglichen Domain befindet oder zumindest zu einer anderen ihnen bekannten Domain verweist. Wenn nicht - oder wenn die Anzeige des Ziels gar unterdrückt wird, dann sollte Ihr gesundes Mißtrauen wieder erwachen und im Zweifelsfalle klicken Sie lieber nicht.

Klicken Sie beispielsweise in einer dieser ominösen Werbemails auf einen Link (womöglich sogar auf "ich möchte keine weiteren Werbemails erhalten"), dann wird dieser Klick als Empfangsbestätigung registriert und sie gelangen ggf. auf einer Webseite, die Sie zu weiteren Eingaben animiert. Schon bald erhalten Sie noch viele weitere Emails...

Will Ihnen jemand etwas schönes anbieten - noch dazu völlig kostenlos? Das glauben Sie doch nicht wirklich, oder? Es kursieren tonnenweise Emails und Webseiten, deren einziger Zweck darin besteht, sie zu einem Klick oder zur Eingabe Ihrer persönlichen Daten zu verführen.

4. Geben Sie nicht wahllos auf jeder Webseite Ihre persönlichen Daten ein

Es gibt reichlich Webseiten, auf denen sie um die Eingabe persönlicher Daten gebeten werden. Meist unter dem Vorwand, dass Sie irgend etwas sehr günstig oder gar kostenlos bekommen können. Aber egal, womit der Anbieter lockt - er will eigentlich nur Ihre Daten, um sie illegalerweise zu nutzen.

Natürlich gilt das nicht für jede Webseite. Wenn Sie z.B. in einem seriösen Online-Shop einkaufen, dann wird man Sie natürlich auch nach Ihren Daten fragen - ja sogar nach Ihren Bankdaten, falls Sie per Bankeinzug bezahlen. Sie müssen also den Unterschied zwischen seriösen und unseriösen Anbietern kennen. Dabei gilt: Alles, was Ihnen nicht eindeutig als seriös bekannt ist, das ist potenziell unseriös. Und dort geben Sie keinerlei persönliche Daten ein. Allenfalls eine speziell für diesen Zweck angelegte Wegwerf-Emailadresse können Sie hinterlassen.

Was passiert, wenn Sie Ihre Daten bei den Datenklauern hinterlassen?

Die Verwendung dafür kann recht unterschiedlich sein. Manche sammeln lediglich Emailadressen, um sie an Spamversender zu verkaufen. Echte Mailadressen sind wertvoll, weil man als Spammer dann nicht unzählige Möglichkeiten durchprobieren muss. Daher ist das Geschäft mit bestätigten Mailadressen so lukrativ.

Andere sammeln Ihre persönlichen Daten, um dann in Ihrem Namen einzukaufen. Oder man weist Ihnen auf Grund der gespeicherten Daten nach, dass Sie selbst angeblich etwas gekauft, gemietet oder abonniert haben. Sie bekommen in diesem Falle irgendwann ganz offiziell eine mehr oder weniger gepfefferte Rechnung.
 

Weblinks

Aktuelles Beispiel einer Datensammler-Email:

[ Querverweis: Vorteile, Nachteile und Risiken des Online Bankings ]


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