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Meine Internet-Geschichte - oder: "1&1 und ich"

Ein Erfahrungsbericht über BTX, das Internet und unseren langjährigen Internetzugangs- und Webhostingprovider 1&1

Das Werbeversprechen "Entstörungs-Garantie"

Problemlösung so schnell wie möglich, spätestens am nächsten Werktag (noch dazu ohne jegliche Kosten für Sie)... Das bezieht sich auf die Verfügbarkeit des DSL-Anschlusses - Also Störungen im 1&1-Netz. Und das beginnt grob gesagt außerhalb Ihres Hauses. Für die Leitungen und technischen Probleme in Ihrer Wohnung sind sie also selbst zuständig. Hierbei können Sie sich zwar von der kostenlosen Telefonhotline helfen lassen, aber mit der "Entstörungs-Garantie" hat das wirklich nichts zu tun. Werbeversprechen wie: "...ansonsten erlassen wir Ihnen eine monatliche Grundgebühr" können also nicht eingelöst werden, wenn z.B. der Austausch einer defekten Fritz-Box mehr als 2 Werktage in Anspruch nimmt.

Das Werbeversprechen "50000" kBits/s

Immer wieder fühlen sich die Kunden geprellt, wenn sie ihren neuen DSL-Anschluss testen und dabei auf wesentlich weniger als die versprochenen 50000 kBit/s kommen. Aber DSL steht nicht überall in Deutschland mit voller Bandbreite zur Verfügung. Insbesondere in ländlichen Gegenden muss man sich noch mit wesentlich geringeren DSL-Geschwindigkeiten bis hinab auf 1000 kbits/s begnügen. Informieren Sie sich unbedingt selbst über die Verfügbarkeit und die DSL-Geschwindigkeit am Wohnort. Glauben Sie nicht den Werbeversprechen von übereifrigen Verkäufern. 1&1 hat keine eigenen Telefonleitungen und nutzt daher die der Telekom. Also wird auch der DSL-Anschluss kaum schneller sein können. Erkundigen Sie sich also mal bei der Telekom, welches die tatsächlich verfügbare DSL-Geschwindigkeit an Ihrem Anschluss ist:

Gehen Sie aber davon aus, dass dies noch nicht Ihr tatsächlicher Wert ist. Dieser steht und fällt buchstäblich mit den letzten paar Metern Ihrer Telefonleitung. Er ist in aller Regel ein Maximalwert, den Sie in der Praxis kaum erreichen.

Möglicherweise steht es nicht ganz fett im Angebot, aber es wird doch an verschiedenen Stellen im Angebot und im Vertrag darauf aufmerksam gemacht, dass die versprochene DSL-Geschwindigkeit die maximal mögliche ist. Diese steht eigentlich nur direkt am Verteilerkasten der Telekom zur Verfügung und mit zunehmender Leitungslänge und Belastung durch andere Teilnehmer sinkt die Datenrate natürlich ab.

Wenn Sie Daten von einer Homepage irgendwo abrufen oder beispielsweise einen DSL-Speedtest durchführen, dann hängt die Geschwindigkeit der Datenübertragung nicht nur von Ihrem DSL-Anschluss ab. Zunächst mal muss der Rechner, auf dem sich das Angebot befindet die Daten von der Festplatte lesen und auf den Weg schicken. Möglicherweise sind Sie zu dem Zeitpunkt nicht der einzige, den der Webserver bedienen muss. Dann müssen die Daten vielleicht noch über mehrere Zwischenstationen (andere Rechner im Netzwerk) weitergereicht werden um schließlich bei Ihrem DSL-Provider zu landen. Von dort werden sie dann über das Netzwerk der Telefongesellschaft an Ihren DSL-Anschluss geschickt. Ihr Rechner, der nebenher vielleicht auch noch andere Programme ausführt (viele davon im Hintergrund) nimmt sie dann entgegen.

Im Internet werden die Daten in viele kleine Pakete aufgeteilt und nehmen dort verschiedene Wege. Bei Ihnen treffen sie meist nicht in der richtigen Reihenfolge ein. Der Webbrowser muss sie sortieren und dabei ggf. auf Nachzügler warten. Je höher die Übertragungsgeschwindigkeit ist, desto größer sind die Ansprüche an alle beteiligten Geräte und Leitungen. Und damit steigen die Verluste auf dem Übertragungsweg. Bei einer optimalen DSL-16000 Anbindung können sie also mit realen 14000 bit/s schon sehr zufrieden sein. Wenn Sie WLAN benutzen, dann rechnen Sie aber mit einem weiteren Abschlag.

An unserem früheren Wohnort (Magstadt) stand uns die volle DSL-Geschwindigkeit von 16000 kbit/s bei weitem nicht zur Verfügung. Wir wohnten am Ortsrand und waren nur mit 2048 kbit/s angebunden. Trotzdem zahlten wir den vollen Preis für das 4DSL-Paket. Viele Kunden stören sich daran, aber genau so steht es im Vertrag. 1&1 stellt die maximal mögliche DSL-Verbindung automatisch zur Verfügung. Als Kunde muss man sich zuvor darüber informieren, ob eventuell ein günstigerer Tarif mit geringeren DSL-Raten in Frage kommt. Aber aufgepasst: In der kleinsten Kategorie "DSL Surf-Flat 2000" stehen die Movie- und die Handyflat nicht mehr zur Verfügung. Die Telefonflat kann man für 5 Euro extra hinzubuchen.

Viele Leute, die in den Foren ihren Ärger über 1&1 oder einen anderen Provider herauslassen, können nicht verstehen, weshalb sie nur DSL-3000 bekommen, während die Nachbarn mit DSL-6000 bedient werden. Manche Kunden beschweren sich, dass die Geschwindigkeit von Tag zu Tag variiert oder dass sie zu Anfang immer DSL-6000 hatten und jetzt plötzlich nur noch DSL-3000! Dabei ist der Provider in der Regel gar nicht verantwortlich für die tatsächlich verfügbare Bandbreite.des Internetanschlusses.

Lesen Sie im Folgenden die Fortsetzung:
Wovon hängt Ihre DSL-Geschwindigkeit und die damit verbundene Gesamtgeschwindigkeit Ihres Internetzuganges ab? Was lässt sich optimieren? Wie überprüfe ich meine DSL-Geschwindigkeit?

DSL Speedtest


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